Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1887 — Heidelberg, 1887

Seite: 240
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deiselben den Gemeindernt in Kenntnis zu setzen. Der Gemeindcrnt wird atsdann,
um einc gleichmäßisie und schneNe Herstellunq dcs ausgerissenen Pftasters zu erreichen,
unter Aufsicht dcs Stadtbauincisters üatzselbe auf Kvsten desjeniac», wclchcr cs hat uuf-
brcchen lassen, binnen läiiczstens 24 Stunden wieder in den gehörigcn Stand setzcn lassen.

H 39 Tas Ankcrwcrfcn auf dcm Vvrland ist überall da, wo dassclbe gepflästert
ist unü Ningc angebracht sind, untcrsagt. Ebenso ist vcrbvten auf diese Ringe Holz,
Stcine odcr andere Gegcnständc, wvdurch dercn Bcnützung crschwert wird, zu lcgcn.

8 -t<>. Ucbcrtretungen vbigcr Vorschrift werdcn nach ts :Z36 Z lo R.-Str.-Ges.-B.
mit Geldstrase bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestrast.

I!. Den Vrrkauf von Ljol), Ljcn nnd Stroh in drr Stadl Hcidtlbrrg bctr.

l.volzmnrktordming vcrgl. iinler Hafenpolizei V. unten.t
Ortspolizeiliche Porschrift vom 1. Mai 1885.

8 1. Alles Holz, welchcs in Scheiterforin nnd in ganzen LLagenladnngeii, Hen
iind ^troh, welches znm Vcrkanf in hiesiger Stadt eingeführt wird nnd nicht fnr den
städti'chen Laner bestimmt ttt, mnf; auf den Platz bei der Henschener vcrbracht werden.
Das Herumfahren nnd Feilbicten in den Straßen ist verboten.

Holz kann anßerdem anf den Holzlaner gebracht werden. Holz, Hen nnd Stroh,
wclches anfBestellnng eingebracht wird, darf direkt nach dem vomBesteller bezeichneten
Ort verbracht werden, sofern dcr Kanfprcis mit dcm Bcsteller vorher fest vereinbnrt ist
oder nnr noch dnrch Ansmessnng, Abwägnng oder Zuzählnng bestimmt zu iverden
brancht.

8 2. Als Plntzgeld sind an den Marktmeistcr zu entrichteu:

1) Für einen Schiebkarrcn.10 Pfg.

2) Für cincn zweirädrigen Handkarren .... 20 „

3) Für cinen (sinspännerwagcn.25 „

4) Für eincn Zwcispännerwagen.35 „

8 3. Die Anfsicht über den Markt führt der Marktmcistcr nnd haben die Vcarkt-
befncher dcn Anordnnngen desselben Folgc zn leisten.

F 4. Znwidcrhandlittigen gcgen vorstehende Bcstimmnngen werden gemäß 8 149
Ziff. 0 dcr Olcwcrbeordnnng mil (ßeldstrafe bis zn 50 Mark nnd im Unvermögensfalle
mit Haft bis zn acht Tagen bestraft

st Don örtrieb drr Pfer-tbahn in -er Sta-t Htidrlbrrg brtr.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 27. April 1885.

H 1. Die für dcn Betrieb der Pferdebahn zn benüpenden Wagen dürfen kcine
größcrc Breite als 2 Meter habcn, alle Borsprünge eingcrcchnct.

Sic müssen versehen sein:

a) mit eincr kräfkig nnd schnellwirkenden Breinsvorrichtnng;

l>) mit ciner Zugleine oder ähnlicher Vorrichtnng, welchc cinen Signalvcrkchr mit
dem Kntscher von der Rückseite des Wagcs aüs ermöglicht, und

,» mit zwei Laternen (je cine an der Border- nnd Rückseite), welchc gleichzcitig dc»
inneren Wagenranm zur Nachtzeit ausreichcnd crhellcn.

8 2. Ieder Wagen mnß niit eincr Nnmmer vcrsehcn sein, wclche fowohl inncrhalb
als auch anßcrhalb des Wagens leserlich anznbringcn ift. An jedcm Wagen mnß fcrner
dic Zahl der Personen, welche er sowohl im Innern, als auch anf dcr Plattform auf-
nehmcn kann, angeschricben sein. Ueber dicse Zahl hinaus dürfcn keinc Pcrsonen znr
Fahrt aufgenommcn werden.

8 3. Die zum Dienste bci der Pferdebahn verwendeten Pferde müssen kräftig,
vollkommen dicnsttauglich nnd von schädlichen Fehlern frei, die Gcschirre solidc, von
gntein Anfehen und in gnteni Stande sein.

8 4. DaS Dienstpersonal besteht für jeden Wagen ans einem Schaffner und cincm
Klitscher. Die Bedienstcten haben während der Dicnststnnden dic von dcin Unternchmcr
eingcfnhrte Dienstkleidung, sowie vorn an der Kopfbedcckung cine Nummcr zn tragen.
Das Dabakranchen während dcs Fahrens Mtd währcnd dcs Verkehrs mit dem Pnbli-
knm ist ihnen nicht gestattct Ihr Betragcn mnß cin höfliches nnd bescheidencs sein.

Den anf den Bahnbotrieb beznglichen B^eisiingcn der PolizciheamtLN haben sie
Folge zu leisten. /
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