Adelung, Friedrich von  
Nachrichten von altdeutschen Gedichten, welche aus der heidelbergischen Bibliothek in die vatikanische gekommen sind: nebst einem Verzeichnisse derselben und Auszügen — Königsberg, 1796 [VD18 11358661]

Seite: 68
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/Adelung1796/0066
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
öS

Unter den Angeführten Dichtern sind
mehrere , die vor der Entdeckung dieses
Gedichts kaurh dem Namen nach be-
kannt waren. Mit Recht nennt der be-
scheidene Verfasser Heinrick von Veldeck
zuerst, der schon um das Jahr nßo.
blühte, und die löbenlichemere, die hier an-
geführt wird, ist entweder seine Aeneide,
oder seine Geschichte Herzogs Ernst aus
Bayern. S. Adelungs Magazin f. dv d.
Spr. 2. B. 3. St. ß. Seite. Die zweyte
Vatikanische und die Kasseische Hand-
schrift haben, vermuthlich durch einen
Schreibfehler anstatt Veldegge den Na-
men von wolden, der ganz unbekannt ist
und nirgends vorkömmt, da hingegen
Heinrich von Veldeck in einem Verzeich-
nisse der berühmtesten Dichter, die
Rudolf kannte, nicht fehlen durfte.

Der Owere, ist wahrscheinlich Hart-
mann von Owe oder Äue, einer der älte-
ften Schwäbischen Dichter, und dief*
scheint der Beisatz:
der vnns ereckes getatt
Vnd von dem leowen getichtet hat*
loading ...