Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

Seite: Anhang_016
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M«s»mmela, pird verpsiichtel, »lle diese Abfälle in der Aeit vom I. April bir 30. tzep»
ßember tä-lich, i« ber Jeit vo« 1. Oktober bir 30. März mindestenr zweimal in h«
Woche barch Äbsuhr vokständi- n«r der Stadt nach dem städtischen Wasenplatze tzer»
brin-en z« lassen.

Die Abla-erun- in den Nbtrittgruben ist «ntersagt.

§ L. Die Abfuhr m«t bir spätestenr vonaitta-r 7 Uhr «nd in der Zeit tzo»
L. Ottober bis 30 März je am Mittwoch «nd Samsta- beendi-t sein.

8« diese» Aeiteu »ird die re-elmäßi-e -ontrole dnrch die Polizeimannschast n*
fol-m.

G 3. Se-e« Z«»iderbandelade »ird die soforti-e Nbfnhr der Stosse a«t ih«
Kosten an-e^rdnet «nd a«-erde« Strafe a« Seld bir z« 60 Mark oder aa Hast bit
z« l4 Ta-en erkannt Mrdea.

I. v«» »«« Ach»ti«t« tzetr.

Vrttpvli^ilich. «orschrift ». 7. «tr, 1878.

> l. Dar Halten voa Schmeiaen innerhalb der Stadt ist n«r pestattet, »en«
hiez« -enü-e«der Ra«m vorhanden, der F«hbode« der Schmeinstakr, so»re dessen nächste
Um-eb«n- vollkommen masserdicht her-estellt, d. i. cementirt. arphaltirt, oder mit Te>
«eentfn-«a- -epsiastert, oder -eplattet, eine «it dem Schweinstall durch eine Ninm
»erbnndene »asierdichle Srnbe z«r Aufnahme der Urinr «nd Aurspülwasierr vorhanden,
«nd stetr für entsprechende Neinlichteit »nd deu nbti-en Lustz«- aesorat ist.

> 2. Um in einem Ha«se oder tzose mehr alr zwei Schweme halten z« dvrfen,
ist außerdem ia jedem einzelnen Falle die Senehmignn- der Polizeibehbrde erforderlich.

Dieselbe kann inbbesondere schon «it Nückficht a«s die La-e der tzauser in einer
bestimmte« Strahe versagt und für den Fall, dah sich Vel-sti-«n-en sür d»e Nachbarschast
er-eben, jederzeit »iderrnsen »erden.

> 3. Uebertret«n-en »erden an Seld bir z« 60 Mark oder mit tzast bir z« l4
»a-m bestrast.

Hl.«. IV. Fe«er» ««d B«»tz«lizei.

-r. Ft»trl-sch»r-»««s

»»« 9. «Lr, 1888.

> l. Wer den Aurbnrch einer Feuerr oder Anzeichen einer solchen wahrnimmt.
hat — sosern nicht der in g 2 vorgcschene Fall vorliegt — sogleich Feuerlärm z«
machen; die Vewohner deß tzauser, in welchem Aeuer aubgebrochen, find hierzu, bci
Vermeiden strenger Vestrafung, besonder- verpfiichtet.

> 2. Wenn in einem Kamin Feuer entstanden ift, so ift kein Feuerlärm zu
«achen; er habe« jedoch die Vewohner der betresienden tzauser «nverzüglich den -amin«
feger herbeiz«r«sen «nd der Polizeibehbrde von dem Vrandsalle Anreige z« erllatten.

g 3. Lobald Feaerlärm entfteht, haben die Slbckner an der tzerliggeiftkirche «nd
an der Providenzkirche mit dem Lturmläuten z« beginnen und da»se!be so lange sort-
zusetzen, bir ihnen seitenr der VolizcibehL^de der Vesehl zum Einstellen zugeht.

Der Turmwächter an der Heiliggeistkirche hat nach der Seite hin, wo der Vrand
ist, bei Tage eine Fahne, bei Aacht eme Laterne auszustecken.

g 4. Vei Autzbruch eiaer Vrander r«r Nachtzeit ist die Direttion deb ftädtischen
Sarwerk« vnPfiichtet, albbald die Stadt beleuchten zu laffen «nd einen tüchtigen Werk-
führer mit einem Sehilsen mit den nbtigen Seräten versehen rur Vrandstätte zu schicken.

g 5. Aus den erllen Feuerlärm hat die Polizeinrannschaft sogleich den Großh.
Amtsvorftand, den Nespizienten der Vezirksamtb, den Oberbürgermeifter. die beiden
Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr, den Stadtbaumeifter und die Kasernen-
»ache zu benachrichtigen.

g 6. Vi< zum Eintresien der freiwilligen Feuerwehr, Welche bet alle» Vka»ds
käve» zunLchst die LLsch- und «ettuu-smanufchafteu ftellt, haben die
tzausdewohner mir dc, z« ihrer Hilse herbeieilenden Personen alles auszuwcnden, «M
das Feuer zu lösu)en oder desicn Au4breitung zu verhindern.

g 7. Tie Anordnung und Leitung der Ldschmaßregeln fteht dem Gr. Amtßvor-
stande, bez«. seinem Ltcllvertretcr zu, welchem hierbei der Lberbürgenneifter, der Stadt-
baumeiftcr, jowie der Uottnnandant der sreiwilligen Feuerwehr beratend zur Seite stehen.
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