Adelung, Friedrich von  
Altdeutsche Gedichte in Rom: oder fortgesetzte Nachrichten von Heidelbergischen Handschriften in der Vatikanischen Bibliothek — Königsberg, 1799 [VD18 13935984]

Seite: 317
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El. 79. folgt ein Todtentanz. Das Gedicht
ist überschrieben: Je/- erjt prediger
und bestehet aus lateinischen und
deutschen Versen. Der Anfang ist:
O diser weit weyshaytt kint
Alle die noch in leben sint
Setzt in vwer hertz zway Wortt
Die von cristo sint gehört u. s. \y.

Bald darauf heilet es :
der tod

Der vber nyman erbarmd hett

Mit seyner hollischen pfeylfn schreyn

Bringt er vch all an ain rayen

Da an die weysen als die narren

Gezwungen in den Sprüngen farn

Als des gemäldes figuren

Sind sy ain ebenbild zu truren.

Der Pabst eröllnet den Ball, er sagt:

Ich was ein haylig habst genant
Die weyl ich lebt an furcht betaut
Nv wüid ich gefurd freuenlich
Zv dem tod ich wer mich vppeklich.
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