Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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miter 7 Iahren hat die Ortspolizeibehörde ein Verzeichiiis nach einem vc»u Bezirksamt
festzustelleiideii Schema zu führeu mid jeweils mif l.m Iauuar imd 1.'». Iuli eiue M-
schrift hiervon dem Bezirksamtc vorzulepeu.

^ 6. Auf die .ziiuder, welche beim Iukrafttreteu dieser Borschrist vou Privatpcr-
souei! gcgcn (smtgelt bereits in Berpslejpiiisi gegebeu sind, sindet dieselbe niit der Mas;-
qabe Amvendnnq, dasz die belr. Psleqer bimien vier Wocheu Bor- mid Pimiameu, C-te-
vnrtsort, sowie Gebnrtszeit des Psleqekiudes, deu Nanieu Ler (rltern desselbeu nnd deu
Betraq des Pslegegeldes der Ortspolizeibehörde auzuzeigeu liaben.

cs 7. Psleger, welche den Bestiuiluiittgeu dieser Borschrist zuwiderhaiidelu, werdcu
an C'leld bis zn 30 Mark oder nüt Hast bis zn acht Tagen beürafr.

0. Die Schlitlittng dcr Wolittnnyttt ;»r Uachtreit bktr.

Ortspolizeiliche Borschrifk vom 1!). T'-ebruar loo«i. szs 37 effss. 2. P.-Str.-«Ü.-B.)
Ieder Hansciilgailg mns; während der Nacht von II Nbr an geschlosseu seiu. —
llebertrelnngen werdeu an Geld bis zn 10 Mark bestrast.

I>. Ftstl'e!;ttttg dcr j.to!i;eistttttdt.

Die Polizeistnnde für Heidelberg iü anf 12 Uhr nachts fengesent. «OrtSpolizeiliche
Borschrift vom 20. März 1077. iz Uli.d P.-SumG.-B.)

TT po!i;titiche Iusslcht iibtr dit Ljttndc betr.

1. Bezirkspo lizeiliche Borschrift v. 20. N'oo. 1>i«;ü. ss !««3 P.-Str.-G.-B.
tNUt Gitügteil für den ganzcn Bezirki:

Alle Hnnde gröszcrer Oiattnng, nüt Ansnabme der Tagd- n»d Hühner-
hnnde, sowie der Lchäserhnnde, dürfen nnr nüt einem vorschrislsmäsjigen Manl-
korb versehen anf die Strahen, in die Wirlschastskokake nnd an andere öffentliche
Orte gebracht werdcn.

II. Mit Giltigkeit für Heidelberg, Sehlierbach nnd Nenenheim.
t. Bezirkspolizeiliche Borschrift bom 20. Febrnar I87si.

Gs ist vcrboten, Hnnde (glcichgiltig welcher Grös;e und Gattnng)
ohne wohlbefesügten, das Beisten berhindernden Manlkorb hernmlaufeil zn
lassen.

2. Ortspolizeiliche Borschrift sür Heidelberg vom 20. Febrnar 1870, für Nenen-
heim bom 10. März 1070.

Wer Hnnde lebenfalls oh n e N ü ek sicht a n f G r ö st e n n d 0) attu n g) m
öffeutl iche W irlschaften mitbringt, wird an (sleld bis zn 20 Mk. bestrafk.

Das Berbot nnter II. 1 nnd 2 erstreckt sich auf die genannten Orte, soweit
dic bewohnten Hüuser reichen nnd soiveil diese nicht ganz auster
P n s a m m e n h a ng mit d e m O r t s ette r sl e h e n. A n st erhalb dieses
Deils bon Heidelberg, Schlierbach nnd Neuenheim (also insbesondere anch
bezüglich derMotke n k n r, des Spep e re r H osS, des o h l h o s s und des
Wo'l fSbruilnens) sindet Ziss. 1. Anwendnng.

I! I. B e rord n n n g vom II. M a i 1070. 80 P.-Str.-Ges.-B.)

sz 1. Alle an öffentlichen Orten befindliche, über sechs Wochen alte Hnnde utllsseil
am Halse eiue nündesteus drei Cenrimeter im Durchmesser groste, den Wohnort des
Besitzers angebende Marke von Messing oder Messingblech tragen. (5s genügt, weim
auf der Marke die Anfangsbiichstaben dcr Olemeinde nnd des Amtsbezirks soweit ange-
geben werden, das; Berwcchslnngen ansgeschlossen bteiben. Die Marke solt am Hals-
band hängen, darf also anf das letztere nicht vollständig anfgenietet werden.

8 2. Hmide, Ivelche nicht die vorgeschuebene Nkarke tragen, werden — vorbehalt-
lich der Vestrafung der Besiper — eingefangeii nnd, wenn sie bis znm Ablanse des
zlveiten folgenden Tages nicht von dem Besitzer moer Borzeigen der Oniltnng über die
an dic Gemeiudekasse geleistete Pahlmig eiuer Gebühr vou zwei Ni'art abgeholt werden,
getötet. Die Auslösuugsgebühreii siud zur Tcckmig der 51osteu sür die Äusbewahrmig
und Berpfleguug der gefaugeneu Huude mid zu Belohmmgen für das mit dem Vollzug
der Berordnuilg betraute Aufsichts-Persoual. welches für das Giufaugeu jedes Hmidcs
50 Psennig erhült, zn verwenden.
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