Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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des Bezirksanits an der Kapfbcdcckiing die Bczciciinnng „Dicnstinann" bcziehnngsivciie
„Lohndiener" anznbringen.

Ten DicnftmannS-Jnstituten kann von dem Bezirksanit der anSschließlichc
brauch bcsondcrer, näher zn bestiniincnder Mzeichcn gcftattet incrdcn, nnd ift da»n dac?
Tragcn derselben altcn Dienstmänncrn, wclchc nicht zu dem Jnftitut gebörcn. nnlcrsagt.

tz 4. Die Dicnstmänner w. habcn sich gcgcn das Publikum willig und anftäiidia
zn benehmen und sich jeder Zndringlichkeit zn entbalten.

K 5. Den Dienstmännern w., bezw. ihren Borftebern, ist im allgemcinen dieBftwl
des Standortes freigestcllt, vorbehaltlich der BcsugniS der Polizcibehördc, ibnen die
zur Berhütung von Kollisionen und Slörnngcn ersordcrlichen Weisnngen zn erteilcii,
welchcn sic unweigerlich Folgc zu leiften haben.

Tarif.

I. Für bcstimmtc Gängc.

1) Jm Jnnern der Stadt mit dein Hauptbabnhosc, dem netien
akademischen Spital, der Diemer'schen Braucrei, dem vorm.

Fäger'schen Bicrkellcr iKlingenteich) und chcmaligen Mcp'schen
Kunstsammlung als Grcnzpunktcn, sowie vom Bahnbos bis
zum Professor Hosman'schcn Hans (Alte Berghcimerstraftc)
nnd der Keller'schen Fabrik.

2) Bom Innern dcr Stadt bis zu den zwei lctztgenannten Pnnk-
ten, sowie dem Schloftberg (oberhalb dcr Ticmcrcit .

ll) Bom Jnnern dcr Stadt nach der Gasfabrik und dem Fricdbose

4) Bom Bahnhof nach dcn zwci Icptgenaunten Punktcn .

5) Vom Jnnern der Stadt nach stkcuenheim, Hirschgasse nnd

Heydweilers Hans.

6) Vom Bahnhof nach den zwei lctztgcnannten Punktcn, sowie

nach dem Schloftberge . . . '.

7) Nach dem Schlosse.

K) Nach Alberts Hotel oder dem Schiefthanse.

0) Nach der Molkcnkur odcr dem Wolfsbrnnnen ....

10) Nach dem Neuhof über die Kanzcl.

11) Nach dem Königstuhl oder Heilitzcnberg.

12) Nach Handschuchshcim, Kirchheim, Zicgclhausen, Wieblingen

oder Rohrbach.

H 6. Von jedem Dicnstmaun wird angenommen, daft er allcn in dem auitlich gc-

nehmigten Taris bezeichneten Arten von Arbeitcn und Dicnstcn nm die dort aufgestcll-
stcllten Gcbühren sich unterziehe. Gr hat jeder hicranf bezüglichcn Anffordernng als-
bald Folge zu leistcn, wenn er nicht bereitS anderwärrs beftellt ift. DaS Anbictcn von
Führerdiensten an Fremde, welche die hiesigc Gegend oder hicsigen Sehenswürdigkcitcn
betrachten wollcn, ist nnr den Lohndicncrn t Fremdensührern) gestattet.

7. Jeder Dienstmann ec. hat cin Gxemplar dieser Ordnnng, sowic dcS Ge-
bührcntarifs stetS bei sich zu führen und anf Berlangen den Bcsteltern, sowie dcm Po-
lizeipersonal vorzuzcigen.

Z 8. llebertretungen diescr Bestimmnngen werden an Geld bis zu 150 Mart
bestraft.

Oefterc Bestrafungen der Art oder ein fortgesctztcs, zuchtloscs nnd unwürdigcs
Nerhalteu könneu die llntersagnng und nötigenfalls polizciliche GinstcUung dcs Ge-
wervebetriebes zur Folge haben (H 4 Abs. 3 der V.-V. z. G.-O.).

Wird Rückverbringung, Rückantwort oder Rückbegleitung verlangt, so ist die
Hälfte der Taxe und zwar wenn das Gepäck nicht zurückgcbracht wird. der cinfachen
Taxe von Kolonne I. mehr zu cntrichtcu sür etwaigc Wartezeit ist Abschnitt lV. Ziff. 3
maßgebend. Betragt das Gewicht des Gcpäcks über 25 Kilogramm, fo ist die Hälfte
der in Kolonne II. angegebenen Taxe mehr zu bczahlen; für Lasten von übcr 50 Kilo-
gramm ist, wenn sie ini Handkarreu gcfahrcn wcrdcu, die doppcltc Taxe zu bczahlen ;
inehr kaun bei bedcutenden Lastcu nur auf Grund ausdrücklichcr vorherigcr llcbercin-
kunft vcrlangt werden (Abschn. IV. Z. 1).

Jst das Gepäck Stockwerke hinauf- odcr hiniinterzutrageu, so kommen per Stück
und Stockwerk 5 Pfg. in Ansatz; Handgcpäck bis zu 25 Kilogramm ist ohne besondere
Vergütnng hinauf- und hinabzutragen.

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bis „n:

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Hand Sand

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— 20 - 35

— 35 — 5il

— 45 - 0«>

— 30 — 41'

— 50 — 70

— 00 — 30

— 70 l

— 80 1 U>

1 — 1 40

1 40 l 70

2 40 3 -

l - l 40
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