Adelung, Friedrich von  
Altdeutsche Gedichte in Rom: oder fortgesetzte Nachrichten von Heidelbergischen Handschriften in der Vatikanischen Bibliothek — Königsberg, 1799 [VD18 13935984]

Seite: XXVI
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bestätiget solches. Bey etwas feinerm
Geschmacke verdrängten die Ritter-Ro-
mane sie aus dem bessern Tbeile der
obern Klassen, und sie sanken nun mehr
zu dem niedern herab, um deren willen
sie dann oft von neuen bearbeitet, und
wenigstens der Sprache nach, verjüngt
wurden. Die älteste Umarbeitung, wel-
che wir kennen $ ist von Wolfram von
Eschenbach, und Heinrich von Ofterrlin-
gen aus dem Ende des i2ten Jahrhun-
derts, aber auch diese haben wir nur in
einer sehr verjüngten Sprache des löten.
Gegenwärtige ist zwar eine dci neuesten,
aber wegen ihrer Vollständigkeit auch
eine der merkwürdigsten , indem sie
Stücke enthält, welche, sonst nicht be-
kannt sind, obgleich manche derselben,
wie am Ende ausdrücklich gesagt wird,
gar sehr verkürzet worden.

Sie haben keine Ueberschriften, da-
- her man die Hauptperson aus dem In-
halte errathen muls. Auf der innern
Seite, des Deckels ist mit einer alten Hand
eingeschrieben: Waltasar von <zoz eena-
den herezog zu michclwurk, worauf der
Meklenburgische Ochsenkopf folgt. Die
Stücke sind:
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