Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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iibmwmiiu'il haben, den Mitgliedcrn dieser Bereinc, dcr Ortspolizcibehördc niid dcn
von ihr beailftrcigteil Personen jederzeit den Zntritt zu dcr Wohimng des Pslegekindes
zu gewähren nnd jedc gefordcrtc Anskunft zn ertcilen.

tz ü. Ileber dic in der Gcnieindc gegcn Gntgclt in Privatpslege gcgebenen zlinder
unter 7Iahrcn hat die Ortspolizeibchörde ein Berzeichnis nach einein voin Bezirksauil
festzustellenden Scheina zu siihren nnd jeweils ans 15. Iannar nnd 1.'). Inli einc Ab-
schrift hiervon dein Bezirksainte vorznlegen.

^ 0. Pflegcr, welche den Bestiinninngen dieser Vorschrift znwidcrhandeln, werden
an Gcld bis zu 50 Mark odcr mit Haft bis zn acht Tagcn bestraft.

6. Die Schlicsznno der -woliiningeil inr Dachtieit betr.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 10. Febrnar 1806. 57 Ziffer 2 P.-Str.-G.-B.)

Jcder HanSeingang inus; währcnd der Nacht von 11 llhr an geschlossen fein. —
Nebertietnngeil wcrdcn an Geld biS zn 10 Mark bestraft.

v. Fejksehnng der Polizeijtnnde.

Dic Polizeistnnde für Heidelberg ist anf 12 llhr nachts festgcseht. (Ortspolizeiliche
Borschrift voin 20. März 1877. 865 P.-Str.-(ö.-B.)

L. Pnlizeiliche Uufftcht nder die Dunde betr.

I. BczirkSpolizeilichc Vorschrift vom 26. Novbr. 1866. 108 P.-Str.-G.-B.

(Mit Giltigkelt fiir den ganzen Bezirk):

Allc Hunde gröfferer Gattung, init Aiisnahine dcr Iagd- nnd Hnhnerhnnde,
sowie der Schäferhunde, diirfen nnr init einein vorschriftsinäffigen Manlkorb ver-
sehen auf die Straffen, in die Wirtschaftslokale nnd an andcre öffentliche Orte ge-
bracht werden.

II. Mit Giltigkcit fnr Hcidelberg, Schlicrbach nnd Neilenheiin.

1. Bczirkspolizciliche Vorschrift voin 26. Febrnar 1878.

Gs ist verboten, Hnnde (gleichgiltig welcher Gröffe nnd Gattnng) ohne wohl-
befestigtcn, das Beiffen verhinderndcn Ntanlkorb hernmlanfen zn lassen.

2. Ortspolizeiliche Vorschrift für Hcidelberg vom 26. F-ebruar 1878, sür Nenen-
hcim voin 10. März 1878.

Wer Hunde (cbenfalls ohne Nücksicht anf Gröffe nnd (ffattnng) in öffentliche
Wirtschaften mitbringt, wird an (ffeld bis zn 20 Mark bestrast.

Tas Berbot unter II. 1 nnd 2 erstreckt sich anf die genannten Orte, soweit die
bewohntcn Hünser reichen nnd soweit diese nicht ganz anffer Fiisaminenhang mit
dem Ortsetter stehen. Anfferhalb dicseö Teils von Heidelbcrg, Schlierbach und
Nenenheiin (also inSbesondere anch bezüglich der Molkenkur, des Speyercr HosS.
des Kohlhofs und dcs WolfSbrnnilenS) sindct Fifser 1 Anwettdnng.

III. B e r o r d n n n g voin 11. Mai 1876. G P.-Str.-Ges.-B.)

8 1. Alle an öffcntlichen Orten bcfiiidliche, übcr sechs Wochen alte Hniidc iiiüssen
aui Halse eine inindestens drei Centiineter iin Durchniesser groffe, den Wohnort des
Besitzers angebende Marke von Messing oder Nlessingblech tragen. Es gcnügt, wenii
aiif der Marke die Anfangsbnchstaben der Gemeinde nnd des AintSbezirks soweit ange-
geben werdcn, daff Verwechslnngen ansgeschlossen bleiben. Die Marke soll am Hals-
band hüngen, darf also anf das letztcre nicht vollständig anfgenietet werden.

8 2. Hnnde, welche nicht die vorgeschriebene Ntarke tragen, werden — vorbehalt-
lich der Bestrafnng der Besitzer — eingesangen nnd, wenn sie bis znin Ablaufe dcs
zweiten solgenden Tages nicht von dein Besitzer nnter Vorzeigen der Quittuiig über die
an die (ffemcindckasse gcleistete Fahlnng einer Gebühr von zwei Mark abgeholt werdcn,
getötct. Die Auslösnngsgebnhrcn sind znr Decknng dcr Kosten für die Allfbcwahrnng
uud Verpflegnng der gesangenen Hunde und zn Bclohnnngen für das init dem Voltzng
der Verordnnng betrante AufsichtS-Personal, ivelches sür das Eiiifangeil jedeS Hnndes
50 Pfennig erhält, zn verwendcn.
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