Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1886 — Heidelberg, 1886

Seite: 186
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darauf zur Vcrhimiuq vou Mißvcrstäuduissc», jcdoch erst uach Berlaus eiuigcr Zcit,
cliva uach eiucr halbeu Minutc — dic VermittelungHaustalt zu weckcu.

Wird eiu Teiluehmer iu Mauuheim zu sprechcu gcwuuscht, so ist aus die crstc wie
gewöhulich ersolgeude Autwort des Vcrmittelungsamts iu .veidclberg: „Hier Amt" uicht
der Name deS Teiluehmer<>, soudcrn „Mauuheim" zu ueuueu, hierauf dcr Fcrnsprccher
am Ohr zu behaltcu, bissich das Vermitteluugsamt in Mauuheim mit „Hier Mauuheim",
ivas beliebt^" meldet uud dicsem die Nummer uud dcr Vame des gewüuschtcn Teil-
uehmers zu ucnuett.

Jm Uebrigen ist das Versahren dasselbe wie vorhcr.

II. Tciluehmer R wird geweckt.

Sobald dcr Weckcr ertout, hebt 8 deu Fernsprecher vom Hakeu, hält ihu gegcn das
Ohr uud meldct: „Hier 6, wer dort?" (Äuf keincn F-all darf lt durch Truckeu des
Weckknopfes, also mittels der clcktrischeu Klingcl seiue Bereitschaft zur (sinpfaugnahme
ciner Mitteiluug zu erkeuueu geben.)

Hierauf ueuut seiueu Nameu (siehe unter I.) und beginut die Uuterhnltung.

III. Zur Bestcllung ciuer Nachricht durch die Vcrmittclu ugSauslalt

wcckt dcr betreffeude Teiluchmer dic Anstalt, wie uuter I. augegcbcu und sagt: „(5rsuche
zu schreibcu": uachdcm die Austalt mit „Bittc bringcn" gcautwortct hat, diktiert cr die
Machricht und bezeichnet die Befördcruugsart durch „mit Post" ials Brics odcr Postkartc),
„durch Eilbotcu" oder „alS Telegramm".

Es empfiehlt sich, hiebei deutlich und nicht zu rasch zu sprccheu, sowie in passeudeu
Zwischeuräumcn und am Schluß dcr Sätze klciuc Pauseu zn macheu, um dem auf-
»chmcudeu Beamteu Zeit zur Niederschrift zu geben.

Bemerku ugcu.

1- Jcder Beteiligte erhült cinen Abdruck dieses Vcrzeichuisses; die Namcn neu hinzu-
treteudcr Personcn werden sämtlichen Bcteiligteu sosort mitgcteilt.

2) Iedem an der Ferilsprcch-Anlage Bcteiligtcn wird eine, dic Auschlußlcitttng bc-
zeichueude Nummer zugeteilt. Sind in die betreffcnde Leituug Zwischeu-Sprechstcllei«
dcsselbeu TcilnehmcrS ciugeschaltct, so wird in dem Verzcichnisse unter ru die Endstclle
uud lliiter l>. bezw. e. die erste bezw. die zweilc Zwischenstellc kcuutlich gemacht. Hat ciu
ulld derselbc Teilttchmer mehrere ^eitungell. so erhält jede derselben eine besondcrc
Nilmmcr. Behufs schneller Erlcdigung der an das Vermittelungsamt gestellten Anfor-
derungen ist es zweckmäßig, die Bcslimmungen in dcr auf der lctztcn Scitc abgedruckteil
„Auweisnug für dic Bcnulzuug der Fcrnsprccheiurichtuugen" gcnau zu beachteu.

3» Die Ferusprcch-Anlagen stchen den Beteiligten täglich in den Stttttdeu von 8 llhr
vormittags — im Sommer von 7 Uhr — bis !> Uhr abends zur Vcrfügung.

4) Im gegenseitigeu Iutcresse sämtlichcr Beteiligten ist cS dringeud crwünscht, die
Zeit der Beuutzung jcder einzelncn der verlangteu Verbindung möglichst abzukürzen.

3) Die Teilnehmer, bei deren Anschlttßnummcr sich in der Spalte Bemerkunaen cin
Mhm befindet, sind zur uneiligcschräliktcn Benutzuug dcr Fernsprechverbiudungs-Attlage
Heidelbcrg-Mannheim bcrcchtigt, d. h. dic bezeichnctcn Teiluehmer könnctt nicht nur mit
jcdem beliebigen Teiluchmer in Mannhciin in Verbilldung trcten, sondern auch von
solcheu Teilnehmeru iu Mauuhcim zum Gespräch aufgefordcrt werden, welche die Iahrcs-
gebühr für dic Benüvung der VerbindungS Aulagc nicht cntrichtct habcn.

0) Anträge uud Bcschwerden in Betreff des F-eriisprechbctriebes siud an daS Kaiser-
liche Tclcgraphcnamt in Heidelberg zu richten.

Das jährlichc Abonllcmeut für dcn Anschluß an die Ltadt-Ferllsprcch-Eillrichtuttgett
beträgt Mk. 150.—. Das Abonucttlent auf dic Verbiudung »lach Mau.iheim jährlich
Mk. 200.—. Letzteres Abouuement bediugt den Auschluß an die Stadt-Fernsprcch-
6'islrichtung.

Gesuche um Anschluß au die Allgemcine Stadt-Fernsprech-6inrichtung sind an das
Kaiserliche Tclegrapheu-Amt hierselbst zu richteu.
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