Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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des Potizeistmfgesetzbttches mid der §§ 2, 11 tt. 12 dieser Perordiimig datz Bezirtsanu
nach Beiiehinen iiiit der Straßettbmiiiispettioil znstaiidig. Handclt es sich um pliiord-
ittiiiqeii, welche fiir ciiie Lmidstraße odcr bestimmte Strecken derselben allgemeiiie Be-
deitt'mig Habcii, so ist die Änordiimig im 2lmtSoerkiiiidigiittgsblatt oder iii sonst geeig-
neter Weise, z. B. diirch Aiibriiigmig eines Biischlags, ziir össentlicheil Kemitttis zit
briiigcii. Für Laiidstraßeilstreckeii, wclche gleichzeilig Ortsstraßeii siiid, tömiett in driii-
geiidcii Halleii solche Aiiordililitgcii, iiameutlich im Falle dcd § 4 dieser Berordmmg,
auch durch die Ortspvlizeibchörde erlassen werdcii; alsdami ist aber die an sich ziistäu-
digc Behördc (die Straßeiibaiiiiispektiott oder das Bezirksamt) zum Bweeke dcr etwai-
gcu weitcrcii Berfiigmig alsbald von der getrofscueii Äiiordnmig iu Keiiutuis zu setzcu.

§ 23. B ii st äudi g c B eh ö r d e n b c i (9 e m ciud e w e g e u. Zur (ßrlassmig der
aus (ch-iiieiiidewegc bezüglicheu Aiiordiimigcu ist iu deu iu rz 22 bezeichueteii Fälte'u die
Orlspolizeibehörde znstätidig. Steht der bezüglichc Cäemeiudeweg uuter der Aufsicht
der techiiischeu Staatsbchörde odcr miter der Berwaltmig des Kreisverbaudes, so ist
zuvor dic Straßetthauiilspcktioii mid im leiztcreu Falle, soivcit olme Berzögermig thmi-
lich mid iiameiitlich vor (ßrlassmig allgcmeiuer mid dauerudcr lkluordmiiigeii, auch der
Kreisaiisschuß (bezw. Soiiderausschußi zu höreu. Haudcli es sich iim Aiwrdmiiige»,
welckie sür eincii (Kenieiiideweg oder bettimmte Ltreckeu dcsselbeu eiuc allgemeiiie Be-
deiitmig habcn, so siud dieselbeu iu der lllcgel in der ,chorm eiuer bezirks- oder ortspoli-
zeilichen Borschrift zu erlasseu mid jedeusalls iu geeigucler Bckeise lvcrgl. zl 22 Absatz 2i
zur öneiitlichen Keniitiiis zn briiigeu.

>: 24. O rts- mid bez i rksp ol izeil ielie B orsä>riite u. Am Uebrigeu
bleibt es hiusichtlich der (Kemciudewege »ud Orrsttraßcu gemäß Ari. 3 -pner VI. lii. e.
des bad. ckinsülirmigsgeietzcs v. 23. Bez. 1^7! zum üieittisttra'geietzbuäie de» Bezirls-
und Ortspolizeibehördeii vorbcballeii. uaeii Biaugabe der beiouderei! Bedürfuiise mid
Berbälliiissc iveitcre Beitimmmigcu zm (i'rbalimig der Siäierbcit, Beaiiemlielikcit,
Aeinlichkcit mid Aiihe auf de» öiieiikliäieu Wegeu zu erlaneu. Wcuu derariigc poli-
zeilichc Borschrifteu sür Orlsitraßc», die iich im Kaiidinaßeuverbaude beiiudeii, odcr
iür (pcmeiiidewege, wclche miter der Aiiinwt der tcämischei! Staatsbeliörde oder miler
der Berivaltmig der Kreise stehe», erlaiieu werdeu solle», io iü zuvor die ctraßeubati-
Iuspcklioii mid iu lctztercm szalle aucli der Kreisaiissämß bezw. Soiideraiisschuß zn
hörc».

§23. Haiidhabii iig der st ra ßcu polizeiliche» Aufsicht. Aebeu deu
Bedümstete» der Staats- mid Gcmeiiidepolizci siud iiisbesoudcre die Straßciiwarte mid
dic Straßeumeister dazu bcriifeii, bei B»widcrhaiidlmigeii gcgeu die Borschrifteu diescr
Berordiiuug, gcgeu die iu deu §§ 1i>7—199, 113, 129—124, 129 des Polizeistrafacsetz-
lmchs, dcm § 366 Pifser 2 —5>,'ß mid l>, dem § .367 Bisser 12—1.3 mw § 379 Biss"' 1
imd 2 dcs Rcichsstrafgesetzbiiches euthalteueii straßeiipolizeilicheu Bestiimumigett sowie
gege» dic clwa erlasseiteu bezirks- uud ortspolizeilichcil Borschrifteu sacheutsprechend
ciiizuschreile», die Fortjetzmig derselbeu z» verhiudcril mid sowohl hinsichtlich der selbst
wahrgeuoimiieiieil als der aiiderwärts iu (ßrsahrmig gcbrachtc» Buwiderhaiidlmigeil
alsbald Anzeigc zu erstatteu.

Die Auzeige des Straßeuwarls ist, wemi es sich mu eiue auf ciucr Laudstraße be-
gaiigeue Zuwiderhattdlmig gege» § 129 des Polizeisrrasgesetzbuchs, mii Bmvidcrhaiid-
luugeii gcgen § 197, 198' Biffer 2', 199 Pifser 1 uud 3, 116 mid 12!» des Polizeistraf-
gcsetzbuchcs odcr »m BiNviderliaudlmigeii gegc» dic §§ 367 Biffer 13-13 mid 379 Z.1
mid 2 des Aeichsstrasgcsetzcs haudelt odcr iveiiu die Bmvidcrhaudlmig iu (Kemciiideil
begaiigeu wnrde, wo dic OrtSpolizei durch die Ltaatsbehörde verivaltet wird, au dad
Bezirksamt, i» dc» übrigeii Fälle» an deu Bürgermeistcr der (Üeiuarkmig zn richtc»,
iuuerhalb tvelcher die Uebertretmig begaugeii Ivurde; aueli hat der ^traßcmvart solche
zhiwiderliaiidlttiigeii, falls sie auf Laudstraße» oder anf eiiiem der Aufsicht der tech-
»ischeil Staatsbchörde ttntcrstchcndeii (Kcmeiiideivcg begaiige» ivnrdeu, z»r Kemitiiis
des vorgesetzte» Ltraßeiimeisters zu briugc».

Die Bürgermeister habe» die Anzeigc i» deu dureli die §§ 131 mid 132 des obige»
(Aiisühriingtzgcsetzes mid § 23 der Boll.ziigsverordumig vom 11. Scplember 1-379 über
das Polizcistrafverfahreii'bezeichiieteii Fällcu a» das Bezirksamt abzugebeu.

§ 26. Schlttßbestimmttug. Dicse Berordmiug trilt vom Dagc der Ber-
kündmig an i» Krast.
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