Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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'nach obiger Vorschrift bewirktc Ladung sind nicht allcin die Fnhrleute, sondern ciuch
die dic Ladnng bewirkenden Dunghändlcr und bezw. Arbciter veraimvortlicin - Tik
zur Tüngcrabsuhr dieneuden Fässer oder Lsagcu sind in deutlicher inid ballbarer Äcisc
niit dein l-lameu des (Ligenliiwers zu versehcn.

ri 18 Der .vausbcsiber iü verpflichtet, auf Vcrlaugen der Polizei dcn Mineii
den'en anzugebcn, der dic (rntleerung von Cörube und Ablritl nnd die Abfiiln dcs Jw
halls vorgenoinnien lian andcrnfalls blcibt cr selbst sür allc llcbcrlretungeu vcrcnw
ivorrlich.

1t>. Ten bicügen ^andwirlen, wclchc trockenen StaUdünger oder Piublwasscr
anf ibrc Fclder zn f'ührcn haben, isl — vorausgesebt, das; sie gesciilosscncn >?ofrauni
besiizcn, in deni die Ladung gescheben kann - geftattet:

Iväbrend der Atonalc Seplembcr bis 1. Iuli lrockencn Stabdnngcr bis
mittags 12 Ul)r und Pfiibtwasier zn sedcr Slnndc dcs Tages,

während der Monatc Iimi, Inli »nd Angnst trockenen Sialldüngcr bis
morgens 8 Ubr zu ladcn nnd aiiszusülnenbezüglich der Abfnbr von Psuhl-
wasscr wabrend der lelztgenannten drei M'onake blcibt es bei den in r 17 fcü-
geseblen Ieitbcnimiiiiiiigcn.

Dicjciiigen iüandwirtc, ivclche ans Manget an .Vvsraiiin gcndligt ünd. anf dcr
Strabe zu ladcn, nnd biusichtlich dcr ptbsnbr von trvckcnem Dünger imd vou Psiihl-
wasscr a» dic in r; 17 fcstgeseiztcn Icitbeüiiiiniungeii gebnndcii.

Vci bcsondcrcn A.Uttcrnngsverbütlnissen, z. B. bei (ülatlcis, kann das Vczirtsaiut
nach vorbcrigcm Vcilebmeii mit dcr Feldtommission de» bü'Ügen Landwirten dic Ab-
snbr von trockencm ^talldünger an emzclnen Dagcn auch zn andern als deu vorbc-
zeichiietcn Ieiten gcstaile». 6'iidtich dürsen diesctbeii, wenii die Dnngsiältten m Fotge
eincs Platzrcgcns übcrschivemmt sein iotltcn, Psnlilivancr zn jcdcr Iabrcs- nud ragcs-
zcit aiisfübrcn, olmc das; es bierzn eiiier besondei en Ü» rlandnis bedars.

(z 2«>. Fnr Aussübrimg dcS Tnngcrs ist, soviel immer moglicb, dcr Vüg iibcr die
.L»anpl- nnd Lcopoldiliasze zn vcrmciden, imd soll dic Fivingelsiraszc, Plöcksliatze, Zi.
Aimagassc oder die Ncckarstratze emgcschlagcn mcrdcn.

iz 21. Die Üiciiiigimg dcr imleriidi'chcn Seitenkaiiäle iü von dcn ben. Lansbc-
ützern jcdcs Iabr imd zwar gleichzcilig mil dcr von der (8emei»debebörde angeord-
neleu Ntiliiguiig der imteriidischen Haupiknuäle, in ivelche jeue einmüudeii, voinebmcii
zu lasscn.

iz 22. Das Vciuigcii und Abschivemmeu der Fiibrwcrlc dars nichl auf deu ^ttaßc»
imd an öffcnllichcn Brimnen gcscheben: es vmff im Fiincrn der Gcbäiide oder am t'icckar
vorgenommcn werden

tz 23. Dicjenigen, ivelchc gröszerc tüegenstündc, sogcn. Traglasrcn, nameiillia, auch
solche, wodnrch dic Vorübergebenden beschnmtzt odcr beschädigl werden köimcn, ubcr dic
Slraffc tragen, haben sich von dem Troltoir cnlfcrnt zn baltcn imd düiscii nnr mff dcr
Fahrstraße gchcn. ff'benso dars dic Passagc ans den Trottoirs nicht dnrcb iinbcrnicnes
längcres Iusammeiistcben mebrerer Pcrsonen gebemmt werden.

8 23a. Tas Schleifen von Leseholz in der bies. Stadt cim'chlicßl. des Schloßbcrgs
iff imtcrsagt imd kann nur ausiiabnisweisc von der Polizeibcbödc gcstattct werden.

8 24. Iniiges Lieli, Schivciue, Federvieb sind in deu .väusern zu haltcn; das smc

Laiifcnlasseii derselben ans der Ltraße iü imtersagt.

8 25». ff's ist verbolen, toie Diere, stinkenden ,(tol, Mas, C>>eschirr oder soimigcu
Unrat ans dic Straßcu »nd öffentlichen Platze z» wcrfe» oder Flüssigkcit irgcnd cincr
Art ans dcu Fcnstcrn oder Tbürcn der.L>änser aus die Straßen und öffeiittichcn Plntzc
zu schütten, sowic Teppiche imd Tiicher dabin aiiszustäubc». Kaim der Tbätcr iffcht cr-
miltelt werdeii, so hastcl dei Iuhaber des Gebäudeleils, wosclbsl die Uebcrtrclimg ver-
übl wordeu ist, für die Slrase, weiiu er uichl uachweist, daß cr dic Ucbertretuiig uiäil
verbüleu koimtc. Fu dcu .väiiseru, dcrcu Uinrichtuilg das Auslecrcu dcs Wassers iin
Iimcrii unmöglich macht, umß das auszugicßeudc Wafser aus dic Slraße getiageu nud
dort ohue Belästigtiiig dcr Vorübergcbcndeu in die Piimen ansgcleeit werde».

8 23r>. (5s ist vcrboten, »ach 7 Ubr morgeitv Bctieii, Wäschc, Tcppiche imd a!m-
lichc Gcgeifflände in öffentlich sichlbarcr Wrise ansznbängen oder auszulcgen.

8 23ti. Tas AiiSbängcii von Perkalifcgcgcnständcli an der äiifferc» Wand der
Hänscr odcr das Ansstcllen solchcr anf dcr Straße ist untersagt.

8 20. (5s ist niitcrsagt, dic >Ltraßen dmch Auslanfcillasscil von Ianche, Blut,
Farbc oder auderc, (5'kcl oder iiblc Ausdiiilstling erregcndc Gegeiistäiide zu pcrimreinigcu.
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