Adelung, Friedrich von  
Nachrichten von altdeutschen Gedichten, welche aus der heidelbergischen Bibliothek in die vatikanische gekommen sind: nebst einem Verzeichnisse derselben und Auszügen — Königsberg, 1796 [VD18 11358661]

Seite: 102
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So erwvrb ich so dr schonen teil

Dv were mir ein michel heil

Vn wvrd ich oeil

Ich bin steter vreiden reiche

Von ir schulden ich ds hau

Rieman wil ich er geswichen

ÜVle welle ir wesen vndertan

Dv gvte wendet min leit

Ich i an si mir ze yrunt bereit

So si mir seit.

9. G e d r vi.
Dieser Dichter ist ganz unbekannt,
und fehlt auch in dem Verzeichnisse der
schwäbischen Dichter, im Magazin f. <1
d. Spr. Hier ist von ihm ein Gedicht von
99 Strophen, davon ich die erste und
die beiden letzten hersetze.

Von hinzechen her wahsmvt

Der minnet sine frowen

Vbr tusent mile

Dannoch waz si ime gar ze nahe»

Wan ez ime so sanfte tvt

Obe er si solde schowea
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