Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

Seite: Anhang_012
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Vti desonderkn VerhLltnijsen pnd Ausnahmen, jckoch nur mit Genehmigung der^
VckUpolizeibehLrde, gestatlel.

j llt. Un der Lonne muß ein Uederlausrvhrchen angebracht sein, durch welchch^
die Ntttfigleit in ein daneben stehendeL Ueberlausbecken abfliebcn kann, wenn die Tonne
LbnBoll sein sollte.

Damit keine Verstopfnng deL Xöhrchen» stattfinde, mnß in der Tonne an der tztell«,'
»o do» RLHrchen angeschraubt vird, ein tzeiher angebracht sein. ^

ll N. Kllr jede- Haus müffcn die nLtiaen Vechseltonnen vorbanden sein.

» 1L N« jeder Tonne muß die tztraße nnd Nnmmer dell Hause», zu welche»
ste GehLrt, deuttich mit Oelfarbe angestrichen sein

st 13. Die Tonne muß an einem solchen Ort znm Gebrauche ausgepellt sein, dot
... - - - ^

ste leecht entsernt »nd mit der Vechseltonne vertauscht merden tann. Dcr Voden, a«s
welchem die Tonne steht, muß gut cementirt sein

ß 14. Vird al» Tonnenraum die biLherige Abtrittarube benützt, so ist diese sorg-
sllltig z« rllnmen «nd zu reinigen, an zweckmäßiger Dtelle eine kleine tztiege »ad
««herdem eine Vorrichtung (Nolle) anzubringen, Vvelche die leichte Herausnahme d«
abzusührenden Tonne ermLglicht.

s 15. Zede neue Tonneneinrichtung m«ß vor der Venützung von dem amtlichen
Gachverstllndigen befichtigt «nd genehmigt werden.

s 1S. Un tztelle der beweglichen Tonnen ist auch die Uufstellung der sog. Pump«
tannen gestattet.

Die Pnmptonne muß au» verzinktem oder aus beiden tzeiten mit Oelsarbe ange»
strichene« tzisenblech gesertigt sein. Tie Uusstellung hat in einem Naume zu geschehen,
der so gros ist, das dw Tonne von allen tzeiten umgangen wrrden kann ; der Voden
biese» Naume» «uß gut eementirt sein. Die Tonne ist «nt einem Mannloche und mit
ei«m tzntleerungßrohrr z« versehe«. Letztere» ist lustdicht in die Tonne einzulaffen «nd
«ns bi» a«s den Veden derselben reichen.

U« obere« tznde -iese» Nohre» ift ein Gewinde anzubringen» an da» der tzchlauch
der tzntleer«ng»p«mpe angeschraubt werden kann.

Am UebrißM finden die ss 7, 8, 10 «. 15 dirser Vorschrist auch aus die Punip-
tonnen Unwendnng.

v. AbtrMe «ach be« tzr«be»stzße«.

». Vorschristen sür Neuanlagen.

s 17. Ubtrittgruben stnd außerhalb der GebLudegrundflLche, abseit» der tztraße,
von den Gnrndmauer« de» GebLude» getrmnt «nd mindeften» 8 Meler von Vrunnem
schachtm, Vrunnenstuben und von den zum Hause nicht gehLrigen Wafferleitung»rLhren,
sowie 1.80 Mtr. von der Nachbargrenze entsernt anzulegen.

Die tzntsemnng von der Nachbar»grenze wird von der Znnmseite drr Grube an
gemesten

Vo eine genaue tzrsüllung dieser Vorschristm Lrtlicher verhültniffe wegen nitzt
stattfinden kann, find die Gruben nach dm besonderm Unordnungen der Vaupolizei«
behLrde herzustellm.

tz 18. Jede Grube muß nach allen Teiten ihre eigenen Mauern erhalten, welche
bei Verwmdung von Vruchsieinen 0,45Meter, bei Verwendung von Backsteinen mindestenS
N,, Normalftein (25 cm lang, 6^ en» dick, 12 cm breit) ftark sein und mit Cement
oder hydraulischem MLrtel -cmauert wcrden müffei».

tzerner pnd die Gruben im Jnnern mit einer mindesten» 0.12 Meter starken Vack-
stemwand in tzement gemauert in der Weise zu verlleiden, daß zwischen beiden Mauern
ein 2 cm breiter Awischenraum bleibt, welcher mit tzement au»zugiegen ist.

s 10. Der Voden der Grube must au» einer 18 cm dicken Vetonschichte hergestellt
toerdcn. aus welche sodann ein Vacksteinboden in tzement zu legen ist.

Der Vodm der Grube muß von allen Teiten gegen die Entleerungßvertiefung hin
GesLll haben Letztcrc muß 30 em weit «nd rbenso tief scin, sowie stch unmittelbar
«nter der Einsteige-ffnun- befinden

s 20. Ied« Grube muß mit einem mit Cement gemauerten 25 em starkcm GewLlbe
llberwLlbt werden.

s 21. Ter Bodcn der Grube. die vicr VandflLchen und da» GcivLlbe stl»d mit
einem geglLtteten 1>,cm ftarken tzrmentverputze zu verschen.


8 22.

I» (.Hnslkigcöfsnung d»r Giubc ip cnlwebrr mit cincr Ttcin- oder mit
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