Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1858 und 1859. — Heidelberg, 1858

Seite: 163
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1858/0165
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Htthrlktttt h§b,'n dahcr ftetS wachsam zn sein und sich in solchcn Wcgcn
durch Rnfcn odcr die Peinchc Zeichen zu geden.

10. Bcqcqncn sich Audrwcrke an einem Berge oder an einer fteilcn
Anböbe, so ift daii vl'iaunabrende jcdesmal zum AnSwcichcn gegcn dcn
Abhang vrrbunden, cS mag schwerer deladcn sein oder nicht

11. Zn einem Hodlwege, wo kein Zeichcn gegeden werdcn kann oder
keineS vernommcn würde, muß daö Fndrwerk, welcheS, wenn eS zurück-
kehrt, am nachften beim Anfang deS HoblwegeS sich besindet, zurnckfabren.

Erlaubt ader die Beschassenbeit deS HohlwegeS, daß ein Fudrwerk
aus dcn Rangcn gchobcn werden kann, so muß solchcS mit dem lcichtcrcn
vorgcnommcn wcrden, um daS schwerere vorüberzulassen, wobei die Zuhr»
leute sich wechselseitig einander zu untciftnpen vcrbunden sind.

12. DaS Reitcn und Kabren auf dcn Slraßenfußwegen ift verboten.

13. Wer diese Beftimmungen nicht 'beobachtct oocr dcnselben entgc-
szcnbandelt, zum Aufentbalt, Anfahren oder Umwerfen Anlaß gibt, ver-
sallt, anßer dem Crsah deS dem Beschädigtcn verursachten SchadcnS, in
eine dcn Umftanden angemeffcne Strafe von 30 kr. biS zu ä fl, wovon
dem Anzelger ein Drittheil alS Anzcigegenchr zufallt.

II. Um den nicht selten mit UnfaUen verbundenen Hemmnngcn in den
Straßen der bicsigcn Sradt, bcsondcrS an Frnchlmarkttagcn, thunlichft zu
begcgnen, versugen wir, mit Cinscharsung der bestehenden polizeilichen
Borschriften, FolgendeS:

. 1. CS dnrfeu wcdcr hiesige noch auSwärtige Fnbrwerke mit oder

obne Gci'pann unnötbigcrwcise in den Straßen und auf öffentlichen Plahen
aulgefteUt werden und anhalten, kcinensallS auf langere Zeit, an cngen
Stclten und obne Aussicht.

2. Dir Wiribc. und inSbesondcre dicicnigcn, welche in dcr Haupt-
ftraße und in dcr Rabc dcr Marktplasse wobnen, habcn sich die ersorder-
lichni Rcmiün zn ver'chaffcn. sollcn dic Fnbrwcrke in die Ncdcnftraßcn,
wo sie wcnigcr ftoren, bringcn lasscn, lmd dnrscn an Frnchtmarktlagctt
die Murktplape gar nicht, nnd dcn Play vor ihrcn Hanscrn nur in sol-
chcr Art hcunpcn, daß dic Passagc nicht zu scl r bccngt und die Nach-
darhauser nicht vcrspcrrt wcrden.

3. 5n der Stclngassc nnd andcrn engcn Straßen, dnrscn außer vov
übcrgcbend und zn dcn dringcndftcn Zweckcn, Fuhrwcrke vor dcn Han-
srrn nlcht anbalten, viclmchr sind svlchc auf den henachdartcn tauglichcn
Plahcn ansznftcllcn.

4. Da die Straßen an Fruchtm.wkttagcn lDienftagS) hanptsachlich
durch die Holzfnhren vcrspcrrt wcrdcn, so wird daS Abladen deS zn
Wasscr und Land cinkommcnden HolzcS an solchcn Tagcn bis Nachmit-
tagS 1 Uhr in dcr Hanptftraße, Stcin- nnd Ha'pclgasse bci Strasc snr
drn Fuhrmann sewobl, alS dcn Holzkaufcr, untcrmgt. Dic Holzsuhllc'lte
dürscn nicht in dcn Strasicn hcrunlfahrcn, sie haben viclmchr ihrc Wa-
gen nnten anr VudwigSplahe anszuftellen. Ferncr sol! daS abgeladcne
Holz. wenn eS nicht wglcicb untergehracht wird. so nabc an dcn Hauscrn
alS tdrmlich aufgescpt. dic Paffagc abcr nicinals qedcinmt wcrdcn. wofnr
die Fuhrlcnte und Holzmachcr, wie die läiqcnthnlncr. verannvortiich smd.

L. Urhrclretttngojallc wcrdcn mit Gctdbußcn von 30 kr. blS ä sl. gc-
ahndet.

:L. Zuglcich bringt man die bcftcbcndcn polizcilichen Vorschriftcn
wcgcn 3kechtSanSwcichcn. gcbörigcr Sperrc bri per Ncckarbriickc,
wegcn attzuschnetlcn FahrenS nnd Ncitcns und Verstellung
der Straßcn mit nicht dadin gchöriqcn Geqcnftandcn. und lnShesendere
daS Vcrbot in Crlirtttrimq, daß znv Nacbtzcit kclnr Waqcn rc., keincn-
fallS oine brcnnri.lc V'alernc »md AuShangung der Delchftl, auf tcc
loading ...