Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

Seite: Anhang_024
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1884/0217
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
facsimile
2^

Da- Nnbnngen don bchildern und andern GegenpLnden an den HLusern in glcichn
tz-he mit den stLdtischen Ga-laternen ijt untersagt. E» ist nur geftattet in einer H-He ^
d»n 8 F«b ttber den Gehwegen «nd nnt einem Vorsprunge von hvchsten» 2 Kutz gegen '
die btrahen oder ösfentlichen PlLtze. Da» Anbrinaen von bonnendLchern dars nur i»
emer HLHe von 7>/, Fuß vom Trottoir bi» )um Nahrnen gemessen und auf die Vmtr
gleich oerjenige» de» Trvttoir», beriehungsweise von L Fvß an denjenigen Etellen, w,
da» Trottoir breiter ist, geschehen.

st LL. Alle Lapfuhren. wie z. V. tzolz-, Laub- «nd Heufuhren, Mbbeltran»vort-
»Lgea «. dgl. haben die Ha«ptllraße da. wo sie zunLchst durch eine britengaffe auf dic ^
Awiager-, beminar- «nd Plbckstraße gelangcn kdnnen, al»bald z« verlaffen «nd letztge- j
»annte btrahen z« besahren, soweit die» rückfichtlich de» Veftimmung-orte» de» tzuhr- ^
»erte» in der btadt tbnnlich ist. Zulammengebundene WLgen dürftn nur in der ^
Neift durch die btadt fahren, daß die Deichsel de» zweitm entweder abgenommen odrr j
«nter den erstea Vagen gefthoben ift. Alle Heu- «nd btrvhwLgen, welche von und j
«ach dem Henmartt fahren, dürfen ihren Weg nicht dnrch d»e fthr steile verlLngerte ^
ßroDe Mantelgasft zwischen den HLuftrn de» Kausmann Nupprecht «nd Stadtrat Hoff- ^
«reister nehmen. »ven tzührern von Lastfuhren, in»besondere auch von Kallsteinsuhren,
Mlche an» der Rohrbacherstraße kommen «nd nach der Verghe»merstraße vder durch t
letztere nach einer anderen btraße fahren woven, ist «ntersagt, bei dieftm Anlaß die »
Raiftr- sow»r die Rbmerstraße z« beaützen/

st SL». Da» tzahren der Droschken und Privat-Equipagen dnrch die Plvckstraie
ist verboten. a«»genvmmen, »enn die Plbckstraße selbst, d»e Theaterstraße vder tzricdrich-
strasft da» Aiel der tzahrt ist. tzür tzahrten von «nd nach dem Vahnhose dars nur
die Hauptstrasft oder der Weg über die Anlage bi» z«r Peter»kirche und durch die
Grabengasft bmützt »erden. ^

ß LLd. Die Wage« der Vierbrauer «nd Hrachtfuhrleute, sowie überhaupt alle ^
Waaen, »elche nicht a«s tzedem rnhen, haben in der Etadt langsam und nicht im
Lrabe z« sahrrn.

> SLe. Gteinwagen, Mlche geladen den Alingenteichweg oder bchloßweg hcrab'
sabren, «üffe« stet» von zwei MLnnern begleitet ftin, von denen der eine bei den
Pserven, der andere an der Vremft stch auszuhalten hat. Vei Uebertretungen »vcrdcn
sowohl vft Vesitzer der bteinlvagen, al» die Kührer derftlben bcstrast.

ß LLck. E» »st «ntersagt, den alten bchlohberg mit Droschken oder tzuhr«
»erle« z« befahren, sosern nicht eine» dcr anpoßenden Hüuftr ftlbft der Ausgangs«
over tzielpunlt der Fahrt ist. Da» rasche Fahren aus dcr neucn und alten Schlob-
bergstraßc ist verboten.

ß LLe. Da» tzahren durch die Sandgaffe ift nur in der Richtung von der Haupt-
strahe nach der PlvckÜrabe» nicht aber umgclehrt gestattet.

ß S6. Da» Ansahren z«m Theater hat in der Wcift z« geschehcn, dah nicht in
der Theaterstrahe umgervcndet wird. Veim Abholen haben sich die Wagen obcrhalb
de» Theater» auszvstcllen n»,d dvrftn erst dann vorsahren, wenn da» Publikurn sich zum
grohen Teil entsernt hat, wclchen Zeitpunkt dcr dienstthuendc Polizeidiencr bezcicht'cn
wird. Vei Vüllcn, Aonzerten. Versammlungcn u. dgl. hal>cn sich die Fahrendcn bc»
züglich de» An- «nd Abfahren» nach den von der Polizei getrofsencn besondcrcn Anord'
««ngen z« richten.

ß S7. Die Anfsteüung von tzuhrwerlen auf der Hauptstrahe in ihrcr ganzen
A«»dehnung ist verboten. Um jedoch den an der Hauptstrake wohnenden Wirten bcim
manaelnden Raum im Jnncrn »hrer HLuftr die Mvglichkcit der Ausnahme von Freniden
mit tzuhrrverken nicht zu verschliehen, »verden solgcnde Plähc zum Ausstcllen der Wagcn
gestattet: die btrahe zwischen dcm Gasthau» zun» tzis. Arcuz u»»d dcn» Aarl-plahc, jcne
nvischen de« Schupp'schen Hauft und Aarlßplatz und dic Aarlsstrafc, wosür zur
Mehzeit der obere Teil der letzteren nebst der Plankcngasse bcnutzt wtrdcn kann; scrncr
die Hirschftrahe, die derlLngerte Jngrimftrahe, von» Prinz Fricdrich bis zur llniversltüt»
nvtigensall» auch die zwischcn dem Muftnm und der Univcrsilät-bibliothck befindliche
Strahe und endlich dcr Ludwigsplatz nächst dcm Haltcplat; sür die Droschkcn. Die
Holzfuhren» in»beso»»dcre auch die Wellcnsuhrcn, dürscn nicht in dcr Stadt hcrurn«
fahren, fie habcn vielmehr ihre Wagcn aus dem eben bezeichnctkn Tcile dcs Ludwigs-
plaüc» auszustcllen. Len Vcsitzern dcr zunächst der h. Gcislkirche gclcgc»»cn Wirls-
HLuftr ift auch gestattct, die bci ihnen einkthrcnden Fuhnocrke aus dcn» Platze vor dcr
loading ...