Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1858 und 1859. — Heidelberg, 1858

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Haiidclsrtiskiidr

aus den Zollvcrcinsftaaten, wie auch au.^ dcrn Znlandc, welcke Ankause
im Lande machen odcr Bcstetlunqen suckcn weltcri, musicn bei Strafe von
L bis 10 fl., bci Grcßh. Obcramte um ein Patcnt nachsuchen, Vas auf
Dorlage von Paß- und Gcwcrbsckcin unentgclrlich aasgcfcrrigt wird.

. (Verordnung vorn 26. Nevbr. 1835, Neglcrungsblatt No. 58.) .

HaüdwcrtSxirselltii,

sowohl in- alS auslandiscke, sollen mit Wandcrbüchern, und die letzteren
beim Cintritt in das Land mit einem Neiscgclde von 4 fl. versehcu lcin.

2. Zedcr Ä'ciftcr ift dafür verantwortlich, dast scine ^eftllen Past
oder Wandcvbuck binnen 24 Stundcn bei der Polizcibchörde bintcrlcgen.

3. Fremde G^ftllcu durfen nur in ihrer Herberge einkchreu, habeu
binncn 24 Stunden nach -lrdcit anzufragen und ftud auszuweiscn, wcnn
sie 4 Tagc mußig liegcn bleiben.

4. Den Gcscllen ift iede Zusammcnrottung und gcmeinsames ?lus-
treten, Fuhrung von Bruderfchasten, Geftllenladcu, Anfnahme in Gcftllcn-
innungen, Lcdigsprechcn durch Gesellcn, die Fcier auster den erlaubtcn
Tagen, insbcsoudcre da6 sog. Blauemontagmachcn vcrboten.

5. Das 2lrdeiten der Gehilfen des Schuciver- und Schnftcrgcwerbcs

fti ibren eigenen Wobnungen ift verbotcn. Bci UebcrtrctungsfaUen haben
sowohl d:e Geftllcn, als lene Meiftcr, wclchc sic in dicftr Weift beschaf-
tigcn, und selbft die Leute, welche solchen Gehilsen Arbeit gcben, entsprc-
chcndt Abndnng zn gewartigen. ^

(Oberamtsocschlust v. 12. Marz 1951.)

Tcr Hoszlaucr, dcssrn Abgnbr, Mrßgrld nnd F»hrloh'.i. '

1. So wie voii Holz und Dictualicn, welchc anf der Llchft znm Ver-
tauft bicrher gcbracht wcr^en, mit Gcnchmigung dcr Obcrpolizeibchorde
für Beiiühuttg dcs auf ('rmcindekoften unterhaltcncn Marktvlahcs, des
Pftafters nnd fur dic Vcrkaussgelcgenheit im Namcn der Stadtgcmcindc
die Markt- iiiid Pflastcrgclderhcber cinc Abgabc zu bczichcn babcn (vgl.
dieArtitcl Marktordnung und Pflastcrgeldtarift, so hat auch von dcm zu
Wasicr hitrber gcbracktcn nnd auf dcn ftg. Lauerpläpcn bei'm Zim
incrplah nnd am dcm Vorlande an der Dreikonigstraße odcr sonft iuner-
halb dcr stadtischcn Banngreiizc aiisgeladclicn oder dorthin znr Aufbcwad-
rung nicdcrgesenttn Holze nud aiidcrcn Gcgenstandcii des ')ttckau?aiidcls
der sog. Lancrpachter, zur Zeit (5ngclwirtb ^einrich ^odt, riue Ab-
gabe, die Laucrgebühr zu erheben, wclche, wie untcn im rarif zu erftben
ift, z. B. fur das Mast Hol; ein fur allcmal 15 kr., nud wcnn cs dert
gclagcrt und bewacht wcrdcn mnß, 16 kr. bcträgt, namlich 13 kr. Abgave,
2 kr. Mcßgcld, l kr. für dic Bcwackung.

' 2. Zur richtigcn Vermcsiung der dort ausgeladencn Oxgcuftäntc sind

verpflicktcte Leute angeftetlt, z. B. fur das Holz die Ho l;melser (äbcr,
Faß, Klormanu und Spangtnbcra. Diese könncn auch zur Bcrmcsinng
deS auf der Achft eingebrachten Brennholzts bcigerlifcu wcrdcn, in wel-
chem Falle sic l gcwötmlich vom Xäuftr) fur daS Mäv l4 kr. erdalt-n,
namlich 6 kr. Mcßgelo, 4 kr dem ELuleger, 4 kr. fur das Mcstgerathc.
Zcdoch kann dcr Kaufcr vcrlangen, dast der Vcrkäufcr dcn Einlcgcr dc-
zahlr Wird aber daS Holz auf dem Laucr vermesieu, so zahlt man si tc.
sur das Maft.

3. Die Holzmcsicr sind darauf verpflichtct, uud zwar bci Bcr-
mcidung von Gcfangniß im erftcn und von Cntlasinng im zweiten ttntcr-
lasinng.'salle, ^bcim Mesicn jeweils so vrel Holz einzulegen, alS cs mit
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