Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1858 und 1859. — Heidelberg, 1858

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scllcn aufnehknen, vcrfall»« in eine vom Obcramtc zu erkenncnde Straie
von ä bis 3l» fl. und dic Aufnadme wird fur ungiltig erklart.

3. Nur auf Vorlage dieseö Zeugnilses und auf ^orlage der Urkunde
nder dic Aufnadme alö Gcsellc crdalten die zunk Besuchc der Gewerd.
fchule verpflichtcten Gcscllcn vvm Oberamte cin Wanderbuch au-geiiellt.

4. Gegen Lchrmciflcr, wclche ihre Vcrbindlichkcit, Lehriungcn ;um
Schulbcmche anztthallcn, nicht gehorig crfüttcn, hat das Oberamt nach
dcn Bcstimmungen dcr §§ N und tL dcr bochsten Vcrordnung vom tä.
Mai 1834, R -Bl. No 2ä, strafend einzuschreitcn

(8 a-8 dcr Ministerialvcrordnung v. Vov. ^840, N.-Bl. Vo. ö7.)

> Lcifcnsicdcr.

ist dcn Scifcnsicdern bci 10 fl. Strafe verboten, in der Zeit oori
Ostcrn biS MichaeiiS mit dcm Aussicdcn deS Unschlittö vor Abcndsk llhr
zu beginncn nnd cs nach 6 Uhr MorgenS vorznnchmen.

ObcramtSbeschluß vom 3l. Mai 1844 und 2ö. Iuni 1845.)

Strlißkn-Lrdimng. '

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I. Daö Auswcichcn der Chaisen, Wagcn nnd Fuhrwerke auf Stra«
sien und öffentlichcn Wcgen bctrcffend, ist durch Minrstcri rlerlaß vom30.
L?ezcmder 1834, Ro 13447 49, verordnct:

1. Zcder Kurschcr odcr Fubrmann muß sciu Fubrwcrk und Gc'chirr

so ciiigcrrchtet habcn, daß cr scine Pferdc odcr sonstigcri Zugtbicre ia

sciner Olewalt bat, uud immcr im Standc ist, sic grhorig zu leitcn.

2. Es ist dahcr ganzlich verbotcn, daß sich dcr Fnbrmann ») von

fcinem gnbrwtrke ciitiernt. odcr Ir l daß cr sich, obnc Zügcl und Lcitscile

in scincr Gcwalt zu baden, aui dcn Wagcn scyt und die Pfcrdc nur uut

dem Riisc odcr der Pcitsche leiten witt, noch « ) daß cr Lm Fabren fchlasr
und sich, nm jn schlafen, auf dcn Wagen legt und solchcn dcn angesp.uui-
ren Thicrcn preiogibt .

3. Das Iag.n und Ga.oppirrn, tas starke Klatschcn mit dcr Pcufche,
sowic auch das rasche Vorsahren, .bewiiders mit lccren Wagcn und derz
abwarts. ist vcrboten.

4. Wer nnt seincm Fubrwcrk auf ofseuer Straöe ftill balt, mn) cs
stcts w thun, daß cr seincii Wagen scitwartS dcr Straßc stcllr nnd oiuch
denselbcu dic Paffagc nicht grsperrt wird.

ö. ^cr in Stadtcn oder Örtschafren still halt und sich von scincin
Fnhrwcrke cntserttcn will, mnst ncbst dem, daß cr scinen Wagcn scirwarts
der Strasrc stellt. zuvor die Pferde an dcn Strongen losmachcn.

0. 4ltte Fubrwerkc obnc lltttcrschicd, seicn eo tijntcrwagcn, Cil.,
Pack« und Postwagcn, Priespostcn, Postsubrwerke, bcscple orcr im
Ceaisen, bcladcnc orcr lee.c Wagcn, die sich cin.mder ocgcgnen, inso ^rn
anders die Beschaffetthcil urid reirc dcs Wegeö solchcs geftattct. Mttw'i
gkgcneiliandcr znr Halr'te rcchts auSweicheu, d. h. rrchtS aus die Seue
dcr Straße odcr des Wcges cinkenkcn. Än>gck!ommrtt hicrvon smr:

7. die Gcsabrte Scittcr Köuiglichcn Hovcit deS Großberzogs »nd
allcr höchstcn furstlichcn Pcrsoncn dcS Großhcrzoglichcn HauscS, wclchcn
scdcS Z ihrwcrk nicht blos zur Halfte, sondcrn vollkommen rcchtS auS-
wcichcn muß.

8. Crlaubt der Plag daS AuSweichcn zur rccbtcn Seitc dcm Fur r-
werkc nicht, so muß diescS von dcm Airdern so gcschchcn. daß ohuc pur-
deruiß und Rachtbcil vorbeigesabrcn wcrdcn kann.

. 9. Lcrktt anch dicsco die Engc dcs WcgcS nicht, so mnß dcricncge.

wclchcr daS andcre Fuhrwcrk zucrst bcmcrkcn kann, an einem schicktlcheir
Pla.pe so lange haltcn, diS solchcS vorubergcfahren ift. Kutscher unr
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