Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1858 und 1859. — Heidelberg, 1858

Seite: 158
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der Milzbrand, der gelbe Knopf, der ZungenkrebS und Harbunkel.
krankheit oder Beulenseuche des RindviehS;

daS Rankkorn. daS wilde Feuer, die ^arbunkelkrankheit oder Beulen-
seuche, die bööartige Bräune oder Borstensäule der Schweine, endlich

daS wilde Fcuer, der Flug oder daS Geblüt der Schaafe;

2) in allen Zciträumen der Rinderpest oder der Löferdürre (vgl.
Ertaß Großh. SanitätScommiffion vom lO. Mai L8lL und3l Mai ltzlL,
nebft Beledrung);

3j in allen Zeiträumen der tpphösen und IFaulfieber, der
Ruhr und der Schaafpocken;

4) bei der Wuthkrankheit;

-) bei vergiftctem VLeb;

6) bei längere Zeit mit Arzneimitteln behaftetem Vieh;

7) bei der Räude;

6) bei vorgeschrittener Lungenfeuche, wo AuSffuß auS Nase
«nd Maul mit allgemeiner Abmagerung -ugegen sind;

5) bei böheren Graden dcr Maul- und Klauenseuche;

10) bci Lungenfäule, Zehrfieber, Wassersucht, Markflüs-
sigkeit, Egelkrankheit, Drehkrankheit, Perlsucht, Finnen-
krankheit u. s. w., sobald daS Fleisch sein gesundcS appetitlicheS AnS-
sehen und seine Nahrhaftigkeit eingcbüßt hat.

Packtriigcr,

welche daS auSschlicßliche Recht haben, daS Gepäck der Reiscnden vom
Bahnhof in dle Gast« und Privathäuscr gegen eine sestgesevte Gebüyr
rit tranSportiren, sind auf Borschlag deS Gr. Ei'eubahnamtcS von Gr.
Oberamte verpflichtct und haben Caution von IM fl. geftellt: Karl Witt-
lingcr und Iohann Scheid.

2. Die Obliegcnhcit, daS Gepack dcr Rcisendcn von dcn Fnhrwerkcn
in daS Gepäckbureau zu vcrbringeu, bci'm Abwiegen und Dcrladcn Hilfe
-n lcistcn, habcn sie uncntgcldlich zu besorgcn.

3. Sie tragcn ciucn Schild mit dcr Uebrrschrist „Packträgcr", haben
auf Vcrlangcu die von der Gr. Dircction der BerkchrSanstalten aufge-
stclltc Packträgcrordnung den Reisenden vorzuzcigen unv sich jedcrzcit
höflich zu benchmen.

4. Darnach habcn sie sich leder Zudringlichkeit zu enthalten und ist
ihncn untersagt, Gasthäutcr zu empsehlen oder durch uuzeitige Bemerkun-
gen vom Besuche cincS folchen abznhalten- DaS Gcpäck haben sir ehne
Verzug Ln daS ihncu bczcichnetc G «st- odcr PrivathauS zu verbringen.

5. Für Vcrbringung dcS GepäckcS in die Wohnungen oder Gaft-
hoft, ebcnso fur daS Abholen auS dcnsclben, haben die Packträgcr anzu-
sprechcn: ») fur l Koffcr übcr l00 Pfund 12 kr. b) für l gcwöhnlichen
Koffer 6 kr. <) fur l Ncisesack allcin 4 kr. ck) für l Nei'esack und L
Hutschachtcl zusannucu 6 kr. c) für mehrcre kleinere Gcgenftande 6 kr.
f) für Stöckc, Regcn- und Sonncnschirme hat dcr Reifende NichtS -u
-ahlcn, sofcrn cr noch andcre Effccten mit trauSportiren läßt.

6. Bcschwcrdcn gegcn die Gepäckträger sind öci dem Borstande deS
Großh. Eiscnbabnamts vorzubringcn oder in daS vorhandene DcschwerdeN'
buch nicdcrzuschreiben.

Pflastcrgeldtarif.

L. Von jedem durckgchcnden Pfcrde, eS fei leer oder angespannt . 2 kr.

2. Fur eincn Ochscn, l öluh, l Kalb oder 1 Esel . . . L tr.

3. Für l Schaaf. l Schwein, l Ziege.'/» ke.

(Bürgcrmcistcramtl Vcrfügung vom L8. Dez. l807.)
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