Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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voii der Nachbürsgrenzc wird von dcr Inncnseitc der Grnbc an ge'.uesscu. Wo ciiic
genaue Grfüllung dieser Vorschriften örtlicher Verhältnisse wegen uicht stattiiiidcn kam,
sind die Gruben nach den besondcrcn Anordnuugen dcr Baupolizeibchörde berpistclleii.

lz l8. csede Grube mnn nach allen Sciten ihrc eigcncn Nianern erhalicn, wclchc
bci Verwcndnng von Brnchsteinen 0,45 Mcter, bei Vcrwendung von Backslcinen min-
dcsteus 14 2 Normalstcin (25 cm lang, 6,5cm dick, 12 cm breit) stark scin und mil Ce-
ment odcr hndranlischcm Mörtel gemaucrl werden miissen. Fcrner sind dic Griibcn im
Innern mit einer mindcslcneG),12 Meter starkcu Backstcinwand in (sement gcmauerl
in der Wcise zu verklciden, das; zwischcn beiden Mancrn ein 2cm breitcr Ftvüchenranm
blcibt, wclcher mit (ftmcnt ansingicstcii isl.

10. Der Bodcn der Grnbc mnst anS cincr 18cin dicken Betonschichlc IicrgesleUt
wcrdcn, anf wclchc iodann ein Backstcinbodeu in ftenienl ;n legen ist. Ter Boden dcr
Grnbe mnst von allcn Deilen gcgen dic Gntlccriiiigsvcrlicsiing hin (Ocsäll baben. Letz-
lerc mnst Wcm weit nnd cbcuso lici sein, sowic sich immiltclbar nnlcr der Ginstcige-
Dcisiiniig bcsinden.

Ü 20. Icde Grnbc ninst mil eincm mil Gcmciit gemauerlcn, 25 cm ilarten Olcwölde
iibcrlvölbt wcrdcn.

8 21. Ter Boden dcr Grubc, dic vier Wandstächcn nnd das Gcivölbe iind mit
cinem geglältclcn, l>/c cm startcn Oemcntvcrpnizc zn vcrsehcn.

i/ 22. Tic Giiistcige-Testiiung der Grnbc isl cntivedcr mil ciner Ttcin- oder mit
eincr (sisenplalte liistdicht zn vcrschliesten nnd diirsen in der leiztercn keincrlei Teff-
iinngcn znm Ginlccrcn von (lchrichl. Niche, illiichciiabfallci! n. dgl. angebracht wcrden.

rs 23. Tic ans den Gcbändcn in dic Nbtriltgrnbc siihrcnde Bnleitnng must aus
Giicn- oder Llcingntiöhrcii in glciäicr Wcitc wic die Nbsaliröhreu (21 ciaj bcitchcn.
läcinc Grnbc dars mchr als 5 onbikmcter Oiauminhalt haben.
tL 24. Iede hicrnach ansgksiihne Grnbc mnst, ehc iie vcrpntzt wird, nnd vor ihrcr
Bcnüyuug gcpriiit wcrden.

stnm Bwccke der Priisnug ist Ni'zcigc bei der Banpolizcibchördc zn critatlcm
Gs dars teinc Grnbe in Gcbranch geiiommcu wcrd.u, bcvor iie vou dem amilichen
Sachverständigen vorschristsmäßig besnnden tvnrdc.

25. Bnm Bweckc dcr Nusbcssernng sind die Gruben cincr pcriodischcn llnterinch-
nng nittcr polizeilicher Anssicht zn nntcrziehen.

Vorschristcn sür bcitchende Anlagcn.

zi 26. i/Ille bercits bestehcnde Abtriltgrnvcn, welchc sich nach dem Giilachlen dcs
anttlichen Sachvcrständigcn nicht als waiscrdicht crwciscn, sind alsbald dadnrch ivaiier-
dicht herzustellcn, dast dic llnisassiingsmaiicrn cinschlicstlich des Bodens abgewaschen und
mit Gemcitt ansgcsügt, sodann im Fiinerii mit cmcr 12«m starken, in(5emeiit gemancr-
tcu Backstciuwand in der Weiie vcrkleidct wcrdeu, dast zwischcn dcn bcstchendcn llm-
sassungsmauern nnd dcr neucn Backstcinwand ein mindcstcuS 2cm breitcr Bwiichen-
raum vcrbleibt, wclcher mit Gcmcnt anszugiesten ist. Dcr Boden dcr Grnbc iit durch
zwci in Oeiuent überciiiandergclcgtc Backstcinschichtcn zu verwahren, und so auznlegcii,
dast cr nach der Elitlecrungsvcrticsung hin Gefal! erhält. Wo eine NcuherstcUung des
Bodcns ersorderlich lvird, iit dcrsclbc nack, den Bcitimmnngctt übcr Anlagcn ncner
(>lriibc>i herzustellen. Alle Abtrittgriibcn nitisscu im Innern mit einem geglätieicn,
1>,2,ui starkciiEcmentvcrpilst verichcn und anstcrdcm mit eincm 25cm starkenGcwolbe
überwölbt werden. Wo eine Nbdecknng mit Tielen crfolgcn soll, ist das Vcrfalnen
nach iz.OO einznhalten.

^ 27. Sollten alte Nbtrittgnibc», mehr als 5 ztnbikmeter Nanmiiihall haben, io
iit dnrch NiiSmaiienl der Grnbc, ehe die iimere Verktcidnng mit Backsteinen vergeiivm-
mcn ivird, der Oiaiiminhalt ans das vorgcschriebeiic Maß zu vcrringcrn.

y 28.

Vvr Fertigstcllnng der Nbtriitgniben ist nach rs 24 zn vcrfahrcn.

U Duttggruben und Pfubllöcher.

tz 2l>. Für dic banliche Nnlagc und Untcrinchnngcn dcr Tuuggnlbcn nnd Piubl-
löckicr gcltcn die gleickicn Voischriftcn, wie sür die Nbtrittgrnben. Icdoch mnst dic E»t-
sernung dcr Tiinggrubeu und Psnhllöcher vou Bruuncuschachteu, 'Wasscrlcitmigen,
Bnmneilstnbeii nnd der Nachbarsgrcuze miiidesteus 5 Mcter bcirageii. .stein Piiihllock;
darf mehr als 15 .(iubikmetcr Naüminball habc».
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