Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1886 — Heidelberg, 1886

Seite: 185
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Ariwcisrt»»g

znr Brmibiiiisi dcr Ternsprecheinrichtnngen.

A l! gcineiil c B e m e r t u n g e 11.

Tie Beiiiiiziiiig dcr Iernsprcchvermittclniig steht de» Teiliieliiiicr» i» dc» Tage-i?'
sliiiideii im Sommer vo» 7 ttlir, im Winter von ^ lllir morgeiie' die'!» Illn obeudo srci.

Im gegeiiseitiqcii Iiiteresse sämtlicher Bcteiligte» ist es driiigeiid erivüiiicht, die
der Beiiichinig dcr verloiigieii BerPiildiiiige» möglichst abzuttivzeii.

Beim Riiheil der titorrespoildeilz musj der lose Ieriisprecher i» dem aiis- der Border-
seite des (hehüiises hervortretendcil Haken hängeii, lveil iiur iinter dieser Bediiiqimg der
Wecker in Ttiütigkcit treten kann.

Während stattsindeiider Uriterhaltung siud '>»"> Hören beidc ,Ter»sprecher — soivohl
der lose als der nnr mit seiner Schallöffniiiig ans der Borderlvand dec' tffehänses hervor-
ragcnde -- gleichzeitig zn bemchcn, maii hört so mit beiden Shreii; beim Torlgcbe» ciner
Mitteiliing Ivnd der eiuc I-ernsprecher am Shr behallcn, während man gegc» die Sclial!-
öffnnng dcS andereii T-ernsprechers spricht.

8» einer gnte» Bcrständlgnng ist kein sehr lantee, wohl abcr ci» deiitliches iiud nicht
zn langsamcs Sprechcn erforderlich. Tie Schallöffniing dec' I-crnsprechcis iff dabei nicht
niimittelbar gegen den Mnnd zn legcn, sondern etwa 'i ttentinieter davon entsernt
zn halten.

Während starkcr Äeivitter wird empsohlen, das Sprechen mögliel,st a»s dringendc
,vällc zn beschränken.

Im Intcressc ciner schnellen nnd sicheren Bedieiliing der Teilnehmcr dnrch die Ber-
mittclnngsanstalt wird den Teilnehmern die genane Beachtnng dcr nachfolgenden Bn
ordnnngeii dringend empfohlen.

I. Teilnchmer ^X wiinscht mit Tcilnehiner I! zn sprcchen.

In diesem Iwecke weckt .V znnächst die Bcrmittelnngsanstalt, indcin er eiiimal lnrzc
Ieil gegen den an der Borderseite dcs I-ernsprechgehänses bcsindlicheii Wccktnopf drnckt;
hleranf hebt er den Fernsprechcr vom Haken, hält ihn behnfs Entgegeniiahme dcr Mil-
leilnng mit der Schallöffnnng gegen das cine Sbr nnd lcgt glcichzeitig das anderc Shr
gcgen dic Schallöffnnng dcS andercn I-ernsprechers.

Dic Bermittelnngsanstalt antwortet: „Hier Bmt".

X iicnnt hieranf der Bermittclnngsanstalt dnrch Hiiieinsprcchcn in den cinen Iern-
sprccher die Nnmmer nnd dcn Namen des Teilnehmcrs li, z. B.: „Nninmer drei <Nr. von
tt in der Teilnehmerliste,, ^öwenstein."

Dic Anstalt gibt znri'ick: „Bitte rnfeii." Dder sie sagt: „Schon besept, bitle nach
Minnten nochmals rnfen." In letztercm Ialle erwidert V: „Berstanden" nnd hängl
den Fernsprccher wieder in den Haken.

Auf die Meldnng: „Bitte rnfen", drnckt V nochmals den Weeklnops, jcpt abcr ctwa
tt bis 4 Seknnden lang; währcnd des .(ttiopfdrnckcns behält er den Tcrnsprccher am Dln.
Nachdcm die Gegenmeldniig : „Hier tt. wer dort C" eingegangc» iff, beginnt V dic ttnter-
haltnng mit: „Hier.X." Es empsichlt sich, den Abschlns; der einzelnen Mitteilnngen,
Iragen x. dnrch: „Bitte Antwort" bezw. dnrch „Lchlns;" zn bezcichnen. Der B»rnf —
das Drncken anf den Weckknopf — darf während einer angefangenen ttnterhalliing nicht
wiederholt werden.

liiann eine bcgonncnc ttnterrednng nicht iiiinnterbrochen zn ttnde gcführt werde»,
so mns; dcr Teilnchmer, welcher noch weitere Mitteilnngen erwartct, den Iernsprecher
am Ohr behalten. llm bcim ttintritt längerer Panscn in der ttnterhaltnng die Gesamtheit
der Teilnehmer in Benntznng der vorhandenc» Tffitnngen nicht zn beschränken. gicbt X,
d. h. der Teilnehmer, wclcher znerst angernfen hat, das Schlnffzeichen; bchnfs Iort-
sclznng des Gesprächs ist die Bermittelliiigsanffalt von ch'eiiei» zn wecken.

Nach Beendigttng der Untcrhaltiiiig hängen bcide Teilnchmer den Icrnsprcelier
iviedcr an dcn Hakcn; demnächst gicbt /X dcr Berliiittclniigsanffalt von dcr Beendignng
dnrch das Schlnffzeichcn Äen»tilis.

'jn dem,'jwcck dri'ickt .X dreimal hintereinander, jcdcsmal jcdoch nnr knrze ,'jeit
lang, den Wcckknopf nicder. Inr Erzielniig eines gcrcgclten Betriebcs ist dic Abgabc
dicfes Schlnffzeichens nnbedingt notwendig.

Wird nnmittclbar nach Schlnff ciner Unterrednng dic Berbindiing mit cinem
andercn Tcilnchmer gewnnscht, so ist znnächff immer das Schlnffzeichen zu geben und
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