Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

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0. Vt» vrrk«»fLl««k>, Odk ««- Lackware« auf Ltraßr«

««- äffe«Mchr» Plährn brtr.

Örtrpoli-eiliche Borschrift vom 21. Septembcr 1879.

U«f Gr»«d deß tz S66 Ziffer 19 X.-btr.«Gef.''V. wird daS Feilbieten von Blumen. ^
Obft nnd V«ckwaren «uf den Strahen «nd kffentlichen PlStzen durch Kinder unter
14 Iahren verboten. Eltern «nd Vormünder pnd für Uebertretungcn dicscs Berbotr
d«rch ihre Einder mit verantwortlich.


L. vir La«alisatia« ärr Staät Hridrldrrz drtr.

ÖrtLpolizeiliche Vorschrist vom 29. Lktober 1873.

1. I« «len Strahen der Stadt Heidelberg. in denen ftädtische -anäle sich be»
pnden, ift die Versentung oder oberirdische Ableitung de» Waffer- der Haushaltungen,
Klchen «nd Fabriten, fowie de» Abflusse» der ftädtischen Vafferleitung und de» Regen«
wafferß verbvten. In den Strahen, wo erft künftig Aanäle erbaut werden, tritt dat
ßleiche Verbot von der Zeit ihrer Venützbarleit an in Kraft.

ß 2. Dagegen ift jeder von dem Verbote de» ß 1 betroffene HauLbesitzcr berechtigt.
«achdem er 8 Tage zuvor dem Gemeinderate Unzeige gemacht hat, den betressenden
-a«al mittelft einer Zweigleitung z« benützen gegen Entrichtung eines einmalihcn Vei«
trag» z» lE« Herftellungr* «nd Unterhaltungßlosten. welcher von dcm Gememderate ^
«ach besonderr z« beftimmenden Grundsätzen feftgeftellt werden wird. Sämtliche llostea
der Iweiglanalr hat der Hausbefitzer z« tragen.

I S. Uebertretungen der ft 1 werde« a« Geld bir zu 1L9 Marl oder mit Hast ^
beftraft. Voll^ugrverordnung vom 4. Mai 1874: 1

1) Für mejenigen Vewohner der Stadt, a«r deren tzäusern oder sonstigem liegen«
sch«stl,chem Vefitztume jetzt schon Zweigleitungen in die ftädtischen Kanäle sühren, tritt
d«r Verbot de» g 1 der ort-polizcilichen vorschrift alrbald in Kraft.

2) Diejenigen Vewohner. deren Häuser rc. an ftädtischen Kanälen liegen, aber bit
jetzt noch nicht durch Zweigleitung mit denselbcn vcrbunden sind, erhalten zu dicsem
Zwecke nne einjährige Frift von heute ab; nach Ublauf dieser grift findet das erwähnte
Verbot auch «us fie Unwendung.

3) Ein Verzelchnir der Strasten und Straßenecken, in welchen fich zur Ieit städtische
-«nälc befinden, liegt in der -anzlei »ur yinficht «us.

4) Der nach 8 2 der ortrpolizcillchen Vorschritt sür die Venvtzung dcr ftädtischen
-änäle zu entrichtende einmalige Veitrag wird auf 8 Ml. 60 Psg. sür den lausenden
Meter der Länge deä Vefitztumr nach der Straste hin sestgesetzt; dieser Vetrag ist auch
da, wo eine -analftrecke von beiden Sciten benützt wird, von jedem Ungrenzer zu ent-
richten.

k'. V«« Utivigtn der privatkaniiik drtr.

Eine demnächft erscheinende vrtspolizeiliche Vorschrist «ird die bezügl. Vestimmunge«
enthalten, auf welche Urt und Wcise sämtliche Privatkanäle der Stadt durch die städt.
-analseger gereinigt «nd die -often hiersür durch die Stadtlaffc von den bctr. Hau»*
befitzern nach Mastgabe ihres Häuserfteuer--apitalr erhoben werden.

6. vle Nrivhaltnnz der Schlammsammlrr drtr.

Örtßpolizeiliche Vorschrist vom 2. September 1876.

8 1. Dar Ublagern von Strafienlehricht, Unrat, Staub, Schutt und Ubsällen
jeder Art in die ftädtischen -analeinläufe und Schlammsamn,lcr ist untcrsagt.

8 2. Uebertrctungen werden an Geld bir zu 69 Marl oder mit Hast bir zu
14 Tagen beftrast.

N. Vir Handhablmz drr Strakrnpoli^ri im Lridtlbrrgtr Stadtwald

Ortspolizeillche Vorschrist vom 23. Oktober 1880.

8 1. Er ift verboten, a«s Wegen Fuhrwerle fiatt durch Anwendung eincS Rad-
schuhs oder einer MUckc. rauh zu tperren.

K 2. Das Fahren, 9tcitcn und Viehtrciben aus Fuß-, sowie aus 0>ehwegen ift untersagt.
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