Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1886 — Heidelberg, 1886

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ß Die mis dcn (8cdänden in dic Äblrillgrube illbrendc Zulcitnng uuin aus
6iicn- odcr ^tcingntröhrcn in glcicticr A^cile wic dic Äbfnllröbrcn i21cm) bcneb^u
>rcinc (8rnbc dari incbr al? '»>rilbik!iiclcr Rauininball babcn.

8 24. />cdc biernacii anc-gcfnbrlc ('irnbc innn, ebe nc vcrpnkl wirb, unb vor i'.ncr
Bciiülzilttg gcpriin wcrdcn.

,l»m .lwcckc bcr Prüning in 2in;eige bci dcr Baiivolizcibcbördc zn crüailcn.

60 barf kcinc (8rlibc in Oicbrancii gcnoinmcn werbcn, bcvor iie von dem amUigicn
^acbvcrstanbigen vorictirin-i-manig bcfiiiibcn wnrbc.

8 2.">. ^nnl ^wcck bcr 2lli>:-bcsicrnng nnb bic <>irnbcil einer vcriobifclicn Unlcriiiu
nng niilcr polizcilichcr 2lnn'ic1ik zn nnlerncbcn.

l». Vorsüirisicii snr bcslcbcndc r'lnlagcn.

sj 2<i. Alle bcrcil:- bestebcndcn 2Iblrillgrnbcn, wclclic sicli nacb dcin liintaclilcn bc>
aintliclicn Laclwerständigcn nictil als wasscrbichk crlvciscn, sind alsbald dadnrch wasscr
dicht bcrznstcllcii, bas; die Unlfassiingswändc cinschliesjlich des Bodcns abgcwaschcn nnb
init (5cmcnt aivögesiigt, sodan» im ^nnern mit eincr 12cm starkcn, in Ccinent gemaiici
ten Backstciilwand in dcr 2l>cisc verklcidet wcrden, daü zwischen dcn bestehcttdcn Um
fasslingsinailern nnd der nciien Backstcinwand ein inindestcnS 2 cm breiter Zwischeii
raiim verbleibt, welcher mit (5cment anszngicßcn ii't.

?er Boden der U>>rnbe ist dnrch zwei in (sement übcrcinandergclcgte Backstein
schichten z» verwahren, nnd so anznlcgen, das; er nach dcr (sntleernngsvcrtiefiiilg hin
(8cfäll erhält.

Wo cine Neiiherstelluilg des Bobens ersordcrlich wird, ist dcrselbe nach dcn Be-
sliinniniige» über Anlage nener C-Ullben herznstellen.

r'lllc Abtrittgrnbcn müssen im .uincrii mit einem gcglältcten, 1'/2cm slarken 6c
»lcntvcrpntz vcrschen nnd anszerdenl mit cinein 25cm starkcn C-lewölbc übcrwölbl wer
dcn. Wo einc Abdccknng mit Ticlen crfolgen soll, ist das Bcrsahrcn nach 8 M eiiizn
haltcn.

8 27. Lollten alte Abtrittgriibcn »ichr als 5 lziubikmcter llianminhalt habcn, so
ist durch Allsmaneril dcr6trnbe, che dic innerc Berkleidnng inil Backstcin vorgcnoliimeii
wird, ber llianminhalt anf das vorgcschriebcne Maf; zn vcrringcrn.

8 28. Bor Fcrtigstellnng der Abtrittgrnbcn ist nach 8 24 zn vcrfahrcn.

II. Dunggruben und Pfuhttöcher.

8 29. sz-ür die baulichc Anlage und Ulltersuchnng der Tnnggrnbeir nnd Pfnhl-
löcher gclten dic gleichcn Borschristcn, wie für die Abtrittgrnbcn. /(edoch ninn die 6 nl-
fernling der T»nggrnbcn nnd Psnhllöcher von BrlUlnenschachtcn, Wasscrleitnngeii,
Brunncnstilben '.:nd der Nachbarsgrenze inindestens 5 Bkcter betragcn.
ziein Psnhlloch darf mehr als 15 .(ilibikmeter Banminhalt haben.

8 80. Wo statt der Ucberwölbnng ans besondcrcn Otründen dic Abdcckllng mit
Dielcn gcichehcn soll, hat letztcre aus ciner dopvclten Bretrcrlagc, bei dcr dic Fngen
giit geschlosscn sein inüsscil, zn bestehen.

.viezn ist iedoch stcts die (tzenchnlignng der Baupolizcibehörde eillznholeil.

8 8l. Die Beillitznng der Tunggrube als Abtrittgrube oder nmgekchrt ist nn-
statthaft.

k". Absuhr -er ^btrittstoffe betr.

Lrtspolizeilichc Borschriften vom 24. Mürz 1881.

I. Allgemeine Vorschriften.

81. Die Answechslitng, Abfnhr, 6lltlccrung und Rcinignng der Abtritt-Tonilen
wird, insolange dic Stadtgemeinde diescs (8eschäft nicht etwa selbst nbernimnlt, namens
dersclben gegen Erhcbnng dcr in antiegendeii! Tarif bezcichnctcn (8ebühren dnrch cincn
llntcrnchmer besorgt. Der Untcrnchmer, bezw. dcssen Bertrcter, wclcher für die 6r-
fnllllng dicser Borschrift der Polizeibehördc gcgenüber einznstchen hat, ist dcr lctzteren
vom Ttadtrat namhaft zll machen.

Tas glcichc gilt bezüglich der Reinigung der Abtrittgrnben.

Solltc die Ltadtgcmeinde das in Frage stchende (8cschäft selbst übcrnehmen, so hat
sic der Polizehördc cinen städtischen Bcdicnstcten zu bezeichnen, welcher für Erfüllung
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