Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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Iiis z» 60 Mcnk oder Hoststrafe bis zil t4 Tajtcn zii gcwärtigen. Zliwiberbaiidluiigeit
aeaeii iz 4 Ziffer 2 zicheu Geldstrafei, bis zu 50 Mark oder Hast bis zii Tageu be-
ziehun'gsweise Geldstrafe bis zn 20 Mark iiach sich.

Die Ordnung im Ltadtgarten betr.

Ortspolizeiliche Vorschrift voiu 7. Juli 1M5.

zs 1. Kinder unter 12 Jahren dürfen imr in Begleitiing ihier l'iiigehörigeii den
Stadtgarten besnchcn; Dienstboten mit Kindern ist der Gintritt in denselben untersagt.

§2. Verbotenist:

't > Das Mitbringen von Hunden in den Stadtgarten.

2) Das Befahren desselben mit Kinderwagen.

3) Das Betreten der Nasenplätze und Pflattzengrnppeitz das Uebersteigen nnd
Durchbrechen der Einsriedigungeii, das Abpslückeii, Losreißen, Abschneiden oder Ab-
schlagen, sowie das Entwenden von Blunien, Pflanzen nnd Zweigen.

4) Das Verunreinigen von Gebänden, Gartenanlagen, Wegen und Bänken.

§ 3. Der Anlagenanfseher nnd die Schutzniannschast hat über die Befolgnng
dieser Vorschrift zu wachen. Wer den Bestinimungcn der D 1 nnd 2, Zjff. 1, 2 nnd 4
zuwiderhandelt, hat eine Geldstrefe bis zn 60 Mk. oder Haftstrase bis zn 14 Tagen zn
gewärtigen. Zuwiderhandliiiigcn gegen 8 2 Ziff. 3 ziehen Geldstrafen bis zn 50 Mark
oder Haft bis zu 8 Tagen, bezw. Geldstrase bis zu 20 Mark nach sich.

H. Die Handhabung der StraßenpolHei im Heidelberger Ltadtmald.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 23. Oktober 1880.

81. Es ist verboten, anf Wegen Z-uhrwerke statt dnrch Anwendnng eines Rad-
schnh's oder einer Mücke rauh zn sperren.

8 2. Das Fahren, Neiten nnd Viehtreiben anf Fnst-, sowie ans Gehwegen ist
nntcrsagt.

8 3. Das Verunreiliigen der Wegc, freien Plätze, Schutzhänschen, sowie der an
Wcgen ansgestellten Tische nnd Bänke ist verboten.

Uebertretungen der 88 1 nnd 2 werdcn gemäst 8 806 Z. 10 N.-St.-G.-B. an Geld
bis zn 60 Mark oder mit Haft bis zn 14 Tagen, Uebertretnngen des 8 8 gemäst 8 129
P-St.-G.-B. mit gleicher Strafe geahndet.

Iss. Die Lrhaltnng des Klingenteichweges und -er übrigen Vege des

Ltadtwaldes betr.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 20. Jannar 1883.

8 1. Alle Wagen, mit welchcn ans den Steinbrüchen oder ans dem Stadtwalde
Aiaiiersteine abgeführt werden sollen, müssen mit geichlossenen Kasten versehen sein,
wclchc nicht länger als 3,60 Metcr sind nnd mit Einschlnst der Leilerbäume die Höhe
von 0,60 Meter nicht übersteigen. Der Wagenkanen mnst nnten einc lichke Weite von

0. 60 Meter nnd oben eine sotche von 0,W Meter haben.

8 2. Die Näder der Steinwagen müssen annähernd vorn 1,05 Meter, hinten 1,30
Meter Höhe haben. Die Neife derselben dürfen nicht unter 12 Centimetcr breit sein.

8 3. Das Gewicht der Ladnng eines Wagens darf 80 Eentner nicht übersteigen,
die Abfiihr von 27 Knbikmeter seiner badischen Knbikrntej Mauersteine darnach nicht in
weniger als 10 Wagenladnttgcn erfolgen.

8 4. Bei allen Steinfnhren sind zivei sog. Mücken anznwenden und ist das Rauh-
sperren nnd das Anlegen eines Radschuhs untersagt. Die Steinfuhren sind stets von
zwei Männern zn begleiten, von welchen der eine die Pferde zn beanfsichtigen, der andere
die Mückcn zn bedienen hat.

8 5. Bei den Holzfnhrwerken nnd Fnhrwerken anderer Art ist das Nauhsperren
nntersagt, dagegen die Anwendnng eines Nadschnhs gestaktet.

8 6. Vorstehende Bestimmnngen treten bezüglich der Breite der Näder mit dem

1. Januar 1885, im Uebrigen mit dem Tage der Veröffentlichnng dieser ortspolizeilichen
Vorschrift in Kraft.

8 7. Uebertretnngen werden anf Grnnd des 8 866, Ziff. 10 R.-Str.-Ges.-B. an
Geld bis zn 60 Mark oder mit Haft bis zn 14 Tagen bestraft.
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