Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1886 — Heidelberg, 1886

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Das Tabakrallchen wäbrend des Hahrens nnd während des Berkehrs niit dein Publj
knni isi ihnen nichl geslattet. ?ttir Bctraqen nins; ein hästiches nnd bescheidenes sein.

Den auf de» Bahnbetrieb beznglichen Wcisnngen der Palizeibeainten habe» iic
3olge zn leistcn.

Bedienslete, welche zn begrnndelen Beschn'erdcn Beranlassiiiisi geben, sind ans dem
Diensle zn entlassen.

i'». Der Betrieb richtel sich nach dein 3'ahrplane: die Fahrpreisc werdcn dnrvi
den Baril sestgescnl. ?va!nvlan nnd Daris nnlcrlicgcn der .stnstiniinnng des Lladtralv
nnd der (stcnclnnignng der Pvlizcibehärde.

sz«'». z'Ins deiljciligcn Bahnstrecken in der v?anptstras;e, anf welchen zwei lsteleise
licgen, ist bis 12 Uhr miltags nnr das närdliche, nach 12 Uhr initrags nnr das siidlielic
(steleise van der Pserdebahn zu besahren. Bbweichnngcn hievon könncn von der Poli
zeibehörde u»d in dringcnden 3'ällen nvn bem .stvndnktenr dcs betreffenden Wagens
angevrdiiet werdcn.

Unbcspaunte Pserdebahnivagen dürscn anf dein Bahnkörper nicht stehen bleibc».

7. Die Dignate ersvlgen dnrch die.'sngglocke und Pseisc.

Die Lignale zwischen .stvndnktcnr nnd .stnlschcr erfvlgen niit der Wagenglvcke,
während die Dlnsweiche- nnd Warnnngssignale mit der Signalvseise gegeben werdcn.

(z >>. D>" jcden Schadcn, dcr dnrch den Bctricb der Pscrdebahn angerichtct wird,
hastct der Unlernehincr.

sz Der Schanner hat dafür zn sorgen, das; sein Wagcn die planinästigen Bb-
sahrts- nnd I.'Inknnslszeiten cinhält, die Änsweichstellen rechtzeilig berührt, währciid
der Dnnkelhcit vvllständig crlenchtet ist nnd sich slcts in reinlichein Bllstande besindet.

§ l<>. Das Weitersahren ist erst gestattet, wenn dcr (iinsteigende Platz genoinnien,
beziv. der Anssteigcnde den ts rdboden erreicht hat.

Der Schaffner hat ans dic Anssührnng dcr 88 1<l—1!» zn hallcn, zn diesem Bwecke
anch nötigenfalls die dvrt bezeichncten unznlässigen Dahrgäste, insbcsondcre anch solche,
welche die Mitfahrenden dnrch Pohheiten odcr Uiianständigkeiten belästigen, ans dein
Wagen zu entserncn, und wenn ersvrderlich, dic Mitwirknng der Polizei in Ansprnch
zn nehinen.

Wenii in dem Wagen sich svvicle Pcrsoncn besindcn, als derselbc vorschristsmästig
alisnehiiien dars, so hat der Schaffner an demsclbcn eine sür das Pnbliknm erkennbare
Dafcl init der z>lnsschrift „besctzt" anznbringen.

8 ll. Svfvrt nach dem 6'intreffen des 28agcnS an den (5ndp»nkteii dcr ^inie hal
der Schaffner dcnselben genan zn nntcrsuchen und etwa znrückgebliebene Gegenstände
den betreffenden Fahrgästen - wenn svlchc noch anwesend — svsort zn behändigen,
andernfalls aus dcnr Bnrean des Uilternchmers behnss Ablicsernng an die Polizeibc
hörde abzugeben.

H 12. Allc den Bahnbctrieb berührcnden ansterordctttlichcn Borsällc hat der
Schaffner sofort dein Bctricbsbeamten znr .steiintnis zn bringen.

(z l'l. Ter Kutscher dars ivährend der Fahrt den ihm angewiesenen Platz nicht vcr-
lassen.

Ls 14. Fn schnellerer (stangart, alS im Drabe zn fahren, ist nntcrsagt.

An dcn Strastenkrenznngeli, sowic in den Answeichnngen lnnst im Schritt gefahren
werden.

Treffen zwei sich entgegeilkommende Wagen nichl gleichzeitig a»f einer Answeiche
steUe ein, so hat dcr früher aiikominende den andern zn erwarten nnd das Nebengeleise
für das Borbeifahren deS spater ankvmmenden frei zn lassen.

Ist. Ter .Kutscher hal bei der Abfahrt des Wagens von den (5'ndpniikten dcr
Bahn und von den Haltstellen, serncr beim Passieren der Strastenkrenznngen iind sv-
bald .vindernisse anf der Bahn bemerkt werden, ein Signal z» gebcn nnd erforderlichen
F-alles seiilcn Wagen znm .sdalten zn bringen, bis das .(?indcrnis bcseitigt ist.

8 1(». Das Besteigen nnd daS Berlafsen des 'Wagens ist nur vvn der hinteren
Plattform desselben ans gestattct. Tic F-ahrgäste haben das Fahrgeld beim (sinsteigen
zu bezahlen.

^ärmen und Singcn ist ihnen untersagt. TaS Tabakranchen ist nnr anf den
Austenplätzen yestattct.

§ 17. Slchtlich krankc, sowie trnnkene Persvnen oder solche, welche durch uilrein-
liches Aeußere die Mitfahrcndcil belästigen, dürfen nicht aufgenoinmen werden uud
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