Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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zu befuhreir, soferu nicht cines der aiistoßeildcu Häuscr selbsr der Ausgailgs- oder Ziel-
pmikt der Fahrt ist. Das raschc Fahreii auf der iieueu inid alten Lchlostbergstrasze ist
uerboteu.

^ Das Fahreii dnrch die Saudgasse ist iiur iu der ch'ichtimg von der Haiipl-
strast'e uach der Plöckstraste, uicht abcr uiiigetelni gestaitet.

chdt'. Das Velocipedsahreu ist iu der Haupt- imd Plöckstraste überhanpt iiud auf
alleii'Gehwcgeii sümtlicher Slrasteu iinleisagt.

r; 3«». Das Aiifahren zimi Thealer hal i» der Weise zu geschehen, dast nicht iii der
Theaterstraße niiigeweiidct wird. Beim Abhole» habeii sich die Wagen oberhalb des
Thcaters aiifziisteliell uud dinfeii erst daun vorsalire», weim das Publikimi sich z,mi
grostcu Teil ciilfcrnt hat, welchen Zeilpimlt der dieiistlhneiidc Polizeidiener bczeichueu
ivird. Bei Bällen. .zioiizerteii, Bersaminlimgeii u. dgl. habeu sich die Fahreudeii bezüg-
lich des An- imd Abfahrens nach de» von der Polizei getrofseneii besoudereu Auord-
nimgeii z» richten.

37. Die Aufstellimg von Fnlnwerkeii auf der.vaiiptstraste in ihrcr gauzeii Ans-
dehiiiiiig ist vcrboteu. Uin jedoch de» a» der >>anp!straste n'ohueiiden Wirten beim man-
geliiden Aanni im Innern ihrer .vstinser die Biöglichkeit der Alifnahnie von Fremden
init Fiihrwerken uieht zn verschliestc», werden folgende Plage zimi Ansstellen der Wagen
gestattct: die Straste zivischeu dcm tstasihans znm Fiieriien .ckreuz imd dem.starlsplaste,
jene zwischen dem ^chupp'schen -vause imd zlarlsplah imd die >iarlsstraste, wofür znr
Mestzeit der obere Teil der lehtereu ncbst der Plaukeugasse benicht werden kanii; serner
die virschstraste, die verläugerte Fngiimstraste, vom Priuz Friedrich bis zur Universität,
nötigenfalls anch die zwische» dem Miiseum imd der Uiiiveriitätsbibliothek befindliche
Straste imd endlich der Lndwigsplatz uächst dem Halteplatz sür die Droschken. Die
Holzfnhren. inSbesondere anch die Wcllciifuhreu, dürsen uicht in der Stadt heruinfahrcn,
sie haben vielmehr ihrc Wagen anf dem ebeu bezcichueteii Teile des Ludwigsplatzes ans-
znstellcii. Den Besitzern der zunächst der hl. cheistkirche gelegenen WirtShäuser ist anch
gestattet, dic bei ihiien eiukehreudeu Fuhrwerke auf dem Platze vor der Pforte dieser
.stirche, gegcnüber deui Niiterwirtshaus auszustelleu; dies nmst jedoch in eiuer Weise
gescheheu, dast das Aufahren der sür die Lirche bestimmten (5haisen nicht unmöglich
gemacht nnd überhanpt den Kircheugäiigerii der frcie uud rmgehinderte (stingaiig nicht
benoinulen wird. An solehen Wagen must die Teichsel zurückgelegt oder abgeilonimeii
uud nachts Lclenchtiing dnrch Laleriien augebracht werdeu. Ist die Uebertretimg vor
ciucm Wirtshans dnrch eiukehreude P'eisende oder fremde Fuhrleute begangen worden,
so wird dic Strafe gcgen deu Wirt vorbehalllich seiues Pückgrisss auf den Uebertreter
eikannt.

zs 38. Iederinauu, welcher zu irgend eiuein Zweck das Etrastenpflaster anfbrechen
lassen ninst, ist gehalteu, 24 Stimdeu vor Begiuu der Arbeit nnd uach Beendlgung
derselben dcn Äemeiudereck iu >!en»tuis zu setzeu. Der öiemeiuderat wird alsdann, nm
cine gleichmästige »nd schnelle Herstelluug des anfgerissenen Pftaslers zn erreichen,
nnter Aufsicht des Stadtbanmeisters dasselbe anf L osten desjenigeii, welcher es hat anf-
brechcn lasscn, biniien läugstenS 24 Stimden wieder in dcn gehörigen Stand setzcn lassen.

z? 39. Das Aiikerwerfeu ans dem Boilaud ist überall da, wo dasselbe gepstüstert
ist nudMiuge angcbracht siud, unteisagt. (stbeuso ist verboten, anf diese Ninge Holz,
Slciue oder andere Äegenstäude, wodurch deren Beiiützimg erschwert wird, zu legen.

rs 40. Ilebertretungen obiger Borschrift werden nach iz 366 Z. 10 sti.-Str.-Ges.-B.
nüt Oleldstrafe bis zn 60 Mark oder mit Hast bis zn 14 Tagen bestraft.

tt. Vtn ^erkauf von Holr, tjen nnd Stroh in der Stadt Htidtlberg btir.

(Holziuarktordnnng vergl. unter Haseupolizei V. ('. nuteu.)

Ortspolizciliche Borschrist vom l. Mai 1880.
rz 1. Allcs Holz, welches in Scheiterform nnd in ganzeu Wageiiladimgen, Hen
niid Stroh, welches zimi Bcrkanf in hiesigcr Stadt eiugesührt wird und nicht für dcn
städtischen Lancr bestimmt ist, mnst anf dcn Platz bei der Henschener verbracht werden.
Das Herllmfahren nud Feilbieten in den Strasten ist verboten. — Holz kaim ansterdem
anf den Holzlauer gebracht werden. Holz, Hen imd Etroh, welches anf Bestellnng ciu-
gebracht wird, darf direkt nach dem vom Bestellcr bezcichneten Drt vcrbracht werden,
sofern dcr.(iaiifprkis mit dem Besteller vorher sest vereiubart ist oder nur noch dnrch
Aiisniessiing, Abwägimg oder Zuzähliing bestimmt zn werden brancht.
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