Adelung, Friedrich von  
Altdeutsche Gedichte in Rom: oder fortgesetzte Nachrichten von Heidelbergischen Handschriften in der Vatikanischen Bibliothek — Königsberg, 1799 [VD18 13935984]

Seite: XIV
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nichts antlers als der Parcibal des Wol-
Jram von Kschenbach, docli nach einer
spätem Umarbeitung. Auch ist es. nur
eine Abschrift eines mir -unbekannten
Originales, welches, der Sprache nach zu
urt heilen, etwa aus dem funfzehenten
Jahrhunderte gewesen seyii rnufs. Es
mufs bey weiten nicht ganz gewesen
seyn, weil die hiesige Abschrift kaum
die Hälfte des -Farcival begreift.

No. 42, Eine Handschrift auf Pa-
pier aus dem l^ten Jahrhunderte, welche
noch folgende Stücke enthält.

1. Ein Kitter - "Roman von Carla dem
Grofsen, welcher sich anfängt: Ich habe
geirerket eine list Was in des men*
sehen herze ist, und etwa ioß]6 Verse
auf ßö Blättern enthält. Gottsched hat
dieses Gedicht in einer 1747 vor dem
damahligen Churprinzen Friedrich Chri-
stian gehaltenen Kede beschrieben, wel-
che in dem Neuen Büchersaale B. 4,
S. 3fj7 stehet. Allein er irret sehr, wenn
er dieses Gedicht für älter als Strickers
Arbeit hält. Es ist vielmehr eine ver-
kürzte, und wie die Sprache zeigt, weit
jüngere L) rnarbeitung, wovon der unten
genannte i\icol. Schwcrcfeger, venttuth-
hch selbst Verfasser ist.
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