Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1884 — Heidelberg, 1884

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schlietkch Februar nicht angenommen, enttassen werden oder austreten, so erhöht fich
H«k EntschL-imen- auf -en vierten Teil -e- Jahreßlohne».

D 17. Bei monatweise vermietetem Gefin-e beläuft pch -ie Entschä-igvng auf -e>
Vetrim -e» Lohne» für einen halben Monat.

D 18. Sawohl -en Dienpherren al» -en Dienstboten bleibt in -en tzällen -er vor-
her-etzen-e» DD vorbehalten, ernen HLHeren Scha-en -erichtlich -elten- )« machen.

D 19. Ver einen Dienstboten, -er «nbefugter Weise -en Dienst nicht angetretm
bat O-er «nbefu-ter Weise au» -em Dienfte auSgetreten ift, wiffentlich vor Bereinigung
bkmer srützer eingegangenen Berbin-lichleiten in ein neue» DienftverhältniS ausnimmt,
««» v»» -e« beschä-igten Dienftherrn gerichtlich zum Ersatz -e» -urch -en VertragS«
tzr»ch e»tst»»-enen Scha-en», soweit solcher nachgewresen wir-, angebalten «er-en.

DLV. I« Streitigkeiten zwischen Dienstboten «n- Dienftherrschaft ist -ie Taz-
ßatzrt z»r Bertzan-lun- über -ie Klage mit thunlichster Beschleunigung abruhalten ^

Stabel. Jolly.

6. Vr«schkr»-Drt»«»ß fiir tik St»U Heitklhrrg.

Ort»polircUiliche Vorschrist vom 2. Jarmar 1880.

Die

Läßsatzrt -arf n»r einmal un- »nter -er BorauSsetzung, -atz ein unabwendbare» tzin- ^
-er«i» aa-rfbtzrt «n- bescheinigt sei, verlegt werden. Die vollftreckung -e» Urteil» wrrd, ^
»»geachtet eiagelealer NechtSmittel, bei SicherheitSleiftung ohne Nufschub vollzogen.

e» z» karlSratze i« Unjerem StaatSministerium, -en 8. Februar 1868.

Uriedrich.

Auf Sr. kbnial. tzoheit tzöchste» Befehl:
Schreiber.

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D 1. Ver felbstän-i- fkr ei-ene Nechnun- o-er al» Gehilse Droschken zu Je-er-
Man«» Gebraach an -ffentlichen Orten in hiefiger Stadt aufftellen will, tzat hievon -em ^
Bezirt»a«te Nnzeige z« erstatten. <D 3 -er V.-V. z. G .O.j' Zulaffun- zum Gewerbe-
betrieb ist allea Denieni-en z« versa-en, in -eren Verhalten un- persvnlichen BerhSlt'
»iffe» be-rlla-ete Besorgni» zu fin-en ift, -aß ste -iesen Gewerbebetrieb zur Gesährdung
-er »ffenttiche« Sicherheit «nd Ordnun- mißbrauchen wer-en tß 4 Nbs.2 der V.-B. z. G.O >.

D ll. Die Droschken «rüffen mit 2 Pfcr-en bespannt sein. Die Pser-e müffen hin«
reichead stark sei», anftän-i- anäsehen «n- ficher gehen; anch müffen pe -leich wie -a»
Geschirr rrinlich-etzalten wer-en.

D 3. Die a«fzustellen-en Wagen mvffcn solid gebaut, von -efälligem Neußern und
beq«em sein. Die Vaaentritte müffen so beschaffen sein, -aß -aS Einsteigen unbe-
fchwerlich ist, auch mug -er Wagenschlag von innen gebstnet wer-en können. Ferner
müffe« -ie Vagen sauder lackiert, mit gutem, nicht gefiicktem Lederzeug, im Jnnern mit
reinem AuSjchlage und mit guter Polfterung versehen sein, auch immer reinlich -ehalten
wer-en. Ie-er Wagen rnuh mit seiner Bespannung im Berhältni» ftehen. UebrigenS
tbnnen die Vagen von verschiedener Vauart sein. E» kann jedoch kein Wagen. -effen
Form mit -em Zweck -er hiefigen Droschkenfuhrwerke nach hiesigen Lokalitäten in Wider-
spruch fiän-e, z»gelaffen werden. Etwaigen Mängeln an Wagen oder Geschirr ift un-
verzüglrch abzuhetsen. Alljährltch stndet nach Anordnuna -er Poli;eibehkrde aus koften
-er Vefitzer erne Befichtigung sämtlicher Droschken un- Droschkenpfcrde ftatt.

D 4. Die Droschken mvffen an -er Nückwand mit arabischen Ziffern weiß oder
rot und an -ea Laternen mit arabischen Aiffcrn rot bezeichnet sein. Die Rummern
teilt -a» BezirkSamt zu.

D L. Die Droschkenführer müffen mindeften» 18 Jahre alk, -e» FahrenS und -er
Orrtlichkeiten kundig sein; pe müffen ftet» nüchtern srin, jcdermann höslich und
anftän-i- -e-e-nen «nd fich -enau an -ie Taxordnung kalten.

Fn einzelnen Fällen kann da» Vezirksamt auf -en Antrag -eS StadtratS von -em
vorgeschriebenen Alter dispenfieren. Die Kutscher -ttrsen bei besetzterDroschke
nicht rauchen, pch nicht mit den Fahrenden in eine Unterhaltung einlaffen, wodurch
ihre Aufmerksamkeit vom Fuhrwerk adgelenkt wird, und ihre Zügeln niemal» -iesen
überlaffen. Auch -ürsen fie fich von ihrem Fuhrwerk nicht entsernen. Es liegt ihnen
-ie Pfticht ob, nach jeder Fahrt -en Wagen zu -urchiuchen und etwa -arin gelaffene
Gegenftände alSbald bei -er Polizeibehdrde abzuliefern. Sie haben im Tienst stetS
-ie von -er Polizeibehörde vorgcschriebene Tienslkleidung zn tragen. Tieselbe bestebt in
einem -unkelblauen Nock mit rotem Kragen un- zwei Neihen gelber Metallknvpse, sowte
in einem runden jchwarzen Lederhut mit -cr Rummer -er betreffen-en Trvschke in Reufilber.
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