Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1886 — Heidelberg, 1886

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Zirwiderhaildliuiqeii gegen 8 2 Zifs. 2 werdeii neich 8 12!» des P.-Slr.-Oles.-B. mit
tffeldstrafcn bts zu t>0 Mnrk oder mit >>aft bie? zn 14 Tagen, nnd 3nwidcrhaiidlnngen
gcgcn 2 Z. 2 nach 8 100 des P.-^t.-OI.-B. mit Geldffrasen bis rn 10 Mark geahndet.

VI. Ltraßenpolizei-Lrdnung

t'oin 12. Mai 1882. (t'les.- niid Berordn.-Bl. L. 120 12.1.)

d; 1. Schnelles nnd nilt'oriichtiges Neiten und 3ahren. (5s m
untersagt, dnrch ichneUes oder niworsichtiges Reiten oder Fahreu aus össentlichen
Wegen Menschcn oder fremdes (sigelltum iu Gesahr zn setzeu.

tz 2. 01 ebot des 2 chritt - Otcitcn s und - o- a h r e n s. Ans 2tras;enccken,
snr welche cin beziigliches Gebot der znstäiidigen Behörde ergangcil und im Wege der
Poli,zeivorschrift oder dnrch obrigkeitlichen Anschlag bekannt gemacht worden ist, darf
nur im Lchritt geritten nnd gefahre» wcrden.

8 2. 3'ahren während dcr Schncebahn. (5s ist untersagt, während der
Schneebahn anf öffentlichc» Wegen ohne Olelänte oder ^chellen zn sahren.

Li 4. ^ age r n v o n G e g e n si änden aus össentli ch e n W e g e n n. Plätz e u.
(5s iff untersagt, olme (ffeiichmignng der znffändigen Behörde ans öffentlichen Wegen
nnd Plätzen Gegenstände, durch ivelche der srcie Bcrkehr gehindert werden kann,
aufznstellen, hiilznlegett oder liegen zn lasseu oder den bei der Genchmignng festgesetzten
Bedingullgen ziiwiderzuhandeln.

8 1. Belenchtnng solcher Gegenstä ude. Wcr ans öffenlticheu Wegen
nnd Plätzen (ffegcilstände der in 8 -l bezcichneten Art anfffellt, hinlegt oder liegen läßt,
hat dasür zn sorgen, das; dieselben ivährend der Dnnkelhcit genügcnd belenchtet sind.
Diese Bcrpslichtnng licgt, wenu Fuhrwerke durchreisender Personcu anf öffentlichen
Wegcn nnd Plägcn während der Dniikelheit ansgeffellt sind, sowohl dem Leitcr dcs
Fnhrwerks als dem Wirte ob, bci lvelchem der Beisende cingeffellt hat.

tz ti. Schleisen von Gegcnständcn aus Landffraffeu. Gs ist nnter-
sagt, ans den ^andstraffen Oiegenffände zu schleiscu, wclche, wie Steine, Bänme, Ban-
holz, Sägeklötze, F-aschineu, Stangen, Pffüge, vermöge ihr Gestalt, (slröffe odcr
Lchwcrc dic F-ahrbahn angreifen.

Ansnahmsweise kann dnrch die znständige Bchörde das Schlcisen solcher (ffegen-
stände oder einzelner Oiattiingen dcrselben ans beffimmten ^andstraffen oder ^andstratzen-
strccken gestattet iverden. sosern Benachteiligttngcn der Straffe tnamcntlich bei genügen-
dcr Schnecbahn) in Folge dcs Schlcifens nicht zn befürchten sind oder nach dcn ört-
lichen Berhältnissen der 5wnd- nnd F-orstwirtschast eine ansnahinsweise Geffattung als
dringend wünschenswert erscheint.

Werden Gegenstände ans den ^andffraffeu geschleift, so sind dic Borsichtsmaffregeln
zn bcachten, die zur Berhütnng von Störiingen dcs BerkchrS, von Gesährdnngen der
Sicherhcit nnd von crheblicheren Beschädignngen des Straffenkörpers allgcinein crsor-
derlich oder bci (5'rteilnng der tffcnchmignng bcsouders vorgeschriebcn wordcn sind.

7. Schleifen von (ffegenständcn aus Gemeiudewegcn. Die Bc-
stimnittng dcs letztcn AbsatzcS des 8 0 sindet anch anf Olcmeindewege Anwendnng.

Im Uebrigen kann das Schleifen solcher Gegenffände aus Gcmeindewegen dnrch
orts- odcr bczirkspolizcilichc Borschrist untersagt oder beschränkt werdcu.

tz 8. Aufgrabeu nnd souffige Arbeiten ans össeinlicheu Wegen.
(5s ist nntcrsagt, ohne vorgängige Genehmignng der znffändigen Behörde an öfsent-
lichcn Wegen Äiifgrabnngcn und sonstigc, den ^traffcnkörper öder dessen Znbehörden
bcrührende Arbeiten vorzunehmen oder dc» Bediugungcn der in dicser .vinsicht crteilten
Oieiiehmignttg zuwiderznhattdcln.

Die Genehluigung iff anch dann einznholen, wenn die Attsgrabuiigcn nnd sonfflgeit
Arbciten zum Iweck der .5>erstcllttttg nnd Unterhaltnng zu Insahrtcn, Dohlen »nd
anderen BoMchtiingen geschehcu sollcn, wclche den Anfföffern odcr sonffigen Personen
an dem ösfMlichen Wege krast Tnldnng odcr eines in Ansprnch genolttinencn Rechts-
titels znffehcn.

8 lk. Breitc de r ^ ad u n g. Lastwagcn dürseu bei der F-ahrl aus össentlichcn
Wegcn nicht so breit geladen sein, daff sie den doppelten Aanm der Aadspur cinnehmen.

Ansnahmen können für beffimmte Wegeffrecken dnrch die znffändige Behörde all-
gcmeiil oder in ciitzelncn Z-ällen geslattet wcrden.
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