Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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welche die Mitfahrendeil dnech Nechheiten odee Unnnstnndlgkeiten belnstiqen, nns dem
Waqen zn eiitserneu, nnd ivenn erfvrderlieh, die Mitwirknnq der Polizei in Ansprnch
zil uehinen.

Wenn in dem Wngen sich sewiele Persvnen l'cfinde», nls derselbe vorschriftsinnhch
nufilehmen dnrf, so hnt der Lchnffner nn demselben eine snr dns Pnbllknin erkennbnre
Tnfel nnt der Anfschrift „besetzt" nnznbriinzen.

11. Sofort nnch dein Eintreffen des Wnczens nn den ffndpiinktcn der Linie hnt
der Lchnfsncr denselben ezennn zn niitersiichen nnd etwn znriickqebliebcne Keczenstnnde
deu betreffenden Fnhrgnsten — weim solche noch nnwesend — sofort zn behnndiqen,
niidernfnlls nnf dem Bnrenn des Unternehiners behnss Abliesernng nn die Polizeibe-
hörde nbzngeben.

tz 12. Alle den Bnhnbetrieb berilhrenden nnberordentljchen Borsnlle hnt der
Lchnffner sofort dem Betriesbeninteii znr Kenntiiis zn bringen.

Ul. Der Kntscher dnrf wnhrend der Fnhrt den ihm nngewiesenen Plntz »icht ver-

lnsseu.

Ls 14. In schnellerer Gnngnrt, nls iin Trnbe zn snhren, ist nntersngk.

Än den Strnffenkrenzungen, sowie in den Answeichnngeii innff im Schritt gefnhren
Iverden. Treffen zwei sich cntgegenkommende Wngcn nicht gleichzeitig nnf einer Ans-
weichestelle ein, so hnt der srnhei' niikommeiide den nndern zn erwnrte» nnd dns Neben-
gcleise für dns Vorbeifnhren des spnter nnkommenden frei zn lnssen.

H 1.T Der Kntscher hnt bci der Abfnhrt des Wngens von den Endpniikten der
Bnhii und von den »nltestelleii, ferner beim Pnssieren der Strnffenkrenznngen nnd so-
bnld Hinderiiissc nnf der Bnhn bemerkt werde», ein Signnl zn gebe» nnd erforderlichen
FnIIes seinen Wngen znm Hnlten zn bringen, bis dns Hindernis beseitigt ist.

^ 16. Dns Besteigcn nnd dns Berlnssen des Wngens isl iinr oon der hinteren
Plnttform dessclben nns gestnltet. Tie Fnhrgnste hnbcn dns Fnhrgeld beim Ginsteigen
z» beznhlen.

Lnrmcn iind Singen ist ihnen nntersngt. Dns Tnbnkrnnchen ist nnr nuf den
Auffeiiplntzen gestnttet.'

§ 17. Sichtlich krniike, sowie triinkene Personen oder solehe, welche dnrch nnrein-
lichcs Aenffere die Mitsnhrcndcn belnstigen, diirfen nicht niifgenommeii werden nnd
siud eveiitnell sofort wieder zn eiitsernen, ohne dnff dieselben, im Fnlle eigenen Ber-
schuldens, dns etwn bereits bcznhlte Fnhrgeld znrückverlnngen tönnen.

sz 16. Hunde nnd nndere Tiere dürfen in den Wngen nicht mitgenomnien werden,
ebensowenig Gepnck, Ivelches dnrch seinen Umfnng, iiblen Gernch odcr schmntzige Be-
schnsseuheit den Mitfnhrenden lnstig werden knnn.

(üelndene Gewehre sind vom Trnnsport gnnzlich nnsgeschlossen.

tz Ist. Mit dem Ertönen der Bnhnsignnle hnt das Publiknm sich übernll von der
Bnhn zn entfcrncn. Kein Fnhrwerk dars die Geleise der Bahn — sobnld und soweit
der Fnhrdnmm der Strnffe frei ist — befnhren. — Alle Fnhrwerke hnben den ihnen
cntgegeiikommenden oder nnchfolgenden Pferdebnhnwngen vollständig nnd soweit nns-
ziiweichen, daff der Pferdebnhnwngen ohne Anfcnthnlt passieren knnn. — Beim Begeg-
neii von Trnppen nnd Pferdebnhnwngen gelten jedoch folgcnde besondere Borschriften:

1j Jm F-nll eine geschlossene, im Tritt mnrschierende Trnppenabteiliing die Pferde-
bnlm krenzt, diirfen die Wngen nnr nm Ende der Abteilung dnrchfnhren.

2> Bci Krenzung mit einer Trnppennbteilnng, welche sich nicht in slreng geschlosse-
uer Drdnung nnd im Tritt bewegt, ist dns Dnrchfahren der Bahnwagen schon nm Ende
der cinzeliictt Kompngnien gestnttet.

^ Wenn Pferdebnhnwngen einer innrschierenden Trnppennbteilung begegneu oder
diese cmholen, mnssen jene so lnnge hnlten bezw. hinter der Abteilung herfnhren, bis
es dieser möglich geworden, dns Bnhngcleise frei zu machen.

Feuerwehrnbteilttngen, welche zn einer Brandstn tte eilen, mnff die Pferdebnhu
vollstöudig, nötigenfnlls dnrch Einstellen der Fnhrt Platz mnchen. — Riickt die Fener-
wehr zu einer Uebnng nns, so gclten die Borschriften dieses §, Abs. 6. — Das Nnch-
nhnien der Signale und nndere Hnndlnttgen, dnrch welche eine Störung des Betriebes
vernnlnfft werden knnn, sind verboten.

H 2>>. Der Unteruehmer ist verpflichtet, den von ihm zu uuterhaltendeu
Bohnkörper nnd dle Hnlteplätze zn reinigen, von Schnee und Eis zn befreien und de»
Kehrichl niid Schlamm vo» dernselben nbznführen. Derselbe ist insbesondere znm
Kehrcu, Schiieernnmcn nnd Snnden bezüglich des innerhnlb der Pferdebnhngeleise ge-

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