Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1886 — Heidelberg, 1886

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! tZinzulie-

Gegenstände. ! Bezeichnung dcr einzelnen Untersuchungen. fernde

^ Menge.

Wasser Prllfung nuf Brauchbarkeit als Trinkwasser (Ge-
samt-Rilckstand, Oxydierbnrkeit, Lalpeteisäure,

Animoniak, Härte, inikroskop. Pritsung) . . 2.Flnschen

Vollständige Analysc.6 Lüer

Wein ! Prüfung v. Traubcnwein, auf (rxtrakt, Weingeist,

I Glyzerin, Zucker, freie Säurcn überhaupt, frcie
i Weinsteinsäure gualitnt., Schweselsäure, Mine-
^ ralbestnndteile, Polarisntion, Gumnii ... I Flnsche

Wurst ! Prüfung auf Stürke-Gchnlt.1 Stück

Zucker Prüfung auf Neinheit.U'O ^rm.

Ge-

bühr.

6!

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12

1

3

3. Del» gewervsmäßigel» Berkauf vau Ba«kwaren (Brot) x. detr.

Ortspolizeiliche Borschrist vorn 7. Aov. 1867. lß 1316. P.-Ltr.-G.-B.)

8 1. Wer gewerbsninßig Brot verknuft, ist verpslichlct, dic Preise für dnsselbe
nlle T1 Tage fest zu bestiinnieii, nn seinem Bcrknufslokal nnzilschlngen und dcr Orts-
polizeibehörde niizuzeigcn. Letztercs niuß von jedein Gewerbetreibcndeii brsonderS gc-
schehen.

8 2. Jnnerhnlb dicscr 1-ltügigen Pcriode dnrf der Preis nicht crhöht wcrden.

8 3. Alle Brotsorten niit Ausnnhnie dcr Ein- uud Zweikrcuzer-Brote dUrfen
nur niit Angnbe cines bestininiten Gewichts, nls Ein-, Zwci-, Bier-Pfuiid-2aibc u. s w.
verknuft wcrden und hnt dcr Berknufcr dafür cinzustchcn, dnß dns Brot das angegebene
Gewicht auch wirklich hat.

8 "1. Jn jedein Bcrknufslokal muß eine Wage nufgestellt sei», damit das Brot
auf Bcrlangen vorgewogeu werden kann.

Außerdcm wird nber auch von der Polizcibehörde von Zeit zu Zeit dns Nnch-
wicgen dieser Ware angeordnct werden.

8 5. Bäcker und Bcrkänfer von Backwarcn werden gcinüß 8 13 l 6 P.-2tr.-G.
bestrnft:

a. wcnii sie der Vorschrift untcr 8 1, 3 ""b 1 zuwiderhnndcln, nn Geld

30 Mnrk,

1). wenn sic die Borschrift des 8 2 übertrctcn, nn Gcld bis zu «10 Mark.

Die Anschläge übcr dic Preise sind gcmäß Art. 73 dcr Gcwerbeordnung mit dem
polizcilichcn Stempel zu verjehen.

4. Biehhof- «t»d Biehmarkt-Ordnrtng.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 13. Novembcr 1876 mit Ergänzungeii vom
24. Juli 1877 und 1. Oktober 1878.

8 I. Alles große und kleine Schlachtvieh. sowie Pfcrde, wclche durch Eiiiheimische
oder Auswärtige zu Wasser oder zu ^and zurn Berkauf in hicsiger Stadt eingebracht
werden, rnüssen in den besteheiiden Biehhof eingcstellt, bezw. auf den Biehmarkt gebracht
wcrden. Die Benütiung andercr Stnllräume für dernrtigc Tierc, sowie dercn Bcrkauf
nn cinem anderen Ort oder vor der zrim Beginnc dcs Mnrktcs bczeichneten Stunde ist
untersngt. Alles für hiesige Mehger, selbst nuf vorherige Bestellung eingelirnchte Schlacht-
vieh gilt als zum Verknuf eingebracht, jo lange nicht nnchgeivicsen wird, dnß
der Kaufpreis mit dcm Mehger schon vor dem Einbringeii dcm Stück nach fest verein-
bnrt und also nnmentlich nicht noch von dem, sich nnch der Schlnchtung ergebendcn
Gewicht oder von der Ounlität des Fleisches abhängig genincht war.

8 2. Für das Einstellen des Biehes in den Biehhof auf die Tnuer von ncht Tagen
oder für Benühuiig des Marktes ;u dessen Verknuf, hnt der Berkäufcr an den Beständer
zu entrichtcn:

1) für eineii Ochscn, Stier, cine Kuh, ein Nind oder Pferd . 18 Pfg.

2) für cin fettes Schwein.18 „

3) für ein Knlb oder Schanf.12 „
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