Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

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j 3. Da- Verunreinigcn der Wege, freien Plätze, Schutzhäuschen sowic der an
Vegeu ausgeftelltcn Tische und Bänke ift verboten.

tz 4. Uebertretungen der 1 und 2 werden gemäft ß 366 10 N.-St.-O.'V.
a« Geld bir -u 60 Mark oder mit Hast biS -u 14 Tagen, Uebcrtretungen de- § 3
ge«Lt j 129 P.-St -G.-B. mit gleicher Strafe geahndet.

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Sla-twaldrs brtr.

OrtSpolizeiliche Borschrift vom 20. Januar 1883.

j 1. Nlle Wagen, mit wilchen au- den Steinbrüchen oder au- dem Etadtwalde
Mauerftrine abgesührt werden sollen, müssen mit geschloftenen Kaften versehen sein, wclche
aicht länger al- 3,60 Mcter find und mit Einschlich der Leiterbäume die H-He von
0,60 Meter nicht Überfteigen. Der Wagenkaften muß «nten eine lichte Write von

0. 60 Meter «nd oben eine solche von 0,90 Meter haben.

-2. Die Nädcr der Eteinwagen müffeli annähernd vorn 1,OL Meter, hinten
l^O Meter HSHe haben. Die Reise dcrselbcn dürsen nicht «nter 12 Centimeter breit sein.

ft 3. T^a- (hcwicht der Ladung eine- Wagen- dars 80 Oentner nicht üderfteigen,
die Abfuhr von 27 Kubikmetcr (einer badischen Kubikrutej Manerfteine darnach nicht
iu weniger al- 10 Wagenladungen ersolgen.

ft 4. Bei allen Steinfuhren sind zwei sog. Mücken anzuwenden »nd ift da- Nauh-
sperren und da- Anlegen eine- Radschuh- untersagt. Die Stcinsuhrcn sind ftet- von
zwei Männern zu begleiten, von welchcn der eine die Pserde z« beausfichtigen, der an-
dere die Mücken zu bcdienen hat.

ft L. Bei den Holzfuhrwerkcn «nd Fuhrwerken anderer Art ift da- Rauhsperren
unterlagt, dagegen die Anwendung eines RadschuhS geftattet

ft 6. Vorftehende Bestimmungen treten bezüglich der Breite der Aäder mit dem

1. Aanuar 1885, im Uebrigen mit dcm Tage der Veröffentlichung dicscr ortspolizeitichen
Vorschrift in Krast.

ß 7. Uebertretungen werden aus Grund des ß 366, Ziff. 10 R.'St.'G.-V. an Geld
bi- zu 60 Mark oder mit Haft bi- zu 14 Tagen beftraft.

X. Schloßgartrn Vrdnnng.

Ort-polizeiliche Vorschrist vom 29. November 1880.
ß 1. Vcrbotcn ift:

1) Da- Hausieren mit Warcn jedcr Art, in-besondere da-Feilbieten von Blumcn,
Backwarcn, Obst u. dgl.;

2) Da- Tragen schwerer Lasten, al- Holz und Gra-bÜndel;

3l Da- Fahren mit Schubkarren;

4) Da- Wersen mit Steinen;

5) Ta- Kahren und Reitcn, mit Au-nahine dc- WegeS vom Gartenthor ani
Schloßbcrg bis in den innercn Schloßhos, aus welchem im Schritt gesahren und
geritten werden darf.

8 2. Verboten ist serner:

1) DaS Betrcten dcr AascnplLtze und Pflanzengruppcn, da- Nebcrfteigcn nnd
Turchbrechen der Einsriedigungen, das AbpfiÜcken, Lo-reiftcn, Abschncideu oder Ab-
schlagcn, sowie das (^nlwcnden von Gartcnsrüchtcn, Blumcn, Pflanzen und Hwcigen.

2j Das Verunrcinigen von Gebäudcn, Gartcnanlagen, Wcgen, Vrunncn. Tischcn
und Bänkcn.

3) Da- ^rklettern der Ruinen.

ft 3. Auf dem Vurgweg darf nicht gefahren werden; dagegen ift da- Reiten aus
Kseln oder Pferden bis dahin. wo der Weg nach der Karlsschanze und nach dcm Frie-
senberg sich teilt, geftattct.

Tie lccrgehenden Ticre sind in langsameni Schritt zu sühren. Die von den Tieren
hcrrtthrenden Vcrunrcinigttngen deS Wcges mttssen soglcich bcscitigt wcrdcn.
ß 4. Hundc sind ini ganzcn Schlosrbczirk an Inrzcr Lcine zu sühren.

8 L. Vezttglich dcr Polrzciftunde in der Schloßrcstauration jow»e bczüglich dcs
Mitnchmens von Hunden in diejc Wirtjchaft gcltcn die aUgemcrnen potlzcitichctt Vor-
jchristcn.
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