Einwohner=Verzeichniß der Stadt Heidelberg nebst Angabe ihrer Wohnungen und Gewerbe in alphabetischer Ordnung für 1860 und 1861. — Heidelberg, 1860

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fiir 2 liiid 8 Personcn, oelien danoide gleichzcikig oorgc-

zeigt ivird. zlisoiinnett. 4 kr.

fiir 4 imd mehr Personen, denen dasselbe gleichzeitig vor-

gezeigt wird, fiir l'eke Persou.l kr.

Dnbei dürfen ii.ir solche Personen, die iiber 10 Inbre alt suid, ui
Berechnung gezogen werdcn.

(Erlaß der Gr. Hofdomäneiikaimner vom 80. April 1852.)

Schloßgnrten-Ordnnnsi.

1. Niemand darf anßerhalb der Wege gehen, anf das GraS, die
Feldcr oder sonstigen plnlagen treten, anch nicht die den Garten umge-
dendcn Hecken überitcigcn oder dnrchbrechen k ebensowenig ist es erlanik

2. in vem ganzcn Nmiange der Gartenanlagen irgend etwao von
Blumen, Baumen, Strauchern oder andern Gewächsen abziipflucken, ab-
zuschneiden oder abzu'chlagcn. Wer ccwao von Gewächsen oder Samer
reien zu haden wiinicht, hal sich deßhalv an die Borstebcr ded Gartens
zu weuden.

8. DaS Mitbringcu von Hunden ist bei ^iraie von 1 fl. uo kr. un-
tersagt. Auo-iahme wird nur aemacht, wcnn wlche an kurzer 2cine mit-
gcfndrt wcroeu.

4. chcdc Beschädigung der Schloßruine odcr dcr in den Gartenan-
lagen beftndlichen T.i'chc, Banke und Stnble, i'owie das Werfen von
Tl-urmcn und Maucrn muft ganzlich nnterblciveii.

5. Auch darf im ganzen Unssange dcä Gartcnl kein Sclftcügcwel'r
abgeseuert ivcrden.

6. Die allgemeinc Polizeistunde gilt in den Sommcrmonatcn auch
für die im Garren besindliche Wiribschait. Nach 10 Uhr Abendo kann
Niemand verlangen, durch das große Gartciithor am Lchloßberg ann-
oder eingclasseu zn werden.

7. Der Schloßwirrh darc ;ur Sommcrbzcil wöchentlich 4 Tagc Mn-
sik halten, üdrigens die Mnft'kanten nnr in der nnniittclbaren Nähc dcr
Wirthschait sammeln lasien, so daß die Spazicrgänger dadurch in kciner
Weise belässigt werden.

8. Von jedem Lwsucher deS GarlcnS erwartet man, daß er mcht
nnr keiner Uebertrctmig der Bkstimniungen I 6 ssch schuldig macht. son-
dern auch übcrhanpt dcn geborig-n Anftand bevdachtcn werde, nm w
mehr, als das Publiknm den Bcsnch dieies Pergnügungsortes lcdiglich
der Gnade Sr. Köntglichen Hodeit »nfercs durchlaiichrigstcn Großherzogs
verdankt. Wer dcmohngeachrct in cmcm odcr ocm andern FaUe entgc-
genhandelt, hat es ssch sclbst znzuschreiben, wcnn cr von dem aissgestcil-
tcn Gartenwächter bci den Bcdorden znr Anzeige gcbracht wird.

(Erlaß des Gr. Oberamts nnd Universitätsamts vom 15. Mai 1644.
vom II. April 1855 mid Bernignng der Gr. Domänenverwaltung vom
17. April 1857.)

Gchul-Ordmmgcn.

1. Volkssctmle.

1. Kinder, welchc zwischen dem 23. April des einen und dem 23.
April des andern Jahres ihr sechstes B'benssahr zurücklegen, werden
schulpsiichtig. Wegen schwächlichen Äörvcrs der Kinder oder aus äbn«
lichcn Gründen ertheilt der Schulvorstand dcnselben auf Nachsucheu der
Elrern oder Pormünder aiss l Fabr lang Nachsicht.

2 Vierzehn Tage nach dem Wiederansang der Schulen (nach Ostern)
hat der Lehrer dem Schulvorstande dic Anzeige zu machen, ob alle schnl«
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