Freie Vereinigung Darmstädter Künstler   [Hrsg.]; Städtisches Ausstellungsgebäude auf der Mathilden-Höhe <Darmstadt>   [Hrsg.]
200 Jahre Darmstädter Kunst: 1830 - 1930: Darmstadt, Mathildenhöhe 1930 ; vom 22. Juni bis 28. September 1930 ; als Festgabe zur 600-Jahr-Feier der Stadt Darmstadt — Darmstadt, 1930

Seite: 8
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Als III. Abteilung erscheinen Werke der lebenden Mitglieder und
der als Gäste der Freien Vereinigung mitausstellenden übrigen
hessischen Künstler.

Wir hoffen, daß unser Versuch, mit dieser Ausstellung einen
kleinen Beitrag zur hessischen Kunstgeschichte zu liefern, das
erwünschte Interesse bei den Fachgenossen, den Kunstgelehrten,
dem kunstsinnigen Publikum und der Presse finden möge. Möge
der Blick in die Vergangenheit besinnlich wirken und allen denen,
die es angeht, zeigen, daß Kunstpflege eine traditionelle Pflicht
darstellt, die auch in der Gegenwart geübt bleiben muß, wenn
das künstlerische Leben nicht zugrunde gehen soll zum Schaden
unserer Kultur.

Im Auftrage unserer Vereinigung sei allen, die geholfen haben,
in gegenwärtiger Zeit diese Ausstellung zu ermöglichen, insbe-
sondere den städtischen und staatlichen Behörden, den Künstlern,
Museen, Privatsammlern und Kunsthandlungen an dieser Stelle
geziemender Dank zum Ausdruck gebracht.

Richard Hoelscher

nn den älteren Werken über Hessen, beispielsweise denen
von Künzel, Dieffenbach, Müller, finden sich keine oder
nur ganz oberflächliche und unvollständige Angaben über
Kunst und Künstler jener Zeit. Eine zusammenhängende Dar-
stellung fehlt m. W. ganz, obwohl eine erstaunliche Anzahl von
bildenden Künstlern, deren Bedeutung zum Teil weit über die
Landesgrenzen geht, hier gewirkt haben oder von hier ausge-
gangen sind.

Wenn nun auf Wunsch des Vorstandes der „Freien Vereinigung
Darmstädter Künstler" von mir der Versuch gemacht wird, eine
zusammenhängende kurze Darstellung von Kunst und Künstlern,
besonders der Maler und Bildhauer in Darmstadt von 1830 bis
zur Gründung der „Freien Vereinigung Darmstädter Künstler"
zu geben, so bin ich mir bewußt, daß diese zunächst nur eine
unvollständige sein kann.

Als Entschuldigung darf ich die außerordentliche Kürze der mir
zur Verfügung stehenden Zeit anführen und um Nachsicht der
Leser bitten.

Darmstadt, im Juni 1930 Adolf Beyer

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