Adelung, Friedrich von  
Nachrichten von altdeutschen Gedichten, welche aus der heidelbergischen Bibliothek in die vatikanische gekommen sind: nebst einem Verzeichnisse derselben und Auszügen — Königsberg, 1796 [VD18 11358661]

Seite: 140
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Dez guten gesellen wirt man gesunt
Der 35j argen man in arbeit 34) kunt
Mit guten wirt man gerne gut 35)
Der bös nieman gut getut 36)
Menger ist geselle wol
Dez tisches da man essen 37) sol
Gantze trew in grosser not
Da ist die fruntschaft alle tot
Dem getrewen ist mit gelich 38)
Vor dem bösen sol man hüten sich
Der rot gesell sein trewe brach
Als bald er den beren sach 39)
Dez rausz er hut vnselig wesen 4°J)
Wer 4») trew hat der sol genesen.

Die dritte Handschrift der Boner-
schen Fabeln, unter No. 400. ist die voll-
ständigste und merkwürdigste. Sie ist,
wie die vorhergehenden, auf Papier, und
enthält m Blätter, in Quarto. In dem
Katalog ist sie genannt: Porphyrii trans-

35) de?. 34) erbeit. 35) mit dem guoten wirt mall
guot. 36 der boes niemer >yol gcmot. 37) kicseflJ
38) getniiwcia fruinde ist nit gcüch. 3g) ersach.
40) der muez er unselg iemer wesen. 4i) swer.
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