Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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miter Änfsicht deS Stadtbaumeisters dassclbe aus Kastcii deSjenigeii, welcher eS hat ans-
brechcn lasscii, binnen längstenS 24 Stnndcn wieder in den gehörigen Stand setzen lassen.

89. DaS Ankerwersen anf dem Barland ist tiberall da, ivo dassclbe gepfläsiert
jst mib Ringe angebracht sind, nntersagt. (sbensa ist verboten, ans dicse Ringe Halz,
Steine ader andere Gegenstände, wadnrch deren Benlitznng erschwert wird, zn legen.

ts 40. Uebertrctungen abiger Borschrist werden nach § .Ml Z. lO R'.-Str.-ttzes.-B.
mit Geldnrafe bis za 60 Mnrk ader mit Haft bis zn 14 Tage» bestrafi.

S. Den Drrlraus vnn Nen ttnd 'Strnli betr.

i.valzinarktordnung vergl. nnter Hafenpolizci t '. nnteii.l

Srtspolizeiliche Varschrist vam l. Mai IdittO.

Alles Halz, welches in Scheiterforin nnd in ganzen Wagenladiingen, Hen
imd Ltrob, welches zum Verkaus in hicsiger Stadt eiugcfiihrt wird imd nicht sür den
städtischcu Laiicr beüimmt ist, mus; a»f den Platz bei der Henschener verbracht werdcn.
Das Herumfahrcn und Feilbieteil in dcn Straßen in verbaten. — Halz kann auberdem
auf den Holzlaucr gebracht werdeu. Halz, Heu und Stroh, welcheS auf Bestelliing ein-
gebracht ivird, darf dirckt nach dem vom Bestcller bezcichneten Srt verbracht werde»,
sofcrn der Haiispreis mit dem Bestcller varhcr fcst vereinbarl iü oder mir noch dnrch
Aiisiiiessuiig, Abwäßuug odcr Znzählung bestimint zu iverden braucht.

Ü 2. Als Platzgeld siud an dc» Marktmeistcr zn cntrichteu:

1) Für eineu Schicbkarreu.10 Pfg.

2j Für eincn zwciräderigeu Handkareeii . . . 20 „

8> Für einen Eiiispänuerwagen.20 „

4) Für einen Zwcispüunerwagen.80 „

8 8. Tic Aufsicht übcr den Markt fiihrt der Atarktiueister »ud habeu die Markt-
besuchcr d'vi Anordnungeil desselben Folge zn leisten.

S 4. Zuwidcrhandlungeu gegcn vorstehendc Bestliniuungen werden gemäs; 8 140
Ziff. 0 dcr Ojcwcrbeordnung mit Gcldstrasc bis zn 00 Atark mid im UnverinögeiiSfalle
mit Hast bis zu acht Tagen bestraft.

o. Dvtt Drtriel, dvr I^terdvbalitt l'vtr.

OrtSpolizeiliche Barschrift vom 27. April 1880.

rs 1. Die sttr de» Bclrieb dcr Pferdcbahn zu benützeiiden Wagen dürsen keine
grotzere Brcitc alS 2 Mctcr habcn, allc Borsprünge eingerechnct.

Sie »lüsscn versehen seiu:

n) mit eiucr kräftig und schuellwirkendeu Breuisvarrichtung;
l'l mit eincr Znglcine odcr ähnlichcr Borrichtnng, welche einen Signalverkehr
dcm zkutscher von der Rückseitc des Wagcns anS erinöglielit, und
<:) mit zwci Saternen sje einc an der Border- und Rückseite). welche gleichzeitig
den inucren Wagenraiiin zur Rachtzeit aiiöreichciid crhellen.

Ü 2. Ieder Wagcu mus; mit einer Nnmmcr verseheu sein, welche sowohl iunerhalb
als anch auberhalb deS WagcuS lescrlich auzubringeii ist. An jedein Wagcii mus; ferner
die Zahl dcr Personen, welche er sowohl im Juiieru, als anch auf der Plattform anf-
nehincn kann, angeschricbeii scin. Ucber diesc Zatzl hinaus dürfen keinc Personcn zur
Fahrt ailfgeiiommen wcrden.

8 8. Die zum Dienste bei der Pferdebahn verwendeten Pfcrde niüssen kräftig,
vollkommei, diensttauglich uiid bon schädlichcn Fchlern frei, die Geschirre salide, von
guteni Anschen und in gutem Stande sein. . .

8 4. Das Dienstpcrsanal besteht für jedeu Wagcn ans einem Schaffner und einem
Untscher. Dic Bcdieusteteii habcn Ivähreud der Dieiiststnndcn die va» dem Unternchnier
emgeführtc Dienstklcidung, soivie vorn an der Hapfbedeckung cine Rllmmer z» trage».
Das Tabakranchen währcnd des Fahreus und während des Bcrkehrs mit dem Publi-
knin ist ihnen nicht gestattct. Hbr Beiragen Mlls; ein häfliches iind beschcidcneS seiu.
Dcn anf deu Bahnbctricb bczüglielieu Weisungeu der Polizeibeamten habeu sie Falge
zu leistcn. Bedienstete, welche zn bcgriindeteu Beschwerden Beraiilassiing geben, sind
aus dem Dicnste zu cntlassen.

§ 0. Der Betrieb richtct sich »ach dem Fahrplane; dic Fahrpreise werden durch
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