Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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hat untcr persöiiticher Leitimg des Meifters rmd mit Beachtimg nachftepeiider Borsichls-
maßregeli, zu geschchcn: .... . _

1) Es ift rcchtzeitrg vorher dmch deu Naiumscger der r7rtspe>Iizeipchörde vou deiu
Vochaben Auzeige zu meichcn, domit diese die Nachbaru davou beuachrichtigeii und die-
selbeu vcraiilasseii kann, alle Oeffuimgeu, durch wclche Fuukeu eiufalleu kouueu. sorg-
faltig zu verschlieszeu.

2, Wäluend der Boruahiuc des Getchafts smd dft stlappeu dcr i7feuröhreu uud
dieOfcnlluireu verschloss'eu zu halteu uud eiue weißc ^ignalfahuc auf dem Tach auf-
zustcckeii.

3, Das auSziibrcuucnde >iaiuiu darf keiue Risfe habeu uud uiiiß iu gukcin bau-
lichen Zustaude seiu. Die iu dafselbe uiüiideudcu Ofcnrühreu diirfeu uiche schadhaft
sein und keiuc lcicht cutzimdlichcu (ffegeustaude sich iu der Nähc bciiiideu. Die Kaiuiu-
putzthürchcii müsseu vcrsckilosfen seiu. Ileber alle diese Puukte hak sich der cksteister vor
Begiun dcr Arbeil geuan zu verläfsigcu.

4i Tie Zeit fiir das Biisbrcuuen ist so zu wähle», daß das (steschäfl bis spätesteuS
2 Uhr Nachiuittags beeudet ift. DaS Ausbrcuiicu darf au keiuem stijrmiicheu Dage
iind weder bei großcr stälte uoch bei anhalleuder -viue geschrlieu. Zu tffebäudeu mit
Ltroh- oder Lehiudelbedachimg sol! das Ausbreuueu uur iu deu Mouaken N'ovciuber
bis Äpril vorgenoiuiueu iverdeu.

5s Por dem Begiim desfelbeu siud die uötigeu Boruckitsmaßregelu zu ireffeu, uui
dem hiuausschlagk'.ideu odcr iibcrhauduehmeudeu Feucr durch Bcrschluß der Oeffuuug
dcs.stamius mil Platteu oder eiseruen Deckelu uud dergl. soglcich uii' Erfolg begegueu
zu köimeii blucki ist vom .Oausbesirzcr eiu zureicheuder Wasservorral iu da-? Oaus uud
iusdcsoudere iu die stlähe des .ffaiiiius zu schaffeu. Aus dem Dache ift eiue Ilcberwach-
ung der .staiiiiuausmüuduiifl dnrch ciiieu (stelülfeii nölig uud iu deu Zwischeustockwerkeu
das staiiun durch eine zuvcrlässigc Persou zu beobachteu. Zu besouderS gcfährlichcu
Fällcii.wie iusbesoudere auch beiui Ailsbrcuucu iu istebäudcu mi'l Llroh- odrr Dchiudel-
bcdachimg. ist für Bereirhaltimg eiuer Dpritze, sowie sür deu Beizug vou .ViltSmauu-
schaft Lorge zu tragen. Ist iu eiiieiu (stebäude wii L'roli- oder Dchiudelbedachimg das
Ausbreniieii ausnahmstveisc ls. Ziffer ck a. E.i i» der Doiumerszeil vorziiiieluueu. so
müsseil außerdcm uasse Dücher iu die Nähe des .ffamius außerlialb des Daches ausge-
legt imd dieielben fortgesetzt mittelst riuer Haudsprme beipritzt wcrdeu.

7>Nach dem Aiisdremieu ist das.stamiii mil ziiigel und Bürffe zu durchzieheu.
Anch ist vom .ffaminseger dasür zu sorgc», daß das >!amiu uacki hecndigiem (steschäfte
noch eiuige ßcit durch ciue vom Hausbesitzer beffellie ziiverläsügc Persou beobackstet wird.

8) Tas znm Aiisbreimeii erforderliche Nlaierial luu der .staiuiuseger auf eigeuc
stosienzu ffelleu. woraufbeiFestsetzuugder Daxc sür das(ffcschästNücksichl zu uchuieu ist.

tz l5. Iledcr die Zeit der Neiuiguiigeil ivird bcslimmt:

l s .stiickicukamiiic siud alle drei Moiiatc, wcuu iic abcr dcu Nßmch vou 3 oder uichr

Ofcuröhreii.gleichviel in wclchcu Stockiverkeu — aumehmeu, ivähreud der Ofen-

skiicriiugszeil alle zwei Mouate zu reiuigeu.

2> stomiue. ivelchc ausschlicßlich zu Oeseu uud audereu »ur im Wiuier gebrauchicu
Fenenmgsanlagtii gehörcu, siud ivährcud der Oseufeucruugszei! alle zivei Nlouate zu
reuugen. Bei KawiuLN vou stust-, Damvs-, Wariu- imd Heißivasser-Heizuugeu liat
während der BcliützuiiaSzeit die Neiuiguug alle Nlouat ffaltzusiudeu.

3i Niouatlich müsscn gereinigt wcrdeii: die .stamiue der Bäckcr uud äßurstler, dic
.stiicheuküniiue bci (staffwirthcii uud ähulicheu (ffeiverbeu, die .ziaiuine der Bierbrauer
während dcr Brauzeit, der Breimcreieu, Drockeu- oder Dörrauftalteii währeud der
Gcbraiichszeit. Alle zivci Nlouatc siud die staiuiue der Schreiuerwerlffälleu zu reiuigeu.

4> Eiige, sofleuaimte russische Kaiuiue uutcrliefleu lüusickstlicki der Zalü Nr ckieini'
gniigeu deu allfleuicincn Bestiuimimfle».

5) staniiue, ivelche ausschlicßlich siir Badezimmer oder welckie iin Wasch- uuoBack-
ofcu djeueii, die uur zeitweile bciüitzi iverdcu, siud jährlich ziveimal zu rciiiifleu.

ü> Fabrikkamiuc, welche umbaut siud oder iu der Nähe vou (stebäudeu steheu,
siud zweimal, sreisteheude Fabrltkamiiie eiinual jäliri'ch zu reiuifleii. 'Weiin die Poi
nahnie der Neiuifliiug eiuc besoudere Störuug dcs Fabritbetricbs vcrursachl uud uack>
gewieieu wird, daß sich bei dem sehr starkeii Zuge des Uamiiis teiu Nuß. uock, weiüger
Glauzriiß ausetzt, kaim das Bczirksanü dic Zahl dcr Neiuiguugcu uoch weiter heiab-
fttzeu oder bci gut erhaltelicu, gauz freistcheiideii .stamiueu aucki dem E'igcutüuier die
Bcsorguug der Neinigimg übcrlasscu. Fu letziereiu Falle geuügl eiue jährlich eiumal
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