Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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K 5 Läckcv und Vcrkäufer von Backwareu wcrden >ieuiäs; 8 k341> P.-Str.-6).-B.
bcstraft

a. weuu fie der Borschrift uutcr ^ 1, it uud 4 zuwidcrhaudelu, au Gcld bis va
30 Mark.

b. wcuu sie die Vorschrift dcs -s 2 übcrtreteu. au Oleld bis zu 00 Mart.

Dic Vuschläqc über die Preise siud gcniäß Ärt. 73 der 6stwerbcorduuiisi mit dem
polizeiticheu Dtempel z» vcrfehcu.

I>. Dcn Ntrkanf von Slumen, Obft nnd Lackwartn anf Straßkn

und öfftntlichen Plätzen bttr.

Ortspolizeiliche Vorschrift voiu 21. Lepteiuber 1870.

Auf (Oruud dcs rs 300 Ziff. 10 N.-Str.-Gcs.-B. wird das Fcilbieteu vou Bliimen.
Obst uud Backwarcu auf deu Straßeu uud öffeutlicheu Plätzeu durch >!iuder uuter 14
Iahreu verboteu. Eliern und Voriuünder siud sür Uebertretuiisien dieses Verbols durch
ibre .(ti»der mit verautwortlich.

L. Vielihof-Ordnung.

(Schlachthaus-Orduuusi versil. obeu II. ^.)

Ortspolizciliche Vorschrift vom 1.3. Novcmber 1870 mit Urgäuzuusieu vom
24. Iuli 1877 uud 1. Oktober 1878.

H 1. Alles große uud kleiue Schlachtvieh, sowie Pfcrde, welchc durch (siuheimische
oder Auswärtisic zu Wasscr uud zu !2aud zuiu Verkauf iu hiesiger Sladt eiugebracht
werdeu, müsseu iu den bestchcudeu Viehhof ciwzcslcllt werden. Die Bcuüvunsi audercr
Stallräuiue sür dcrartigc Tiere, sowic dcrcu Verkauf au andereu Ortcu ist uutersasil.
Alles sür hiesige Metzger, selbfl auf vorherigeBestelluiisi, ciugebrachte Schlachtvich gilt
alszumVerka u f eiu g e b r a ch t, fo lauge uicht uachsiewicseu wird, daß der !>iauf
preis »ilt dem Metzgcr schou vor dcm Eiubriugeu dcm Stück uach fest vereiubart ist,
also uamcutlich uicht uoch vou dcm, sich uach der Schlachtuusi crsicbeudeu, Gewicht oder
vou der Ounlität des Fleischcs abhniisiisi gemacht war.

ts 2. Für das Giustelleu deS Viehes in deu Vichhof auf die Dauer vou acht Tageu
hat der Verkäufer au deu Beständcr zu eutrichteu:

1j für ciueu Ochseu, Stier, eiue Kuh. ciu Riud oder Pfcrd . 18 Pfg.

2j für eiu fettes Schweiu.18 „

.3) sür ciu .stalb oder Schaaf.12 „

4) fiir eiu »lagcres Schwein oder eiue Zicgc .... 0 „

3) für ein Spanferkel.3 „

Bleibt das Vieh läuger als acht Tage im Vichhof stchcu, fo ist die gleichc Gchühr
wiedcrholt zu entrichtcu.

3. Beständer hat für hiuläuglicheu Ranm zum Uutcrbriugeu des eiuzustetlcudcu
Viehes zu sorgen, die Stalluugcn mit hiuläuglicher Streu versehcu zu lasseu uud siäi
jeder Gebühreuüberforderuug zu euthalteu.

rs 4. Au dcn Sonu- und gesetzlicheu Feiertageu ist der Verkauf vou Vieh im Vieh-
hofe uutcrsagt.

.3. Das Vieh ist im Viehhof sowohl als währeud dcs Transportcs unter gehö-
rige Aufsicht zu stellcu.

fs 0. Sämtliches eiugebrachtc Schlachtvich ninß sich iu schlachtfähigcm Zustaude
bcsiudcu. Kraukc uud nicht iu fchlachtfähigem Zustande befiudliche Ticre, sowic uurcife
Kälbcr werdeu, fofern dereu Zurückweisuug iu die Heimat uicht fiir geboteu crachtel
wird, sofort der städtischeu Freibauk überwiesen. Wiisentlichcs Giubringcn krauke»
Viehcs uuterliegt der im tz 90 des P.-Str.-G.-B. augedrohteu Strafe an Geld biS zu
130 Mark oder au Haft bis zu 0 Wocheu.

^ 7. Uebertretüngeu dieser Vorschrifteu werdcn uach Maßgabe der M69 uud 14i>,
Ziffcr <i der Gewerbeorduuug mit Gcldbuße bis zu 30 Mark nud im Falle des Uuver-
mögeus mit Haft bis zu acht Tagen bestraft.

IO Verkauf von Hol), Hru und Ltroh in drn Ltraßen (vgl. oben IV. ö.).
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