Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

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§ 1L. -eil der Lelchente-Lngnisse.

Nle Veertiß««-en s-llen in der Negel moraen» nicht nach 9 Uhr und ateahß
i» Vi»ter «kcht »or 8 Uhr, im Sommer mcht vor L Uhr stattsinden.

A«r NachtzeU dürfe« VeßrLdniffe «ur mit ErlaubniL der Uriedhos-kommisfioa^
homie mit hesoaderer polizeilicher Senehmi-un- vor-enommen roerden.


-17. Leichenha«-.

Da die Stadt «och lkei« al-erneine- Leichenha«- desttzt, so hat da- alademishe
Kra»-e«ha«- die Venütz««- triner Leichenlapele in lol-ender Weise -eftattet.

Salle e- »M der Kamilie -emünscht merden, so tann die Leiche in diese A«
peNe, sodald die erste Leichenscha« voraenommen ist, -edracht »erden.

Zn dieselde Kapele »erden a«ch ale Leichen verdracht, »enn deren Entserrma-
a»s de« Vterdeha«se a«- sanitLt-polrzeilichen GrLnden -edoten ist.

N«--eschlossen stnd daoon Leichen, dnrch »elche eine Nnstecknn- der Vewohner de»
Krankeaha«se- z« deslrchte« »Lre, namentlich an Vlattern oder an Lholera Verstordeae.
2« der aenanntrn Kapele ftndet die -eei-nete Ve»ach»n- drr Leiche statt. Die Veerdi-
-««-aeschieht dan« »o« dieser Kapele a»-.

Die a« einer der oden -enannten -rankheiten Verstordenen »erden sodald al-
«rd-lick nach ein-etretenem Tode in die Kapelle a«s dem all-emeine«
Urieohose -edracht, «« »on dort a«- deerdiat z« »erden.

Der rran-port der Leiche in eine der driden Kapellen dars in der Neael i«
So««er de- «or-en- «icht nach 7 Uhr «nd adend- nicht vor 7 Uhr, im Winter
«ar-en- «icht nach S Uhr «nd adend- nicht »or 4 Uhr stattsinden.

U. UriedtzOfs-vrPmmO.

I 29. Die «nmitteldare Aasstcht Ider den Uriedhos slhrt der daz« destelle nad
»erpsnchtete Uriedhof-a«sseher «ach der sür ihn seU-ese-ten Dienst»eis«n-, den Rnord«
n««-en desselden a«s dem Uriedhofe hat da- der Uriedhos-lommisfion unter-edene Per»

sonal «udedin-t Uol-e z« leisten.
üssen

Lhne Vonoissen de- Uriedhos-ausseher- dars «icht- »om Friedhose hin»e--enommen,
hera«--eschafft oder hinein-etra-en »erden.

> 29. Die GrLder idnnen aus Verlan-en der An-ehdri-en slr die in der Tap
ord«««- destimmte Velohn««- d«rch drn Kriedhos-ausseher mit Vlumen und Sträuchern,
»icht ader «üt rremenoeiden oder anderem Gehdlze desetzt werden. «nd derselbe hat st«
«« die a«-e-edem Taxe. »enn ed -ewünscht wird. in -utem 8«ftande zu erhalten.
5die Nn-ehdri-eu de- Doten dürsen deffen Grabftütte auch selbst depflanzell unter Vee
ausfichti-un- de- Uriedhos-ausseher-, daffelde auch durch einen Gärtner thun laffe»
««ter der Vedin-««-, dad dieseiden ale Verantwortungen üdernehmen und der Gürtner
««ter N«sficht de- Uriedhof-ausseher- ardeitet. Glaubt er fich den Nnordnun-en diese-
«icht süaen i« Vnnen, so hat er sofort die Arbeit etnrupelen «nd seine Vcschwerdr vor
de« Vorsttzenve« der ^iedhosakommisfio« w drinaen. Den sich ergedenden Schutt habrn
die Veteill-te« nach Venehmen mit dem yriedhos-aufsehrr we-rLumen z« laffcn.

ff 39. A«f dem stLdtische« Uriedhos tann die Veerdi-un- von alen Berstorbenen
ohne Nücksicht a«s deren Kontession stattfinden.

st 31. Kein Grad dars var Verst«, vo« 28 Iahren wieder -edsfnet werden. wen«
«icht slr eine« einzelnen Ual a«s Untra- der Uriedhof-kommisfion «nter Ve-utachtun-
de- Veprk-arzte- da- Gro-H. Vezirkßamt desondere Erlaudni- daz« erteilt.

Dw Veisetz««- einer zweiten Leiche in einem Kaus-rabe vor ad-elausenrr
Umarad««--periadeist «nzulLsfi- «nd stndet eine Uu-nahme nur sür Leichea
»o« Kinder« i« Nter »on «icht Ider et« 2-hr statt.

rz ««m vt« Letche »O« «r«e aeH-Mt »eeve« tft,

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ßedranch. tntzdetandere fttr Rrante «nentbetzrttch tft,

» «e«« dte Betetttßte« ««4 tonfttge« rrhedttchen ^ründen et«e «dtür.««« der Zett verlangen.
Z« den Källe« Htfter L. » ««d « tft dia Veerdta««a ntcht ,or Ndra«t »»« do «tunden. «nd t«
BaLe »«« Ztfter » mcht «or 46 Gt««de« t«tt «tn-etretenem rode ftatthatt. .

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