Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1888 — Heidelberg, 1888

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8 W. Die Arbeitgcber habeii ein Drittel der Beitrage, Ivelchc aiif die von ibiieii
bcschäftigten versicheruiigspflichtigeii Pcrsoiicii ciilfollcii, cuis eigciicn Mittcln zu Icificn.

tz ült. Die Arbeitgeber siiid berechtigt, deu von chiien beschiifligtcii Pcrfoiieii die
Bcitrchge, Ivelche sie für diefclbeii ciiizahlcn, sowcit sic solchc iiicbt nach ans cigeiicu
Mittcltt zu leisteu habcii, bei jeder regeliiiäsiigeu Lohiizabliing niAbziig z u br i iigcn,
solveit sie auf diese Vwhuzahluugsperiode antcilsiveise ciittalleii.

Grtskrankknkajskn I, II un- III.

Städt.Warstallgebäiide, III. Stock.

GeschäftSstiuideu: voruüttags vou ü —12 imd uachmittags bo» i

Borsiaud dcr I.Kassc die Herreu: II. Borsitzeudcr: G. Ilrbaii, Kürschncr

I. Borsitzcuder: Herr Gg.Schmidt, Ziuiiuer- Schriftfiibrer: vacat
meisier

II. Borsitzeiidcr:HerrP.Roth,ZiiiiiuetpoIier
Schriftführer: Herr Joh. Nemler, Maurer-

meister

Herrcil Adam Hohl, Iakob Stto, lüudivig Borsta nd der l!1. asfc d
Schlotthauer, Ail. Wolf, Fr. .silotzbicger,

ü Nbr.

Hcrrcu ü'inil chocsler, h. Hu mmel, Schaller,
Fiihrmauu, Lcibi, Ziegler, Beiilicb,
Üraus, Wüchuer.

e H erre u:

. Borsitzeuder: Fr. Burgiveger, Ilbruiacher
siarl Schcnkel, Aug. Schneider, Nik. A'ci- II. „ I. A. Auuiveilcr

Schriftführer: D. Fchreiibachcr, pütbograph
Herreii Th. Rautcr, C. Hohiueister, Älbert
>tehrer, A'auteiibaus, Dieiz, Zcb, Mcchler,
Sommer

bold, F-r. Güuauer.

B o r siaud d e r II. asse dic Hc r r c u:

I.Borsitzeuder: HcrrBal.Maper, Bierbrauer
.siafseu- uud Aechnuiigsführer: Herr L. Pfisierer.

.siasseuärzte: Hcrren Dr. Srtli, akad. .(iraiikeubaus, ^prechsiuude: vou ' el l 12 Ilhr.
Nölluer, Untere Ncckarstrasie 60, Sprechsiuude: uachmittags vou 2-ü III,r. Dr. Seiz,
.sirämergasse 24, Sprechsiunde: voruüttags vo»8—!> Ilhr.

Geldcrheber: Herreu Dcgenhart, Messiuger uud Bogt.

Gcmeiusame Meldesicllc im Siuiic deS 76 des .siraiikeukasseugesetzes zur Zeit siädt.
Macstallgebäude 111. Stock.

N. Grset;, betreffcrld die Rechtsvcrhältniffe dcr Dienftboten.

vom 2. Februar 1868.

«Bestiuimuiigeu bezüglich dcs Geiverbcs der Mägdeverdiugeriiiucu vergleichc VI. <1.)

sf 1. Dcr Bcrtrag zwischeu dem Dieiistboteu uud der Dieustberrichaft, wodurch
dcr eiue Tcil zur Lcistuiig büuslichcr oder laudivirtschaftlichcr Diciiste währeud eiues
läugcreu Zcitrnuius, der audere Teil zur Zahliliig eiues beslimiute» HohueS, sowie zur
Veistiiug ciues augciuesseucii Iluterbalts sich verpflichtet, ist verbiudlich abgeschlosseu, so-
bald über die Art der zu übcruebuieudeu Dieusie im nllgeiueiiieu uud über dcu Betrag
dcs DieusilobuS Giuigiiug crfolgt ist. Iusoferu der Zuhalt deS abgeschlosseueu Ber-
trages uicht nblvcichciide Bestiiiiiuuugeii festscyt, richteu sich die Nechte uud Berbindlich-
keiteu der Bertragspersoucii uach deu folgeudeu Borschrifleu.

2. Die (s-juhäiidigiiug »ud Auiiahuie eiucs Haftgeldes gilt als eiu Beweis des
abgeschlosseueu Bertrages. Hüuseitige Zurückgabc oder Ucberlassuug des Hnftgeldes löst
deu Bertrag uicht auf. Das deu Diciistboteu ctwa gegebcue Haftgeld wird auf den
Lohu abgercchuet.

8 2. Für dic zu häuslicheu Dieusteu geuüetcteu Dieustboteu begiuut die Dieustzeit
am 2. Weihuachstag, 2. Ostcrtag, Ioliaiiuistag, N-ichaclisiag uud dauert bis zu dem
ieweils nächstfolgeiideu diefer Tage. Bei der Miete zu Dieustlcistuiigcu iu der Laud-
wirtschaft gilt der Bertrag für eiu Iahr abgeschlosscu uud bcginiit am 2. Weihuachlstag.
Dassclbe gilt bci deu Dieustboteu, welche sowohl zu laudwirtschaftlicheu als zu häus-
lichen Dieusteu genüctet wcrdeu. Bei dciu Gediuge iiiouatlicher Zahlung gilt der Ber-
trag auf die Dauer eiues Mouats gcschlosscu.

8 4. Der Bertrag, welcher bei deu auf eiu Iahr gemieteteu Dieustboteu uicht sechs
Wocheu, bci deu aus ein Bierteljahr geuiieteteu uicht vicr Wocheu oder bei mouatsweise
gcmietctctt Dieustbotcu uicht vicrzchu Tagc vor Ablauf der Dieustzcit geküudigt ivird,
ist als sür die gesetzlich uiiterstellte Dauer der Dieustzeit ftitlschiveigeiid erueuert auzu-
seheu.
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