Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

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v. Ftftsrtzmlg -rr polhriftun-k.

Die Polizeiftunde sür Hcidelberg ift aus 12 Uhr nacht- seftgesetzt. (OrlSpolizei-
liche Vorschrijt vom 20. Mär) 1877. A llOi» P «StrH.»V.)

L. Potyrilichr Anflicht iibrr >ir H««-r lirtr.

1. Vttirk-poliieil. Vorschrift v. 26. Nov. 1866. tz 103 P.-Ltr-Ges.-V. (Mit

Giltigkeit sür den ganzen Vezirk):

Alle Hunde Hröfterer Olattung nnt Ausnahme der Jagd- »nd Hühner-
hunde, sowte der «schäserhunde, dürsen nur mit einem vorschristdmähiaen Maulko.d
versehen auf die Stragen, in die Wirtschastälokalc und an andere -sjentliche Orte
aebracht werden.

tt. Mit Giltigkeit sür heidelberg, Schlierbach und Neuenheim.

1. Vezirkspolizeiliche VoHchrist vom 26. Fedruar 1878.

E§ ift verboten, Hunde (gleichgültiß welcherSr-he «nd Sattung)
ohne wohlbefcftigten, da< Ve,ßen verhindernden Maulkarb herumlauseu zu tassen

2. OrtSpozeiliche Vorschlist sür Heidelberg v. 26. gebruar 1878, sür Aeuenheim
v. 10. März 1878.

Wer Huilde (ebensall» ohne Nücksicht aus Gr-He und Gat«
tung) in -fsentliche Wirtschasten mitdringt, wird an Seld bi» zu
20 Mk. beftrast.

Da» verbot unter 11. 1 und 2 erftreikt sich aus die genannten Orte, s a-
weit die bewohnten Häuser reichen undtoweit diese nicht
ganz außer ^usammenhang mit -em Ortaetter ftehen.
Außerhalb dlese» Teil» von Heidelberg, Hchlierbach und Neuenheim
(also inSbesondele auch bezüglich der Motkenkur, de» Speyerer Has»,
de» Koh 1 hos» und de» W o l s» d ru n n e n «) sindet ^ift. 1. Anwendung.
ttl. V e r o rd n u n a v o m 11. Mai 1876. (g 89 P.-Ltr.-01es..V )

ft 1. Alle an -ftentlichen Orten besindliche, Ubcr sechs Wochen alte Hunde müssen
am Halse eine mindesten» drei Oentimeter im Durchnlejjer große, den Wohnort de»
Vetttzers angebende Marke von Mejsing oder Mejsingblech tragen. v» genügt, wenn
aus dcr Marke die Ansangsbuchftaben der Gemeinde und de» Amtßbezirk» soweit an-
gegeben werden, daß Verwcchslungen anSgeschlossen bleiben. Die Marke soll am Hal»-
baild hängen, darl also aus da« letztcre nicht vollställdig ausgenietet werden.

8 2 Hulldc, welche nicht die volgeschritbene Marke tragen, werden — vorbehaltlich
ber Beftrasung der Vesitzer cingejangcn und, wenn sie bi« zum Ablause de» zweiten
svlgendcn Tagc» nicht von dcm Vesil;er unter Vorzeigen dcr Quittung ttber die an die
Gcmcittdckassc gelcistcte ^ahlung einer t^cbühr von zwci Mark abgcholt werdcn, get-tct.
Tic Auslüjuttgögcbührett sind zur Dcckung der ttoften sttr die Ausbewahrung und Ver-
pftegullg drr gesattgentn tzundc und zu Velohliungen sür da« mit dem Vollzug der
Vcrordnnng betraute AusslchtG'Pelsonal, welche» sür da« Oinjangen jede« Hunde»
Pjennig erhält, zu verwenden.

8 3. Hunde, welche ohne Ausjicht außcrhalb der Ortjchajten umherltreisen, konnen
von der Gcndarmerie, den Feld- «nd Waldhütern sojort getotet lverden.

k'. vn« 0a-k« i« Utckar iirtr.

OrtSpolizeiliche Vorschrist vom 2. Juli 1877. (K 75. P.-Ltr..(^es. V.)

Da» Vadcn im osscnen Neckar lüng« dc« OrleS Lchlicrbach und der Stadt Heidel.
berg mit odcr ohne Vcglcitung eille« Fahrzeuge» ift zruv innerhalb der durch Psähle
übgegrenzten Badeplätze,

u. unterhalb de» Vi»marckplatze» beim sogenannten Marderhäuschen und
b. oberhalb der Goos'schen Mühle

und w«r unter den, durch die Warnungstajeln seftgcftellten Vejchränkungen geftattet.
^uwiderhandlungen werden an 0»eld bi» zu 10 Mark bcftrajt.

0. Vaa ortrrlrn vo« Eisflächr« brlr.

Lrt»poli;ki'.ich« Porlchrisl v»m 2". strbruar 1X7-',.

8 1. Wer -sjcntlich dnrch die ^titungcn, durch Anjchläge oder durch Ausfttttcn
bon Vällkcn, Aegcll der (rivjlächc uild clhalichc Vclanftallungcn da» Publikum zum
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