Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

Seite: Anhang_002
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1884/0195
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
2

DienstLoten, Geselen, Sehilfen, Lehrlinge, Pfleglinge und die vvn dev
Vieter anfgenommenen tzchlafleute, Nftermietrr vnd deren Nngehdrige. >,.!
»eit nlle diese Personen mit dem Mieter gugleich ein- vder
nngziehen, ß

derßckrt; M

ld. vs« dem Mieter bezüglich iedeg Cin- oder Nnsznßs der mit ihm wohnendev
tdMmilienangehörigen, Dienfldoten. tzesellen. tzehilfen, Lehrlinge, Psteglinze,
Nftermieter, tzchlaftente, »elcher mit seiner eigenen Wohnnngßvrr«
gndernng nicht Lnsnmmensüllt. j

Kinder «nter vterrehn Zahren ldnnen anher Vetracht dleiden. 1

FLr ftde Person ifl die Nnzeige gns eine desonderr Jmpresse z« schreiben. N«r
dei Meldnnhen, die flch a«s ein Kamilienhaupt deziehen, ß-nnen Ehefrauen und Kinder
nns daß gleiche Vlatt geschrieden »erden. rl

rtßpolizeidehdrde alphadetisch nach dem Namen d«

ß IL Zeder, in Vezng a«s defsen Person vder Nngeddrige nach Vorschrift diefn
Verordnnng eine Meldnna erflattet »erden mnh, ifl verdnnoen, den z«r Meldnng Ver»
pflichtete« aßle znr vorschriftgmithigen ErfNUnng ersorderlichen Nngaden z« machen.

Die Impresse« zn den Korm«larien und 8. »erden a«s dem Pahdureau «nrnd
ggß^ich emgegehen.

v. vle Arher»«ch»ß öer »«> Pri»tprrs.»n> ,e.r» «»tarli i« Vfltßt

ßeßthnlk» Li»örr tzrtr. ^

«t,i^»»li»ilich» ».chtzrift »«« S0.-»,i 1881. (8 98» »<« V.^ir..«»!..«.) >

I 1. Ver Kinder «nter 7 Iahren, »elche don Privatpersonen in Pstege aegedm.
»erden, aege« Entgeld in Pflege nehmen »ill, hat »ar der Nusnahme unter Vorlaße
der den Personenftand der Kinder seflflellenden Urkunden die Genehmigung der Ortß-
»alizeidehllrde tziez« einzuholen. Diese »e«ehmi-«ng »ird n«r erteilt, wenn dcr Pflegtt
vezllglich seineß Lenmnndß, seiner Famitien-, tznoerdß-, Wohnungg» «nd soiütigen Ver-
dllltnisse die tzarantie dasür dietet, dah dem Kinde dei ihm die ndtige Pflege «tz
Ullrsorge z« Leil »ird.

> 2. Nendert der Pfleger seinen V-Hnptz -der seine Vohnung, oder «ird daß z
Pflegeverhllltnih Vurch den Nod de» Kindeß oder durch deflen tzntlaflung a«g der Pflegt
gusgeLoben, s- hat er dieg dinnen acht Tagen der Ortßrolizeidehdrde anzuzeigen.

L. Die Ortspolizeideh-rde verlLhigt pch von Zeit zu Zeit üder da« Vesindea
de» Pfleglingß «nd die Nrt seiner Ndrvartung, veranlaht die sosortige Nbstellung etwaiger
MihflSnde «nd zieht geeignetensallr die rrteilte Oenehmi-ung wieder zurück.

> 4. Die Pfle>er sind verpflichtet, den VezirfsrLten, den Mitgliedern der Nrmew

dehdrde, der OrtgpolizeidehLrde «nd den von ihr deauftragten Personen jederzeit dea
Futritt z« der Wohnung de» Pfie-esinde» zu gelvShren «nd jede gesorderte Auzlunst
z« erteilrn. *

> L. Ueder die in der Scmcinde gegen (^ntgeld m Privatpstege gegebenen Kinder
«nter 7 Jahren hat die OrtSpolizeidehvrde ein verzeichnih nach einem vom Bjirl»air»t
tesi^usiellenden tzchema z« stthren «nd jeweils aus lb. Januar und 15. Juli e,ne Ab«
schnft hieoon dem Veürkßamte vorzulegen.

> tt. N«s die Krndee, welche deim Znsrafttreten dicser Vorjchrist von Privatper«
sonen-egen Entgeld bereitß in Berpstegung gegeben sind, sindet diejelbe mit der Maß-
aade Nnwenduna, dah die betr. Psteger binnen vier Wochen vor- und Zunamen, St'
durtßort sowie Geburtßzeit deß Pstegclinde«. den Namen der Eltern deßftlden und dea
Vetrag deß Pftegegeldeß der OrtßpolizeibehLrde anzuzeigen baden.

> 7. Pfteger. welche den Veftimmunaen diejer Vorschrist zuwiderhandeln, werdca
an tzeld diß z« 50 Mk. oder mit tzaft biß zu acht Lagen beftraft.

6. vir Schlirß«»g tzrr Woh»««grn znr Nachyrit drtr.

Ortßpolizeiliche Vorschrist vom Iv. Acbruar 1860. l> 57, Zifl. 2. P.'Ltr.'Kes.'B.)

Jeder Hau-ein-ang muh wührend der Nacht von 11 Uhr an geschlossen sein. -
Uedertretungen werden an tzeld biß z« 10 Mart beprast.
loading ...