Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1858 und 1859. — Heidelberg, 1858

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sür 2 und .2 Pcrsoucn, dcncn dasselbe gleichzcitig vorge-

zeigt wird, zusammcn. 4 kr.

. . für 4 und nichr Pcrsonen, denen daffelbe gleichzeitig vor-

gezeigt wird, für jede Pcrson . . . . l kr.

Dabci durfcn nur solche Personen, die über 10 Zahre alt ffnd, in
Berechnung gczogcn w.rdcn.

tErlaß der Gr Hofdonianenkammer vom 30. April 1852.)

Schloßgarten-Ordmmg.

1. Nicmand darf ausierhalb der Wegc gehcn, auf daS GraS, die
Felder oder sonstigcu Aulagcn treten, auch nicht die den Garten umgc-
benden Hecken überstcigen oder durchbrcchen; ebensowenig ist eS erlaubt

2. in dem ganzcn ttmfange der Gartenanlagen Lrgend etwas von

Blumen, Baumen, Sträuchern oder andern Gewächsen abzupstücken, ad-
-uschneiden oder abzuschlagen Wcr etwaS von Gewächsen oder Säme-
reien zu haben wünscht, hat ffch deßhald an die Borsteher deS GartenS
zu wenden. . 7.»

3. DaS Mitbringcn von Hunden ist bei Straie von 1 st. 30 kr un-
tcrsagt. Auönahme wird nur gemacht, weun solche an kurzer Lcinc uut'
gcfuhrt wcrdcn.

4. Iedc Beschädigung der Schloßruine oder der in den Gartcnan«
lagen beffnrlichen Tische, Bänke und Stühle, sowie daS Werfcn von
Thurincn und Mauern muß gänzlich unterbleiben.

5. Auch darf im ganzen Umfange dcS GartenS kein Schießgewehr
abgefeuert werden.

6. Die allgcmeine Polizeistundc gilt Ln den Sommermonaten auch
sür dic im Garten bcffndliche Wirtdsch.n't. Nach 10 Uhr AdendS kann
Niemand verlangen, durch daS große Gartenthor am Schloßberg auS-
ober cingclaffcn zu werden.

7. Dcr Schloßwirth darf zur SoliimcrSzcit wöckcntlich 4 Tage Mu-
ffk haltcn, übrigens dic Muffkantcn nur in der iinmittelbarcn Nähc dcr
Wirihschaft sammcln laffcn, so daß dic Spazicrgängcr dadurch in kcincr
Weise bclastigt wcrdcu.

8. Vou jedem Besucher deS GartcnS erwartct man, daß er nicht

nur kciner ttcbertretuiig dcr Bestimmimgen 1 6 ffch schuldig macht. son-

dcrn auch übirhaupt den gchörigcn Anstand beobachtcn wcrde, um w
mchr, als daS Publikum den Besuch dicseS PergniigungSorteS lcdiglich
dcr Gnade Sr. Königlichen Hodcit unscrcS durchlauchtigsten GroßbcrzoaS
verdankt Wcr dcmobngcachtct in cincm odcr dem andcrn FaUe cntgc-
gcnhandclt, hat cS ffch sclbst znzu'chrcibcn, wcnn er von dcm aufgcstcU»
tcn Gartcuwächtcr bei dcn Vchördcn zur Aiizcige gcbracht wird.

(Erlaß dcS Gr. ObcramtS und UttivcrsttätSanitS vom 15 Mai I8Z1,
vom 11. April 1855 und Vcrsugimg dcr Gr. Domänenverwaltuiig vom
17. April 1857.)

Schnl-Ordimugtn.

k. Bolk<tschule.

1. Kinder, welche zwischcn dcm 2.3. April dcS einen und dem 23.
April dcS audcrn JahreS ihr sechöteS LcbcnSiabr zurücklegcn, wcrdcn
schulpflichtig. Wegeu schwächttchcn körpcrS dcr Äinder odcr auS ähn*
lichcn Grundcn erthcilt bcr Schulvorftanb bcnsclbcu auf Nachsuchcn bcr
Eltcrn oder Vormnndcr auf l Iabr lang Nachffcht.

2 Vierzchn Tagc uach dcm Liedcranfang der Schulcn (nach Ostcrn)
hat dcr L.chrcr dcm Schttlvorstandc dic Anzcigc zu machcn, ob alle schu!-
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