Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1858 und 1859. — Heidelberg, 1858

Seite: 145
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8 6 Wer i»mcrdalö eine?i Viertcliabreö odcr cine^ Men n< nni
in eincii lneugen Oicn'i cimrit^, mnv sur die noch nbrigcn Wocdcn dk>
PLcrtcli.tbrS vdcr MonatZ cnun Beitrag von 4 Kreuzcrn fur dsc Vchc
entricdtcn.

Wcr innerbalb eines VicrtcliahreS oder einc- Monak^ slincn Dicnst
verlaht und nicht in einen antcrn hicsigcn Dicnsr cintr t, lann keinen
Ruckcrsap scines Betraqeir ansprcchcn.

§ 9. Dic Polizeibchördc licfert einem BeitragSpfiichtigen die ;u
seinem Abganqe erfordcrlichcn Papiere nur qcgcn Vorlage eincr O.nit-
tung aus, welche nachwci6t, daß dersclbe alle B.itrage an daS Krankcn-
hano entrichtct bar.

Diescr Nach vcis wird durch die auf daS ilingst verfio wne odcr lan«
fendc Ziel dcznqliche Quittunq gelicfcrt. je nachdcm dcr Bcitragspfiich-
tize am Schlusie odcr im ?aufe eincS Zielcs a rstritl.

8 lO. Der Erdcder har dic vierrcüadrlich n Bcitragc in tcn erttcn

Taacn der dem Bea.inne des iewklUgcn Dicnfiz clcs folgc: dcn Mo-
natcn, die monatlickcn in den erfien 6 Tagcn tcdcn Monats qcgcn ^u t-
tung einznzithcn nnd dcm Vcrrcchncr dcc: Kraukcudauscs mit dcu eutsp'.e-
chenden Ncchnnugödc:cgen soglerch nach dcm Eiinngc abzulicscrn.

Für die im Lausc eincs ZicleS neu Hngcbcnrcn ersolgt r.r EillZug
und die Abliefcrunq innerbalb 14 Tagcn vlvn Dinm.'.utrikt an q rcchnct.

tz l l. Wird die Zahlnng nicht sofort dem Crhcder anf dic crnc
Anserdcrnng qeleifiet, so macht dersclbe sogleich Anzeige dci dem Bnrgcr-
meifieramte -um weiteren Einschreitcn gegen den Zahlungovfiicltigcn
nach Maygabc deS fiir Pctreibung von Gemcindeumlagcn vorgcschricbcncu
DerfahrcnS.

8 « >. Die Controle deS ErhcberS wird noch einer besondcren
firnction vorbchalten.

(Minifierialerlaß vom 21 Marz 18ä7 )

Wer einen Dienfiboten, GebiCen u. s. w bchufS der Unterschlagung
deS SvitalgeldeS verhcimlicht, untcrliegt nacb DocramtSbelchlup vom 6.
Novcmbcr 18L1 einer Geldstrafe von ö bis 10 fi.

Lcichrnordnung.

1. Bci jckem TodeSfalle muir au5cr dcm Lcichenprokurater dcr Lci«
chenschauer und der Lcichenwarter (sur wciblichc Lcichcn die Leichcnwar'
terin) auS der belreffendcn Pfarrci hcrbcigcrufcn werdcn.

2. Für die katholische Pfarrci ifi Kirchenkiener Schwog, für tie coan'
qelische zn St Pcter und Brovidcnz .Kirchcndicncr Bancr nud für dic zu
hcil. Geifi Äircheudieurr Knblcr a!S Lcichcaprokurator dahicr vcrofiichtct.

3. Der Leichcnprokurator h<n die Pcrpfi.chluug, den Hintcrbliebcncu
die Lcichcnordnunq volzulcgcn, fich ven ibncn nach der Tarordmmq anf
Seite 30 die Klasse bczcichnen zu l.ificn, nach dcr fie daS Pegrabniy dc-
serqt haben wollen und bicrnach alle wcitcren nöthigen Beficllungen zn
tcforgen.

4. Der Leichenfchaucr hat soglcicb nach erbaltener Nachricht von drm
Sterbsalle die Lciche zu bcfichtigcn, dic BcerdigungSfiunde zu befiimmen,
Sterbcschein auSzufertiqen und dcm Psarramte zu übersenden, drei odcr
vier Stunden vor dcr Beerdigung dic Lciche nechmalS zn bcfichtiacn, nun-
mehr Lcichenschanschein dem Pfarramtc ;n ubcr,'cnd»n und auch daS Gr.
AmtSrevisorat sogleich vom Sterbsallc zu benachrjchttg.n

lJufiizmittlfieriatertaö vom 1?. Mai l^ti. R.Pl. S. 107.

Lcichenschanordnung vom 10. Zult ldal, N.-Bl.No. 41, S.393-50-.)

5. BiS der Leichenschauer die Lciche daS erfie Mal befichtigt dat,
darf mit der Leiche durchauö nichtS vorgenommen wertcn, waS ihre Lagc

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