Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1858 und 1859. — Heidelberg, 1858

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Haushcrren sind fiir die Uebertrelungcn durch ihre Angehörigen und
DiensN olen verantwortlich.

(Miuisterialveroronung vom 28. Juni 1A»4, No 9776.)

Fordtrnnircu an Eiiidirriidk.

1. Pöllig nichtig und unverbindlich sind wlgende Ansprüche an einen
Studirenden:

l Alle Darleihen in daarem Oklde sowohl, als Waaren statt baareu
Geldes, wenn solch- nicht erweict.lch zum Bezahlen anderer rechtmäßiger
Schulden vorgeschosscn oder verwendet worden sind.

2. Alle Zntercenioneu eineo >?uivnelideu.

3. Alle Forderungen fur creditirren Wein und geistigeö Getränke,
mit AuSnahme jedoch des von den Sfcisewirthen gewöhnlich dei dem
Cncu vorgesctzten Schoppen Weineo oder Biereö.

4. Alle Forderungen der Caffee- oder Billardwirthe, als solcher.

b. Alle Svielschulven ohne Untcrscbied.

6. Die für Wagen-, Schlittcn- odcr Pferdemiethe für mehr alS eine
Tour.

U. Nur mit dcn beigesügten Bc'chräukungen rücksichtlich dcr Summe
oder der Zeit der Cinklage gedcu folgende Anspruche ein gegrundeteS
Rccht zur Klage gegen Studircnde dei dem UniversitätSamte:

1. MtctdzinS von Wohnung und MendleS fur ein haldes Jahr.

2. Wcgen gercichter Kost fur drci Monate.

3. Lohu oer Aufwarter, Stiefelputzcr, Friseurs, Barbirer u. Wasche-
rinncn fur ein baldeo Zahr.

4. Fur kleine AuSlagen der Auswärter und Kauswirthe biS -u -ehn
Guldcn.

L. Micthe für Pserde, Wagcu u Schlitien, jedoch nur für eine Tour.

6. Fur KattfmannSwaaren dis zu ^o flZ

7. Die Forderungen der Bttchdattdlungen dis zu 50 fl.

v. Dic dcr AnNguare dio zu 5 fl.

9. Fur Schretdltiattrialieit dtS zu ä fl.

to. Fur Blichdindcr', Schncider', Schtlhmacher* und andere Hand-
wcrkcrardcii dtö zu 12 fl.

t l. Fur Bäckcrwaaren bis zu 5 fl.

Allc dieic Forderungen müffen dinnen kinem Vierteliahre nach der
Versall« odcr Licferungazcit dci dem llntvtrsualoamte eingeklagt werden,
rncksichtilch andcrer Anfpruche gcltcn dle landrechtllchkn Bcsttmmungen.

(tz 86 dcr acadenltschcn Gcsetzc.)

Fltiiidcuordiimig.

1. 7^cdcr Frcmde hat sich durch Paü, Wallderdnch oder Hei'mathschcin
-u lcgitimiren und diesen Auowkio auf dcm Poli;e:'Bureau zu dcponircn.

2. Wer dieS nicht vcrmag, hat nach Umstanden Auswktsung, ja seldst
Vcrhaftuug zu crwartcu.

>'t. 28cr uicht vorudcrgchcnd im Olasibofe wohnt und auf längcre
Zett alo 8 Tagc Privatwobnung ninnnt, hat dei Gr.Qdcramte um Auf-
enthalta Crlaudnisi nachzusuchkn.

4. Der Bkrmicthcr cincr Wehlniug hat den Clnztlg des Fremden
ditlncn 24 Stnndcn dci Gr. Qdcra»nte anzuzctgen; tsi dcr Miclher ein
Studclit. anch dei dem llnivtrsitatoamtk.

t Bcfanntm v. l 2 Aug 1<<»7 u. Landcövcrordnung vom 29. Mai l8l0,
im NcglcrtingSdlatt No. 22.

5. Dtc t^asiwlrthe hadcn dci Vermcidnng von Strat'en die Namen
nnd Heimatb der Frcnldtlt tctcrzcit lcwrltch tn dic Nachtzeuel tlnzulragcii
nnd dic Frrmdcn, dic noch nach Uchcrgahe ticicr dcj ihucn aufgcno.nmcn
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