Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1860 und 1861. — Heidelberg, 1860

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der Milzbrand, der gelbe Knopf, dcr Zungenkrebs und Karbunkel-
kraukbeit oder Beuleuseuche des Rindviebs ;

das Nankkorn. das wilde Feuer, die Karbunkelkrankheit oder Beulen-
seuche, die bösartige Bräune oder Borstensäule der schweine, endlich

daS wilde Feuer, der Flug oder taS Geblüt der Schaase;

2) in allcn Zeiträumcn der Rinderpest odcr der Löserdürre svgl.
Erlast Großh. SanitätScommiffion vom lO. Mai 1815 und 3l. Mai 1815,
nebft Belebrung);

3) in allen Zeitreiumen der tpphösen und Faulfieber, der
Ruhr und der Schaaspocken;

4) bei der W u th kra n kh eit;

5) bei vergistetem Bieb;

6) bei längere Zeit mit Arzneimitteln bchastetem Vieh;

7) bei der Räude;

8) bei vorg eschrittener Lungenseuche, wo Aussiuß auS Nase
und Maul mit allgemeiner Abmagerung zugegeu st'nd;

9) bei böheren Graden dcr Maul- und Klauenseuche;

10) bei Lungenfäule, Zehrsieber, 2Lassersucht, Markflüs-
sigkeit, Cgelkr a n kh e il, Dreb kran kheit, Pcrlsuchk, Finuen-
krankheit u. s. w., sobald das Fleisch sein gesundes appctitliches Aus-
sehen und seine Nahrhastigkeit cingebüßt hat.

Pncktrüger,

welche das ausfchließliche Necht baben, das Gepäck der Rei''enden vom
Bahnhos in die «siast- und Privarbäuser gegen eine festgcseLte Gebühr
zu transportiren, stnd aui Borschlag deS Gr. Cistnbahnamies von Gr.
Oberamte verpflichtet und haben Eaucion von loo st. gestellt: Karl Witt«
linger und Zobann Scheid.

2. Die Dbliegenheit, das Gepäck der Rciscnden von dcn Fuhrwerken
in das Gepackbureau zu verbringen, bei'm Abwiegen und Verladen Hilfe
zu leiften, haben st'e unentgelelich zu besorgen.

3. Sie tragen einen Schild mit der lleberschrift,,Packträger", haben
auf Nerlangen die von der Gr. Direetion der Bkrkehrsanstalten aufge-
ftellte Packrrägcrordnung den Reisenden vorzuzcigen und st'ch jcderzeit
hoflich ;u benehmcn.

4. Darnach haben ste st'ch seder Zudringlichkeit zu enthalten und ift
ihncn nntersagt, Gasthauscr zu cmchseblen oder durch unzeitigc Bemerkun-
gen vom Besuche eines solchen abzubalten. Das ivcpack haben ste ohne
Vcrzug in das ibncn bezeichnete G st- oder Privathaus zu verbringen.

5>. Fiir Verbringung dcs Gcpäckes in die Wohnungen oder Gaft-
böse, cbenso sür das Abbolcn aus rensclben, haben die Packträger anzu-
sprechcn: snr I Koffer über >00 Pfund 12 kr. l») für 1 gewöhnlichen

Koffer 6 kr. < I snr I Rcisesack allcin 4 kr. st) für l Reiwsack und 1
Hutschachtel znsammen 0 kr. ^,) tür mehrcre kleinere Gegenstände 6 kr.
s) snr Stöcke, Regen- nnd Sonneni'chirme yat der Neisende Nichts zu
zahleu. sosern er noch andcre Cffecten mit transportiren läßt-

0. Beschwerdcn gegcn die Gepäckträger st'nd bei dem Vorstande des
Großh. Cisenbalmamts vorznbringen oder in das vorhaudene Beschwerken-
buch niederzuschreiben.

Pflastcrgl'ldtarif.

1. Pon jedeiu durchgehenden Pserde, es sei leer oder angespannt . 2 kr.
2- Für ewen Ochseu, ! äluh, l Kald oder l Esel . . . 1 kr.

3. Für l Schaaf. i Schwcin, 1 Ziege.'/, kr.

i Bürgcrmcistcramtl. Periiigimg vom 18. Dcz. 1607.)
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