Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

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MuUzett Aßerh««Pt ««r «« He« für den Vieh««rtt heßimmte« Platz bei den so-en. ^
WGßjM WHattet. 4

ß D«s Bieh iß »ithrend des Mnrkte- s«W«hl, «lL »Lhrend de- Tran-porte- i
U«ter «etz-riae Untücht r« tte-en. -

ß S. D-nttliche- ein«ebrachte Schlnchttzieh «ntz pch in schlachtsthigem Zustande 1
destnden. -r«n-e «nd «icht i« schlachtfLhißem Austande defindliche Tiere, so»ie unreise ^
<Lder »erden, fafern deren Anrückweisunp in die Heimat nicht sür -eboten erachtet
»ird, sosart der stLdtischen Kreibant über»«sen. Wisjentliche- Einbrin-en kranken Vieheß -
«nterlie-t der Ln ß Sv de- P -Str.S.-V. an-edr«hten Strafe «n Seld bi- zu 150 Mark -
«ber «n Haft bi- zu S Wachen. ^

ß 7. Die Marktbestcher habe« de« Anardnnn-e« de- Vür-ermeisteramte-, bez». '
de- Vezirk-tierarzte- «der desten Stellvertreter sofort F«l-e zu leisten. ^

ß 8. Uebertretnnaen dieser v«rschriste« »erde« nach Mah-abe der ßß69 und
14-, Aisser 6 der Ge»er«e«rdnnn- mit Seldbuhe bi- z« 30 Mark nnd im i
Galle de- UndermL-en- mit tzast bi- zu acht Ta-en bestraft.

V. Mirl-Vkrtzßltiissr.

»«frtz, »t« Nrcht»»rrtz»u«iff« tz«r Dte»fftz»tr« tzrtr,

««« 3. Febrnar 1808.

eine

L 1. Der Vertra« z»ische« dem Dienstbatm «nd der Dienstherrschaft, »odurch der
leil znr Leistun- HLn-ltcher «der l«nd»irtschaftlicher DLenste »Lhrend eine- lLnaerea

VeLtrnnm-, der «ndere Leil zur Aahluntz eine- bestimmten Lahne-, s«»ie zur Leistun-
eine- an-e«esse«ea Unterhalt- stch «erpstrchtet, Lst derbindlich «b-eschlosten, sobald vber
die Art der z« übermh«enden Dienste i« all-emeine« «nd über de« Vetra- de- Dirnft-
k«hn- Eini-un- erf«l-t ist. Z«s«sern der -nhalt de- «b-eschl«ssenen Vertra-e- nicht
«bmeichende Vestimmnn-en ftstsetzt, richte» Üch die Xechtr und Verbindlichkriten der
Vertr«--perLonen nach de« fol-enden vorschriften.

ß ll. D« ELnhLndi-nntz «nd Annahme eine- tzast-elde- -ilt «l- ein Vewei- de-
«b-etchl«ssenen Vertr««e-. Elnseiti-e Iurück-nbe «der Ueberlastun« de- Hastgelde- lbst
de« Vertra- nicht ans. Da- de« Dienstbaten etwa -e-ebene tz«ft-eld »ird aus den

ß 8. Für die z« HL«-lichen Dienste« -emieteten Dienstbote« beginnt die Dienft-
-eit «m ll. Weihn«cht-t«-, ll. Oüert«-, Zohanni-ta-, Michaeli-ta- und dauert bi- zu
«e« ft»eil- «Lchstsol-enden dieser Ta-e. Vei der Miete zu Dienstleiftungen in der
L«nd»Lttsch«kt tzüt der Vertr«- für ein Zahr abaeschlosten und be-innt am ll Weih-
«acht-ta-. DatUlbe -ilt bei den Dienstboten, »elche »»«hl zu landwirtschastlichen al-
z« HL«-lichen Diensten -emietet »erden. Vei dem Sedin-e monatlicher Zahlung -ilt
dee Vertraaans die Daner eine- Monat- -eschlossen.

ß 4. Der vertra-, »ekcher bei den auf ein Zahr stemieteten Dienstboten nicht ftch-
Wochen, bei den «uf ein Vierteljnhr -emiettten nicht d»r Wochen «der bei monat-weift
-emieteten Dienstboten nicht dierzehn T«-e dor Ablauf der Dienftzeit -ekttndigt wird,
Lst «l- für die Gkftdlich unterstellte D«uer der Dienstzeit stillschweigend erneuert anzufthen.

ß L. Die vörschnste« der ßß 3 «nd 4 finden keine Anwenduna, wenn abweichende
VeÜimmu«-e« dnrch Ott--ebra«ch hergebracht pnd und desten Veftehen durch einen
Veschluh de- Semeinderat- festgestellt. und Lssentlich bekannt -emacht wurde.

ß 0. Dienstboten haben stch allen, ihre« ArLften und dem Inhalte de- Dienft-
dettr«-e- entsprechenden Verrichtuntze« n«ch Anordnuna der Dienftherrschast zu unter-
-Lehen und stch der Ordnun- de- tzause- j« «nterwersen. Die Dienstbote« pnd nicht
berechtigt, pch i« den ihnen auf-ttra-ene« vernchtungen vertreten zu lasftn. Sie müsten,
ftlbst »en« ste nur zu tzeroisten Dienften antzenommen stnd, nöti-ensall- und vorüber-
-ehend auch anderweite ihren verhLltnisten nrcht «nan-emestene Verrichtungen nach An-
«rdnung der Dienstherrschast übernehmen. Für Schaden, »elchen der Dienftbote der
tzerrschaft zu-efü-t, hat er nach Mahgabe der allgemttnen landrechtlichen Vrftimmungen
über Schadenrrsatzpflicht Ersatz zu lriften.

-7. Die Dienftherrschast ift verpftichtet zur Leiftun- de- Lohne- und Unterhalt-
de- Dimftboten Ln Aoft und Wohnung, wie solche sür Dienftdoten der -leichen Att
üblich stnd. — Die Nu-bezahlun- de- Lohne- ersolgt am Ende der Dienftzeit. Wird
nach Ablaus der Dienpzeit der vertrag sortgefttzt, so darf die Zahlung der Hälste de-
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