Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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rohrlciLnngen nüissen eiserne Röhren znr Verwendnng kommen, sobald dieselben in die
Wand, nnter die Teeke, oder nnlcr die Tielen gelcgl werden sollen. Tiw> es»deeken der-
sclben darf abcr stets crst nach ersolgter sorgfältigstcr Prnfnug dcr Tichtigteii seitens
des Jnstallatenrs dicser Lcitnngcn statlsindcn. Znm Rblasscn der in dcn Röhren iich
fammclnden Condcnsationsflüssigteiten sind an gceignetcn Ttcllcn, namentlich, wo die
Ileirung von wärmercn in kälterc tlläumc übertritt, Wassersäcke mit sicherem Perschlns;
anznbringen. An fenchten ^tcllcn sind Cisenröhren dnrch Anitrich gcgen Trndation
zn schützen.

8 7. Tie Hanpt- nnd Zwischenhahnc» inüssen in der Regel dieselbe Tnrchlatz-
öffnnng haben, wic die Nöhrcn, an denen sic angebracht sind, sie müssen ferner mil
Ltcllstift versehen sein nnd niehl ans ihrer.vnilse heransgezogcn werden können. Ter
diopf des toahncn mnß — am beüen mit ciner tief eingcfeillen Rille — so getennzeich-
nct wcrden, dast man anch iin Tnnteln leicht ertenncn kann, ob er gcönnel oder ge-
fchlossen ist. — Bei ausgcdchnten Leitnngen sind an gecigneler ^lelle Zwischcnbabnen
in dieselben cinznsetzen, anch müssen >rion!cnchler dnrch leicht zngängliche vahnen inr
sich abgcschlossen wcrden köniicn.

8 -d. Ten Privat-T»n'tallatcnren isr es nntcrsagt, die innere ttzeitnng mit der v>>as-
nhr zn vcrbinden, lctziereS geschieht vielmehr in allen sz-ällcn von den äsnüallalenren
des üädtischen Claswerks, welehe anet, allein bereänigt sind, dic Znlcitnngen anznserli-
gcn nnd die thasnhr zn stellcn. — Bor dem Aniel>ra»ben der iäampen ist die lteiinng
mittelst eines Bianomcters mit einem Itznstdrnek von r.'.ä,-„i Ltzassersänle zn prüsen, nnd
mnst der Wasserstand im Manoiiickcr inncihalb eincr Beobaetitnngszeit von drei Bii-
nnten keine wahrncbmbaie Berändernng zeigcn. — Tede C'aslampe ist vor dem r'In-
schranben anf das (tzcnancste ans ihre Tichligteit zn prüsen nnd nichl cher anznsäiran-
bcn, bevor sie sich nicht vollkommen dicht euviesen hat. — Rach dem Anschranbcn der
Tanipcn ist die Prüfnng der ganzen lteitnng zn wicderholcn. dieselbc gnt ansge-
sallen, so ist bei der Claswertsdirektion der iehriflliehe Antrag zn stellen, nnnmehr dic
inncre Itzeitnng mit der Gasnhr zn verbindcn, ivelehe sodann ibierseits dic Itzcitnng prn-
fen nnd nach Gntbefindnng dcrsetben thnntichsi bald diese Arbcit ansführcn lasscn wird.

8 0. Tcr Berfertiger dcr (tzasanlage iü verpftichtet, dcn bctr. (üas-Abonnenlen
mit allen Cinzelheitcn derselben bekannt zn machen nnd ihn namentlich über altc Bor-
sichtsmastregcln zn nnterrichten, welche bei der Benüiznng des (stases bcobachtet werden
müssen.

8 10. Ter (stasabnchmer !>at die Berpsliäilnng, dic (tzaseinrichtnng in gntem ,chi-
slande zn erhaltcn nnd vorgekommene Besebädignngen sogleich ivieder herstellcn zn
lassen.

tz 11. Uebertrctnngen werden an (tzcld bis zn .">0 Mark, bcziehnngswcise an (steld
bis zu 50 Mark oder mit Haft bestraft.

Lauordnung.

1) Allgemeine Banordnnng vom 15. Mai (siehc Gcsetz- nnd Berordnnngs-
blatt Nr. XI).

2) Banordiinng fnr die Stadt Heidelberg vom Al. Iannar 1W5 sin Separatab-
drücken von G. Mohr zn bezichen).

Tas Banen in dcr Nähe dcs Fricdhoss bctr. etr. oben nnter II. X.

W. Ortsstatut vom 2!j. Drzrmbtr trt!!4.

Die Crrichtnng von nenen gewerblichen Anlagen dcr in 8 Ul der Tentschcn (W
werbeordnnng bczeichneten Art in der Stadt Heidelberg ist »ntersagt.

Zn bciden Seiten dcr (üaisbergstrastc, dcr Zähringerstrastc zwischen der Nohr-
bacher- nnd Nömerstraste, fowie der Röiiicrstrastc zwischen Bahnhof- nnd Zähringcr-
straste und anf dem von der Bahnhof-, Seegarten-, (üaisberg-, N'adler-, Zähringer- nnd
Äöttierstraste begrenztcn Teil dcs Rohrbachcr Banbezirkes.

Dieses Ortsstatnt wnrde nntcrin 14. November vom Bürgeransschnsse nnd mit
Crlast vom 15. Dczcmbcr 1M54, lllr. 22510 vom Grosth. Ministcrinm des Jnnern
genehmigt.
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