Freie Vereinigung Darmstädter Künstler   [Hrsg.]; Städtisches Ausstellungsgebäude auf der Mathilden-Höhe <Darmstadt>   [Hrsg.]
200 Jahre Darmstädter Kunst: 1830 - 1930: Darmstadt, Mathildenhöhe 1930 ; vom 22. Juni bis 28. September 1930 ; als Festgabe zur 600-Jahr-Feier der Stadt Darmstadt — Darmstadt, 1930

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ie Veranstalterin der Ausstellung auf der Mathildenhöhe

1930, deren geschäftliche Leitung die Neue Hess. Arbeits-

LZdi gemeinschaft für bildende Kunst übernommen hat, ist die
Freie Vereinigung Darmstädter Künstler.

In dieser schlössen sich im Jahre 1898, in der Zeit, da sich in den
deutschen Kunstzentren die Secessionen bildeten, jüngere
hessische Maler und Bildhauer zusammen und erblickten ihre
Mission ganz besonders darin, dem Kunstausstellungswesen der
Landeshauptstadt eine neuzeitliche Fassung zu geben; ihre erste
Ausstellung im Kunstverein Herbst 1898 bedeutete einen vollen
Erfolg in derRichtung.UnsereVereinigung ist ein landsmännischer
Ausstellerverband.Ein ausgesprochenes einseitiges künstlerisches
Programm hat sie nicht. So erklärt sich das mannigfaltige Bild,
das ihre Ausstellungen bieten, in denen die verschiedensten
Individualitäten nebeneinander zur Geltung kommen.

Die Freie Vereinigung war im Jahre ihres 30jährigen Bestehens
in 1928 nicht in der Lage, die geplante Jubiläums-Ausstellung
zur Ausführung zu bringen. Sie holt dies zum 600 jährigen
Jubiläum der Stadt Darmstadt nach und begrüßt es besonders,
daß die von ihr geplante rückschauende Abteilung durch die
Opferwilligkeit des Hess. Kunstvereins und der gütigen Besitzer
alter hessischer Kunst in bedeutenderFassung sich darbieten kann.

»Zwei Jahrhunderte Darmstädter Kunst« ist der Titel, unter dem
beide Ausstellungen im Kunstverein und auf der Mathildenhöhe
sich einen, um Darmstadts Jubiläum zu feiern und einen Über-
blick über die Entwicklung hessischer Kunst zu geben.

Hessische Kunst aus der Zeit 1830—1930 zu zeigen, ist die Auf-
gabe der Ausstellung im Olbrichbau. Sie gliedert sich in drei
Abteilungen. Unsere rückschauendeAbteilung zeigtalte hessische
Kunst von 1830—1898. Sie zeigt eine Auswahl der besten Lei-
stungen, soweit diese aus Darmstädter Privatbesitz zu erhalten
waren. Von einzelnen alten Darmstädter Meistern möchte man
umfassende Kollektiv-Ausstellungen wünschen, um ihrer Bedeu-
tung gerecht zu werden; die Raumfrage legt indes heuer Be-
schränkung auf.

Als II. Abteilung schließt sich die der 22 verstorbenen Mitglieder
der Freien Vereinigung an.


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