Adelung, Friedrich von  
Altdeutsche Gedichte in Rom: oder fortgesetzte Nachrichten von Heidelbergischen Handschriften in der Vatikanischen Bibliothek — Königsberg, 1799 [VD18 13935984]

Seite: 210
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Darzu du sin gewaltig bist

Durch <jot la din argen list

AVie dir beliben vud bitt nit me

Daz mir get an myn er

Der marschalck vngetruwe sprach

Mir ist yemmer vngemach vnd hertz-

. l e id

Ich han vch auch an vnderscheid
Gedienet von kindes jugend
ISATn laszent mich vwer tugent
Genyesen vnd herhörent mich
Vil zarte frowe mynneglich u. s. w.

Die Königin widersteht ihm. Der
Marschall, um sich zu'rächen, schleicht
sich eines Morgens, da der König schon
auf die Jagd gegangen ist, in ihr Schlaf-
zimmer, und legt ihren Zwerg zu ihr
ins Bette. Dann ruft er den König zu-
rück und zeigt ihm die Untreue seiner
Gemahlin. Dieser schleudert den Zwerg
an die Wand und verurtheilt die Köni-
gin, ihrer Schwangerschaft ungeachtet,
zum Tode; doch erhält Herzog Leopold
von Oestreich , des Königs Schwester-
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