Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1886 — Heidelberg, 1886

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Grtsstatirt vom 29. vtzembtr t884.

Die Orrichtuug voii neuett gewerbliche» Aiilagen der in 8 lO der Denlschen ote
werbeordming be^eichllelen Art in der Ltadt Heidelbertz ist unlersagt:

Zu deideil ^eileu der (tzaisbergsrratze, der Zäbrlugerstras;e zwischeii der llivlir
bacher- und Nöiuerslras'.e. sowie der Nöiuerslrasie zwischen Batmbof- uud Bäbriugei
strasze iiud auf dem vou der Balmbof-, Leegarleu-, (tzaisberg-, Nadler-, ,'iäbriuger und
Milierstraße begreuzle» Teil des Rohrbacher Baiibezirkes.

Diescs rTrtsslatttt wurde ttttlerm 14. November vom Bürgeransschusse »ud mil
(srlaß vom 15. Dezember 1884, Nr. 22510 vom Otrosch. Miilisterium des .uineru
geiiebmigt.

0. Die Lrrichtung von nkuen Wohngtbänden unb Srunnen in dcr
tlähc dk's städtischrn nnd israkt. Frirdhoskg brtr.

L)rtSpolizeiliche Vorschrift v. 8. April 188 i. (88 iiii, Abs. 87a n»d l lti d. P.-Lt.-Oi.-B.i

Vcne Wobugebäude uud Briimieii, welche in dcr Näbe des siädtischen sowie des
israelitischen ,Triedbofs — mit -lusuabme der scho» in den Baubezirk eingebogeneii
Ocke der Nobrbacher uud Lchivebinger Stratze — angelegt werdeu, sind in einer Oul
fernuttg von milldksteus loo Metern vo» der nächstltegendcn ,Triedbofs„ialler z»
errichten.

V. Ltraßenpolizki.

Vit Aicherhrit, Srquemlichkkit, Nrinlichkkit nnd Nuht auf
äffkntlichrn Straßrn rtc. brtr.

lTrtSpolizeiliche Borschrift vom 22. Dezember I8«i5 mit Aeiidcruugen und B»säheu.

<8 060"' R.-Ltr.-Otes.-B.,

8 1. Lämtliche Ltraßen der Ttadt (obue llnterschied, ob Haupt- oder Vebeu
straßeu) si»d an den ersten fnilf Wochentage», iiud zwar i» deu Monateu vom 1. April
bis 1. Oktober, morgeus 8 Ubr, uud iu den Monateu vom l. Oktober bis 1.'?lpril.
morgeus l» ttl,r, uud Lamstag, abeuds 5 llhr, resp. 4 llhr, die Trottoirs au lepterem
Tag überdieS a»ich schon morgens z» reinige».

8 2. Die Verbiudlichkeit des Neiuigens für die betresfendeii Bewohuer erstreekl
sich anf den ganzeu Tcil des össeiltlichen WegeS läugS der pänser, .vöse, Oiärteu oder
privateigentümlicheu Plätze bis in die Mitte der Straße.

Dem (5'igentümer dcS ÖauseS, wenu er solches bewohut, im auder» ,Talle de»>
Hauptmieter, liegt eS ob, dafiir zu sorgen, das; diese Verbiudlichkeit behörig erfüllt iverde.

Ist das Haus a» mehrere Hansbewobiier vermietet, so eutscheidet zuiiächst die etwa
zwischen dem (sigentümer nnd den Mieteru oder zwischeu diesen ttiiter sich getrosfene
Vereinbarung über die Verbindlichkeit znm Straßenreiuige». ,Teblt eiue solche Verein-
barung, oder ist sie iiiivollsläudig, oder ihre Oxiskeuz nicht sofort überzcllgend nachz»-
weisen, so bleibt der (sigeutümer oder Hauptmicter alleiu sur den Vollzug des Straßcu-
kehrens verantwortlich.

Bei ttnbewohltten (Yebänden, sowic bei alle» Stallttiigcn. Nemisen, Äärten »>. s. w.
hat der (5'igentümer oder Benützer der ^okale für das .(tehren zu sorgen.

8 0. Das .(tehren der Straßeu hat im nachbarlichen Oiilverllehmeu so viel als
mögltch zu tzleicher Zeit zu geschehen. Dasselbe mus; so vorgeliommen werden, das; die
Stratze gehorig rein ist.

8 4. Auch autzer den regelmätzigen Mhrzeitcu köuncu die Rciiligttiigspflichtigeu
vom Polizeiperfonal angehalten werde», die Slratze zu reinigen uud den Verkchr bem-
mende Gegenstände zu entfernen, weuu dies iui ^uteresse der Neiulichkeit nud des un-
gehinderten Verkehrs ^eboten erscheiut. Sie sind nameiitlich dazu verpflichtet, so oft die
Verunreinigung der ^tratze durch sie veraulatzt wird, nnd alsdaun erstreckt sich selbst-
verständlich die Verpflichtung auf deu ganzen llmfaiig der vcruttteiuigten Ltratze, weuu,
wie z. B. beim Abladeu von >tohlen u. dgl., auch der Platz vor den Nachbarhäuseru
davon betroffen wird.

8 5. Bei trockener Witternug sind die Stratzeu vor der Veiuigliiig ziir Verhiu-
derung des Allfstäubens mit Wasser zu begietzen.
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